#JerezTest: Positiver Auftakt der Saisonvorbereitungen

Marcel Schrötter und sein Dynavolt Intact GP Team starteten am Montag und Dienstag im spanischen Jerez de la Frontera mit den Vorbereitungen auf der Rennstrecke für die am 10 März in Katar beginnende Meisterschaft.

Für die ersten Testfahrten im neuen Jahr hatte Marcel Schrötters Team aus dem bayrischen Memmingen den Circuito de Jerez in Andalusien gewählt. Bei schönem Wetter und überwiegend guten Bedingungen hatte sich diese Wahl voll ausgezahlt. Schrötter war daher an beiden Tagen einer der fleissigsten Fahrer auf der selektiven 4,4 Kilometer langen Rennstrecke. Rundenzeiten lagen allerdings nicht im Vordergrund. Vielmehr galt es nach der langen Winterpause fahrerisch wieder in Schwung zu kommen und die neue Rennmaschine besser zu verstehen. Ab dieser Saison werden bekanntlich in der Moto2-Klasse neue Einheitsmotoren eingesetzt. Diese Dreizylinder-Triebwerke von Triumph haben mit 765ccm einen grösseren Hubraum und leisten ca. 10 PS mehr.

Schrötter und Dynavolt Intact GP kehren bereits in einer Woche nach Jerez zurück. Ab nächsten Mittwoch steht dort der erste von zwei dreitägigen offiziellen Tests vor dem WM-Auftakt auf dem Programm.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 1´42.439 (149 Runden):

"Im Grossen und Ganzen war es ein ordentlicher Test. Es war allemal ein gelungener Start in die Saison 2019. Wir haben an beiden Tagen gute Arbeit geleistet und sind gut vorangekommen. Leider war ab Dienstagmittag der starke Wind ein bisschen störend. Vor allem im letzten Streckenabschnitt musste man sehr aufpassen. Wir haben uns aber nicht beeinflussen lassen. Sowohl am ersten als auch am zweiten Tag lag unser Hauptaugenmerk auf möglichst vieles durchzuprobieren, sowie auch wieder in den Rhythmus zu kommen und das Motorrad besser kennenzulernen. Für mich gilt es immer noch die neue Maschine besser zu verstehen. Vor allem das Verhalten beim Runterschalten ist für mich noch ungewohnt. In diesem Bereich habe ich auch versucht meinen Fahrstil anzupassen. Dabei ist uns zum Schluss auch ein Fortschritt gelungen. Natürlich schaut man am Ende wo man in der Zeitenliste steht. Das ist eigentlich weniger erfreulich. Doch ich war immer in der Lage ähnliche Rundenzeiten zu fahren. Egal, ob mit neuen oder gebrauchten Reifen. Übrigens sind wir den ganzen Test mit nur zwei Sätzen der härteren Option gefahren, während andere mehr Reifen verbraucht und ganz bestimmt das eine oder andere Mal den Weichen reingesteckt haben. Die andere Geschichte ist, dass ich beim Testen in Jerez noch nie schnell war. Daher versuche ich diesbezüglich ruhig zu bleiben und bei den Tests hier einfach ein gutes Gefühl für das Motorrad aufzubauen. Das bringt uns auch mit unserem Testprogramm weiter, um schon erste Ideen zu bekommen, in welche Richtung es gehen soll und was mir fahrerisch besser taugt, bevor die Saison dann in Katar richtig losgeht. Das ist meiner Meinung nach viel entscheidender, als jedes Mal auf Zeitenjagd zu gehen. Ich weiss auch, je näher Katar kommt, schaut es dann ganz anders aus. So war es jedenfalls immer bei mir. Daher versuchen wir vorerst in erster Linie an allen Bereichen zu arbeiten, wie zum Beispiel an mir, am Fahrstil oder am Motorrad, um dem Team möglichst viele Information zu geben. Von dem her war es ein positiver Test mit vielen Runden und keinen bösen Zwischenfällen wie ein Sturz oder ähnliches. Ich freue mich daher schon auf den nächsten Test in einer Woche, auch wenn dieser wieder in Jerez stattfindet."

Zeitenliste - Jerez-Test:

1 Sam LOWES / GBR / Federal Oil Gresini Moto2 / KALEX / 1´41.578

2 Luca MARINI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´41.743 +0.165

3 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´41.896 +0.318

9 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´42.439 +0.861