#QatarTest: Mit Bestzeit abgeschlossen

Marcel Schrötter rundete den finalen Feinschliff der Saisonvorbereitungen als Schnellster der letzten Session am Sonntagabend ab.

Nach dem erfreulichen Verlauf der dreitägigen offiziellen Testfahrten an diesem Wochenende in Katar blickt Marcel Schrötter dem Auftaktrennen sehr erwartungsvoll entgegen. Der 26-jährige Rennfahrer aus Oberbayern und seine Crew des deutschen Teams Dynavolt Intact GP haben an den vergangenen drei Tagen auf dem Losail International Circuit hauptsächlich an der Rennabstimmung gearbeitet. Die Anstrengungen haben sich allemal ausgezahlt und geben ein gutes Gefühl für den eigentlichen Saisonstart inmitten der Wüste unweit von Doha. Schrötter war hinsichtlich der Race-Pace immer einer der Schnellsten auf der Strecke. Die abschliessende Rennsimulation beendete der Kalex-Pilot nach 14 Runden mit seiner schnellsten Rundenzeit des gesamten Tests. Schrötter landete schliesslich auf Rang fünf der kombinierten Zeitenliste.

Die 19 Rennen umfassende Moto2™ Weltmeisterschaft 2019 beginnt schon in wenigen Tagen mit dem Grand Prix of Qatar. Der Auftakt im Emirat am Persischen Golf findet seit 2008 als Nachtrennen statt.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX) - 1´58.787 (155 Runden insgesamt):

"Rückblickend auf die vergangenen drei Tage muss ich sagen, dass es ein sehr guter Test war. Wir sind Schritt für Schritt vorwärtsgekommen und auch der Spitze immer näher gerückt. Wir haben uns wirklich ständig verbessert, ohne dabei irgendwelche verrückte Dinge zu machen. Der entscheidende Punkt ist uns am Samstagabend gelungen. Es waren keine zehn Positionen oder eine Sekunde, die wir aufgeholt haben, sondern wir suchen ja nach Zehntelsekunden und hinsichtlich des Gefühls für das Motorrad als auch für das Feedback, in diesem Dingen ist uns ein grosser Schritt gelungen. Ich habe wieder deutlich mehr Freude auf dem Motorrad. Doch während der ersten Session am Sonntag waren wir etwas verunsichert. Vom Gefühl her lief es überhaupt nicht gut, obwohl wir als Siebtschnellster eigentlich wieder gut dabei waren. Ich habe mich aber mit dem Motorrad überhaupt nicht wohl gefühlt. Es war komplett anders als am Vortag, ich hatte grosse Probleme mit der Front. Ständig wollte das Vorderrad einklappen und ich konnte daher überhaupt keine Linien halten. Es war also alles, was wir erarbeitet hatten, wieder weg. Wir sind aber ruhig geblieben und mein Crew-Chief Patrick (Mellauner) hat in der Pause die Sache analysiert und geschaut, ob es tatsächlich ein Problem gibt. Doch wir haben nichts überstürzt, sondern einfach bis zur zweiten Session zugewartet, bis mit Einbruch der Dämmerung die Bedingungen wieder so waren, wie sie zum Zeitpunkt des Rennens auch sein werden."

"Es war dann auch von Anfang an wieder so, wie wir am Samstagabend aufgehört hatten. Das war natürlich eine riesen Erleichterung. Im Endeffekt hatten uns die deutlich wärmeren Verhältnisse am Nachmittag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diesbezüglich müssen wir aber aufpassen, da am Rennwochenende das erste und dritte freie Training ebenfalls zu diesem Zeitpunkt angesetzt sind. Für das Qualifying und das Rennen, beides findet dann am Abend statt, sind wir aber soweit schon ganz gut aufgestellt. Abschliessend ist uns in der letzten Session des Tests noch ein weiterer kleiner Schritt gelungen. Ich habe mich mit gebrauchten Reifen noch ein Stück wohler gefühlt und bin in der letzten Runde meine schnellste Zeit überhaupt gefahren. Daher bin ich ziemlich happy. Auf die Spitze fehlt allerdings immer noch etwas, dafür war unsere Pace zum Schluss sehr stark. Ich konnte viele schnelle Runden am Stück fahren. Einen Test in dieser Art und Weise zu beenden, darüber freue ich mich natürlich. Gleichzeitig steigert es die Vorfreude auf das erste Rennen. Dieser Test war wirklich der Feinschliff unserer Vorbereitung. Ich bin eins mit dem Motorrad, sowie das gesamte Team hat überhaupt super gearbeitet hat. Wir haben nun ein paar Tage frei. Es kann sich also jeder noch erholen, bevor es am kommenden Wochenende richtig ernst wird."

Offizieller IRTA Test Losail - Kombinierte Zeitenliste:

1 Sam LOWES / GBR / Federal Oil Gresini Moto2 / KALEX / 1´58.439

2 Thomas LÜTHI / SWI / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´58.663 +0.224

3 Remy GARDNER / AUS / ONEXOX TKKR SAG Team / KALEX / 1´58.755 +0.316

5 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´58.787 +0.348