#Moto2_2019: "Das neue Motorrad ist endlich eine richtige Rennmaschine"

Ein dreitägiger Test am vergangenen Wochenende läutete eine komplett neue Ära in der Moto2™ Weltmeisterschaft ein.

Nur wenige Tage nach dem verregneten Saisonfinale in Valencia begannen für Marcel Schrötter und sein Team Dynavolt Intact GP die Vorbereitungen für 2019. Anlässlich dieses ersten offiziellen Tests der neuen Saison auf dem Circuito de Jerez kamen viele Neuerung erstmals zum Einsatz. Darunter auch der neue 765ccm Dreizylinder-Einheitsmotor der englischen Traditionsmarke Triumph. Alle Teams rückten daher mit den 2019er Prototypen ihres jeweiligen Herstellers aus.

Marcel Schrötter war auf Anhieb von seinem neuen Arbeitsgerät für nächstes Jahr begeistert. Der kraftvollere Motor samt neuer Elektronik und Kupplung hat es dem Gesamtachten der abgelaufenen Meisterschaft angetan. Trotz einiger Wetterkapriolen war es für Schrötter und seine Crew ein produktiver und positiver erster Shakedown. Am Ende landete der 25-jährige auf Rang 7 der kombinierten Zeitenliste.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 1´42.241 (124 Runden insgesamt):

"Der erste Test mit dem neuen Paket verlief sehr erfreulich. Es gab mit der neuen Technik absolut keine Probleme. Der erste Eindruck von allem war auf jeden Fall schon super. Ich habe mich auch sofort sehr wohl mit der neuen Maschine gefühlt und mit jedem Run wurde es besser. Schade, dass die unstabile Wetterlage den zweiten und dritten Tag ein wenig beeinflusst hat. Es war trotzdem gut, dass wir gleich die ersten Erfahrungen im Nassen sammeln konnten. Am zweiten Tag haben wir leider den besten Zeitpunkt für die Zeitenjagd ein bisschen versäumt. Insgesamt bin ich trotzdem sehr zufrieden, wie dieser Test verlief und auch mit den Ergebnissen. Es waren sehr positive Tage in Jerez. Jetzt haben wir ausreichend Zeit, um alles noch genauer zu analysieren und nach ein paar Tagen die ersten Eindrücke nochmals zu realisieren. Dann können unsere Datentechniker und Crew-Chiefs bereits die ersten Ideen für Verbesserungen für nächstes Jahr finden. Dieser Jerez-Test war allerdings schon der Startschuss für die neue Saison, doch hauptsächlich ging es darum, das neue Material auf ihre Funktionalität zu prüfen. Ich bin mir auch sehr sicher, dass wir hinsichtlich der Rundenzeiten noch etwas drauflegen hätten können. Doch wie gesagt, darauf kam es nicht an. Wir haben trotzdem gute Arbeit geleistet und alles hat reibungslos funktioniert. Ausserdem hat sich die neu zusammengestellte Crew bereits gut aufeinander eingespielt. Wir können also mit einem beruhigenden Gefühl und gelassen in die Winterpause gehen. Hoffentlich dauert diese nicht zu lange, weil ich würde am liebsten sofort den nächsten Test haben. Dieses neue Motorrad macht unglaublich viel Spass. Im Gegensatz zu dem, was wir bis jetzt gefahren sind, ist dieses Bike einfach eine richtige Rennmaschine. Aufgrund des Runterschaltens ohne Kupplung ist einfach Up-to-Date. Man kann nun ganz anders bremsen und daher lässt es im Kurveneingang viel mehr Spielraum zu. Mit dem alten 600er Motor war man in diesem Bereich eigentlich sehr eingeschränkt, weil man zu sehr mit dem Sliden beschäftigt war. Jetzt gibt es viel mehr Möglichkeiten, das Limit in diesen Bereichen anders auszuloten. Das macht die Sache natürlich umso interessanter. Hinzu kommt auch die höhere Motorleistung mit einer besseren Beschleunigung im Kurvenausgang. Das ist wirklich schön, sowie das neue Chassis ein gutes Gefühl vermittelt. Ich freue mich also schon gewaltig auf nächstes Jahr. Zuvor ist aber eine Auszeit angesagt. Die Saison war lang und anstrengend. Nach ein, zwei Wochen werde ich aber wieder mit dem Training beginnen. Falls es überhaupt so lange dauert. Ich bin es ja kaum gewohnt, nichts zu tun. Vielleicht werde ich vor Neujahr wieder für vier Wochen zum Training nach Amerika gehen. Auf jeden Fall werde ich irgendwohin gehen, wo es um diese Jahreszeit angenehme Temperaturen für das Training mit Motorädern, beim Mountainbiken, usw. hat. Abschliessend noch ein grosser Dank an das gesamte Team, an Patrick, meinem Crew-Chief, und an alle anderen für diese wirklich schöne Saison."

Kombinierte Zeitenliste - Jerez-Test:

1 Luca MARINI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´41.425 (Session 5)

2 Sam LOWES / GBR / Federal Oil Gresini Moto2 / KALEX / 1´41.792 +0.268 (Session 5)

3 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´41.901 +0.377 (Session 5)

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´42.241 +0.816 (Session 5)