#AragonTest: Mit wertvollen Erkenntnissen abgeschlossen

Marcel Schrötter biss an den vergangenen zwei Tage nochmals auf die Zähne, um anlässlich eines zweitägigen Tests auf der spanischen Rennstrecke MotorLand Aragón mit seinem Team hilfreiche Informationen zu sammeln.

Nach dem schmerzhaften Grand Prix am vergangenen Wochenende in Jerez gab es für Marcel Schrötter keine Pause. Diese wäre aber angesichts seiner Verletzung mit zwei gebrochenen Zehen am linken Fuss nicht verkehrt gewesen. Der ehrgeizige Rennfahrer wollte sein Team aber auf gar keinen Fall im Stich lassen und fuhr mit nach Alcaniz im Hinterland von Barcelona. Am Dienstag und Mittwoch wurde dort mit einigen anderen Moto2™ und Moto3™ Teams eifrig getestet. Während Schrötter am ersten Tag bei schönem Wetter 44 Runden fuhr, mussten er und seine Crew am Mittwoch nach nur 17 Runden zusammenpacken. Das Ergebnis fiel trotzdem positiv aus, da der Test im Allgemeinen eine gute Vorbereitung für die anstehenden Rennen.

Das nächste Rennen findet Mitte Mai auf dem historischen Bugatti Circuit in Le Mans statt.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX):

"Obwohl ich nicht so viele Rundenfahren konnte und auch die Konstanz etwas fehlte, war es ein guter Test. Letztendlich war die Belastung mit dem Rennwochenende zuvor in Jerez und an die 45 Runden am Dienstag für die Verletzung zu viel. Die Schmerzen waren so arg, dass ich überhaupt keinen Druck mehr auf die Fussraste ausüben konnte. Ausserdem tat es zum Schluss auch beim Schalten sehr weh. Inzwischen habe ich den Fuss im Krankenhaus in Manresa nochmals untersuchen lassen und die Ärzte dort haben mir vorrübergehend für ein paar Tage einen Gips mit Schiene angepasst. Bis spätestens nach diesem Wochenende ist dieser aber bestimmt wieder weg und ich werde mein Training, wenn auch etwas eingeschränkt, fortsetzen können. Trotzdem ist es schade, dass ich den Test frühzeitig beenden musste. Wir hätten noch ein, zwei Sachen auf unserer Liste gehabt. Diese wären sehr wichtig gewesen, um wichtige Informationen zu bekommen. Es war dennoch gut, dass ich die Zähne zusammengebissen habe und am Mittwoch noch zwei Turns gefahren bin. Ich war trotz arger Schmerzen in etwa so schnell wie am ersten Tag."

"Ich habe versucht mein Bestes zu geben und es waren auch tatsächlich zwei positive Exits. Der Tag zuvor verlief angesichts des Handicaps recht erfreulich. Von den Rundenzeiten, die wir von den anderen so mitbekommen haben, waren wir eigentlich gut dabei. Wir haben einiges ausprobiert und dabei positives und negatives aussortieren können. Mir fehlte aber manchmal ein bisschen das Gefühl, wie ich mit dem Motorrad auf der Strecke zurechtkomme. Aus diesem Grund war dieser Test sehr wichtig, da die Rennstrecken in Übersee einen ganz anderen Charakter besitzen als die, wo jene wir in nächster Zeit hinkommen. Bisher sind wir fast ausschliesslich auf grossen, weiten Strecken gefahren. Jetzt wird es eng und winkelig. In dieser Hinsicht haben wir uns die letzten zwei Tage in Aragón dennoch etwas vorbereiten können. Jetzt muss ich aber bis Le Mans Ruhe geben und die Verletzung heilen lassen. Ich werde dort bestimmt noch nicht topfit sein, aber die Situation kann in eineinhalb Wochen schon wieder ganz anders aussehen. Hoffe ich zumindest."