#BritishGP: Zum Schluss immer schneller geworden

Das letzte Renndrittel war für Marcel Schrötter der positive Lichtlbick eines komplizierten Silverstone-Wochenendes.

Marcel Schrötter konnte sich mit dem 14. Platz im Rennen trotzdem nur schwer abfinden. Ein besseres Abschneiden ging aufgrund des üblichen Gerangels in der hartumkämpften Moto2™ Klasse gleich zu Beginn des sonntägigen zwölften Saisonlaufs bei herrlichem Sommerwetter verloren. Der 26-jährige Deutsche geht dennoch halbwegs zufrieden in die anstehende dreiwöchige Pause bis zum nächsten Rennen in Misano.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), P14 (WM-Position 7, 116 Punkte):

"Ich muss lange überlegen, um mich ein ähnlich mühsames Wochenende zurückerinnern zu können. Silverstone war wirklich eines meiner schwierigsten Rennwochenenden überhaupt. Es gab kein offensichtliches Problem und trotzdem konnte ich meinen Grundspeed nicht umsetzen. Das macht die Sache kompliziert, wenn man nicht weiss, warum die Zeiten nicht kommen wollen. Wenn es einen Grund gibt, wie zum Beispiel, wenn man sich nicht gut fühlt oder das Motorrad nicht richtig funktioniert, dann weiss man, woran es scheitert oder wo man den Hebel ansetzen kann. Dieses Wochenende war es aber komplett anders. Wir sind irgendwo im Nirwana gestrandet. Von dem her kam es wenig überraschend, dass das Rennen nicht anders verlaufen würde. Die gestrigen zwei Qualifying Sessions waren eine Ausnahme. Ansonsten hatte ich nie die Pace, um in den Top-Zehn zu landen."

"Mein Start war heute eigentlich im Grossen und Ganzen ok. Doch wenn man von da hinten losfahren muss, dann sind die Voraussetzungen von vornherein ungleich schwieriger. Die erste Runde ging noch einigermassen. Doch dann habe ich schnell den Anschluss an Tom (Lüthi) verloren und quasi im nächsten Augenblick wurde ich von Leuten überholt, die es einfach immer mit der Brechstange probieren müssen. Das geht natürlich auf Kosten von Zeit. Auch wenn diese Aktionen nicht unfair waren, können es die Herrschaften anscheinend nicht anders. Auf jeden Fall war der Zug abgefahren. Später kamen dann Fahrer wie Stefano Manzi, der heute seine grosse Chance sah. Gegen solche Leute wird es dann umso schwieriger. Ich habe aber immer hart dagegengehalten, trotzdem wegen dieser Zweikämpfe die Lücke nach vorne immer grösser geworden. Ab Rennmitte wurde dann meine Pace ein wenig besser. Ich habe gemerkt, dass ich gegenüber meinen Vorderleuten aufholen kann und daher habe ich bis zum Schluss alles gegeben. Die Gruppe vor mir hat bis zu Platz sechs oder sieben gereicht. Im letzten Renndrittel war ich deutlich schneller als diese Fahrer. Das ist vielleicht ein positiver Punkt dieses ansonsten so schwierigen Wochenendes. Ich bin auch mit der Performance der Reifen zufrieden, sowie auch mit Motorrad, wie es sich bis zum Schluss angefühlt hat."

"Alles anderes müssen wir noch genau analysieren und ich selbst muss hart an mir weiterarbeiten, um wieder zur Spitze zurückzukehren. Wenn man um in dieser Klasse um die Meisterschaft kämpfen will, dann muss man jedes Wochenende zumindest unter den ersten Fünf sein. Dort gehören wir auch hin. Zumindest war am Ende des Rennens ein Aufwärtstrend zu sehen. Diesen positiven Aspekt müssen wir nach Misano mitnehmen und dort versuchen, gleich von Beginn an wieder auf unserem normalen Level zu starten. Danke an das gesamte Team, sie haben wie immer einen guten Job gemacht und mich unglaublich unterstützt."

 

#BritishGP Moto2™ - Rennergebnis nach 18 Runden:

1 Augusto FERNANDEZ / SPA / FLEXBOX HP 40 / KALEX / 37´41.833

2 Jorge NAVARRO / SPA / Campetella Speed Up / Speed Up / +0.489

3 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / +0.571

14 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +17.843.

Moto2™ WM-Stand:

1 Alex MARQUEZ / SPA / KALEX / 181

2 Augusto FERNANDEZ /SPA / KALEX / 146

3 Thomas LÜTHI / SWI / KALEX / 146

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 116