#SanMarinoGP: MARCEL SCHRÖTTER STÜRMT IN MISANO ZU SEINEM ERSTEN PODIUM

Der 25-jährige freute sich am Sonntag als Dritter in einem mitreissenden Rennen eine lange Durststrecke beendet zu haben.

Am Ende eines erneut sehr starken Wochenendes strahlte Marcel Schrötter mit der Sonne um die Wette. Der Renntag in Misano wurde übrigens von herrlichem Spätsommerwetter begleitet. Nach konstant starken Leistungen in den freien Trainings, deutete Schrötter mit dem zweiten Startplatz nach dem Qualifying seine Entschlossenheit an, dieses Mal den Sack hinsichtlich seines ersten Grand-Prix-Podiums zumachen zu wollen.

Der Kalex-Pilot des deutschen Dynavolt Intact GP Teams erwischte dann auch einen optimalen Start und musste sich vor der ersten Kurve nur dem WM-Führenden und Pole-Setter Francesco Bagnaia beugen. Der Italiener fuhr heute übrigens in einer eigenen Liga. Fortan focht Schrötter in jeder Phase des Rennens um eine Podiumsplatzierung.

Die Meisterschaft geht mit dem WM-Lauf in San Marino in zwei Wochen weiter.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 3. (WM-Position 7, 107 Punkte):

"Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, endlich mein erstes Podium erreicht zu haben. Ich bin immer noch überwältigt. Wir sind schon seit langer Zeit sehr stark und waren so oft nahe dran, doch letztendlich hat es bis heute nie geklappt. Doch ein Rennen ist etwas anderes als ein Training. In einem Training kann man schon mal ein paar Runden am äussersten Limit fahren und wenn man dabei stürzt, ist deswegen das ganze Wochenende längst nicht kaputt. Es hat einfach ein zu wenig zu lange gedauert, um diesen Gedanken aus dem Hinterkopf zu verdrängen. Ich habe aber immer gewusst, wenn das Paket stimmt und die richtigen Leute um mich herum sind, dass ich jederzeit starke Ergebnisse einfahren kann. Das war eigentlich schon letztes Jahr so, doch seit diesem Saisonbeginn passt wirklich alles. Ich fühle mich ungleich wohler in meiner Umgebung."

"Ich denke, wir sind nahezu jedes Wochenende ganz vorne mit dabei, aber entweder haben wir es im Qualifying nicht geschafft, uns in eine gute Ausgangsposition zu bringen oder es hat im Rennen irgendetwas nicht gepasst. Schritt für Schritt haben wir aber alle Puzzlestücke zusammengefügt und sind der absoluten Spitze immer näher gerückt. Heute war endlich Tag, an dem mein erstes Podium fällig war. Pecco (Bagnaia) war in den ersten Runden unglaublich stark. Die Anfangsphase ist hingegen nicht unsere Stärke. Daran müssen wir noch feilen. Doch wenn wir das in den Griff bekommen, dann können wir um noch bessere Resultate kämpfen, weil ab Halbzeit war ich gleich schnell wie er. Zum Schluss musste ich es einfach noch probieren, um an Miguel Oliveira vorbeizugehen. Ich kannte die Situation aus vergangenen Rennen, entweder mit ihm oder seinem Teamkollegen Brad (Binder). Ich weiss es nicht woran es liegt, ob es der Fahrstil der Beiden ist oder das Motorrad. Auf jeden Fall können beide das Motorrad mehr abbremsen und sie haben auch eine bessere Beschleunigung. Daher war es nicht einfach Miguel zu folgen, geschweige denn mich in eine gute Position zu bringen. Dieser Umstand prägte meinen Rennverlauf. Ich brauchte nicht lange um Mattia (Pasini) zu überholen, doch hinter Miguel konnte ich manchmal mehr zu ihm aufschliessen und manchmal eben weniger. Obwohl mir das Podium keiner mehr nehmen konnte, musste ich in der letzten Runde eine Attacke starten."

"Ansonsten hätte mich jeder gefragt, warum ich es nicht gemacht habe. Schlussendlich war ich einmal in einer guten Position und ich habe es versucht. Meine Absicht war es Miguel auf sichere Art und Weise zu überholen. Das Manöver war aber dann doch ein wenig riskant, aber wir haben uns nicht berührt. Mit etwas Glück hätte es für den zweiten Platz gereicht. Wichtiger aber ist, dass wir beide sicher ins Ziel gekommen sind und keine Position verloren haben. Darüber hinaus habe ich heute vieles dazugelernt. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob mein die gesamte Distanz im Mittelfeld fährt oder ganz vorne an der Spitze mitmischt. Man muss sich daher das Rennen ganz anders einteilen. Ich möchte dem gesamten Team danken, weil wirklich jeder jederzeit einen super Job abliefert. Wir haben nie Probleme, das Motorrad funktioniert immer einwandfrei. Daher kann ich mich beim Fahren ausschliesslich auf mich konzentrieren und das ist ein enorm wichtiger Faktor. Einen grossen Dank an alle, vor allem an meinem Chefmechaniker, für die hervorragende Arbeit."

 

#SanMarinoGP Moto2™ - Rennergebnis nach 25 Runden:

1 Francesco BAGNAIA / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 41´02.106

2 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KTM / +3.108

3 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +4.094

Moto2™ WM-Stand:

1 Francesco BAGNAIA / ITA / KALEX / 214

2 Miguel OLIVEIRA / POR / KTM / 2066

3 Brad BINDER / RSA / KTM / 119

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 107