#DutchGP: "DAS PODIUM IST JETZT NUR NOCH EINE FRAGE DER ZEIT"

Dem 25-jährigen fiel es am Sonntag nach einer fehlerfreien Leistung nicht leicht, sich erneut mit Platz vier begnügen zu müssen, richtete seinen Fokus aber sofort auf die nächste Chance bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring.

Die 2018er Ausgabe der geschichtsreichen TT Assen im Norden der Niederlande wird vielen lange in Erinnerung bleiben. Dauerhaft schönes Sommerwetter hatte es am letzten Juni-Wochenende lange nicht mehr gegeben. Doch auch Marcel Schrötter hat seinen Anteil dazu beigetragen. Der 25-jährige Deutsche steht vor dem endgültigen Durchbruch in der wohl am meisten ausgeglichenen und am härtesten umkämpften Rennserie der Welt. Abgesehen vom ungefährdeten Start-/Ziel-Sieg des Italiener Francesco Bagnaia spielte Schrötter im sonntägigen Rennen eine bedeutende Rolle. Als Zweiter des Qualifying heftete er sich sofort an Bagnaias Fersen und versuchte mit allen Mitteln sein erstes Podium zu verteidigen. In der Schlussphase war Schrötter aber gegen den Rennsieger von Barcelona, Fabio Quartararo, wehrlos und musste sich wie vor zwei Wochen mit Rang vier begnügen.

In zwei Wochen wartet mit dem Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring das wohl wichtigste Rennen des Jahres auf Marcel Schrötter und sein Dynavolt Intact GP Team.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 4. (WM-Position 10, 63 Punkte):

"Irgendwie ist es ein wenig ärgerlich, dass ich wieder wegen lächerlicher ein, zwei Sekunden an meinem ersten Podiumsplatz gescheitert bin. Diese paar Sekunden nach einer Distanz sind gar nichts. Trotzdem müssen wir uns anstrengen, um einfach ab Halbzeit eines Rennens einige Zehntel schneller fahren zu können. Wir machen wirklich einen super Job über die Dauer des Wochenendes, mischen in jedem Training immer ganz vorn mit, aber im Rennen wollte es bislang noch nicht funktionieren. Wir werden hart weiterarbeiten und ich werde mich einfach noch mehr anstrengen. In zwei Wochen werden wir es auf dem Sachsenring wieder versuchen."

"Zum Rennen selbst ist zu sagen, dass ich mich super wohl gefühlt habe. Mein Motorrad hat erneut einwandfrei funktioniert. Ich bin am Start super weggekommen und konnte in den ersten Runden Francesco mühelos folgen. Er ist von Beginn an einen super Strich gefahren und hatte in ein, zwei Kurven gewisse Vorteile. In anderen Streckenabschnitten hingegen konnte ich immer wieder Boden auf ihn gutmachen, bis Alex (Marquez) mich überholte. Ich hatte auch bei ihm keine Probleme, ihm zu folgen. Doch spätestens ab Rennmitte habe ich gemerkt, dass ich zunehmend Schwierigkeiten mit der Traktion bekomme. Ende des dritten Sektors, bevor es auf die Gegengerade geht, habe ich richtig viel Zeit verloren. Ausserdem war es heute wegen des starken Windes ungleich schwieriger als an den Trainingstagen. Ich habe trotzdem versucht, an Alex dranzubleiben."

"Zum Schluss ist allerdings Fabio mit einem derartigen Überschuss von hinten dahergeflogen gekommen. Er und sein Team haben heute den Reifenverschleiss besonders gut im Griff gehabt. Er konnte unglaublich enge Linien fahren, noch dazu in vielen langgezogenen Kurven, wo man lange Zeit auf der Kante beschleunigt. Er war in dieser Phase eine Nummer zu gross für mich. Auf der anderen Seite hatten wir wieder ein super Motorrad für die Distanz, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich Fabio beneidet habe, wie er zum Schluss die Pace halten konnte. Trotzdem ist es schade, dass ich wieder nur den vierten Rang holen konnte."

Moto2™ TT Assen - Rennergebnis nach 24 Runden:

1 Francesco BAGNAIA / ITA / SKY Racing Team VR46 / 39´30.436

2 Fabio QUARTARARO / FRA / Lightech - Speed Up Racing / Speed Up / +1.748

3 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / +2.179

4 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +4.094

Moto2™ WM-Stand:

1 Francesco BAGNAIA / ITA / KALEX / 144

2 Miguel OLIVEIRA / POR / KTM / 128

3 Alex MARQUEZ / ITA / KALEX / 110

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 63