#SpanishGP: SCHULTER HÄLT, SCHMERZEN ERTRÄGLICH

Marcel Schrötter bewies am ersten Trainingstag in Jerez einmal mehr, dass er hart im Nehmen ist.

Der Europa-Auftakt der laufenden Meisterschaft begann bei schönem Wetter. Trotz trockener Bedingungen waren die Streckenverhältnisse auf der andalusischen Rennstrecke von Jerez de la Frontera am Freitag jedoch längst nicht optimal. Die Rundenzeiten waren deutlich langsamer als bei den Wintertests im vergangenen Februar und März.

Marcel Schrötter befasste sich damit allerdings weniger. Der Trainingsauftakt an diesem Wochenende sollte für den 25-jährigen mehr ein Belastungstest seiner verletzten linken Schulter gewesen sein. Dies wollte der schier Unverwüstliche dann auch auf besonders unangenehme Art und Weise wissen. Schrötter verzichtete auf jegliche Schmerzmittel. Trotz der Beeinträchtigung zeigte er in beiden Trainings dennoch ansprechende Leistungen. Eine Unachtsamkeit in der Schlussphase der ersten Session vereitelte ihm allerdings einen schöneren Ausgang am Freitag in Jerez.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), FP1: P25 - 1´44.171 (13/18) / FP2: P23 - 1´43.891 (9/18):

"Hinsichtlich meiner Schulter ging es heute generell besser als erwartet. Natürlich ist es sehr mühsam, doch ich komme mit dieser Behinderung gut zurecht. Die harten Bremspunkte in Kurve ein, sechs und der Letzten, sowie generell alle Linkskurven sind in meiner momentanen Verfassung eine grosse Herausforderung. Doch ich bin froh, dass ich überhaupt fahren kann. Darüber hinaus haben wir heute auch schon einige längere Runs mit sechs, sieben Runden zurückgelegt. Das gibt mit Hinblick auf den Renntag Sicherheit. Ausserdem spüre ich auch Schmerzen in meinem linken Handgelenk. Nach den Überseerennen habe ich es von meinem Physiotherapeuten behandeln lassen. Dass ich aber nach den ersten zwei Trainings relativ starke Schmerzen habe, wundert mich ein bisschen. Angesichts dieser Umstände tat ich mir heute ein wenig schwerer als anzunehmen war."

"Trotzdem war ich nach dem ersten Training heute Vormittag sehr happy. Leider wurde meine Zeit der letzten Runde gestrichen, weil ich etwas über die Streckenbegrenzung hinauskam. Ich bin aber diese Zeit sehr locker gefahren und ich hatte ein super Gefühl mit meinem Paket. Am Nachmittag bei deutlich heisseren Bedingungen war es allerdings ungleich schwieriger. Bei derartigen Verhältnissen ist mehr Körpereinsatz notwendig und wahrscheinlich war ich diesbezüglich aufgrund meines Handicaps ein wenig eingeschränkt. Ausserdem sind wir die Session ohne Reifenwechsel durchgefahren. Der Reifen hatte zum Schluss schon mehr als eine Renndistanz drauf. Doch ich konnte meine Rundenzeiten sehr konstant fahren. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir morgen nachlegen können. Wichtig ist, dass ich weiss, dass es einigermassen geht. Nach den heutigen Trainings fühle ich mich ziemlich müde und erschöpft. Ich muss mich daher ausruhen und erholen. Für morgen überlegen wir eine Strategie mit weniger Runden, um mich für den Renntag etwas zu schonen. Übrigens habe ich heute keine Schmerzmittel genommen. Ich wollte einfach wissen, ob die Schmerzen auszuhalten sind. Es ist nicht nur der Schmerz selbst, sondern es fehlt mir einfach die Kraft in der Schulter. Alles zusammen ergibt ein komisches Gefühl. "

Moto2™ GP Espana – Kombinierte Zeitenliste (FP1/FP2):

1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´42.437 (FP2)

2 Lorenzo BALDASSARRI / ITA / Pons HP40 / KALEX / 1´42.831 +0.294 (FP2)

3 Francesco BAGNAIA / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´42.836 +0.299 (FP1)

25 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´43.891 +1.354 (FP2)