#CatalanGP: Ausgezeichneter Siebter in wildem Barcelona-Rennen

Wie vorgenommen hat Marcel Schrötter im sonntägigen Hitzerennen viele Konkurrenten überholt.

Das siebte Saisonrennen wurde von herrlichem Sommerwetter begleitet. Die heissen Temperaturen verlangten allerdings den Fahrern alles ab. Marcel Schrötter kam am Start gut weg und konnte gleich ein paar Positionen gutmachen. In der ersten Runde kam es aber noch zu einem Zwischenfall mit einem altbekannten Gegner, der beinahe Schrötters Rennen ruiniert hätte. Ein kleiner Trost war, dass der 26-Jährige in der letzten Runde noch einen Platz zurückerobern konnte und als ausgezeichneter Siebter ins Ziel kam.

Bis zum nächsten Rennen übersiedelt die Meisterschaft vom Süden Europas in den Norden der Niederlande, wo traditionell am letzten Wochenende die WM-Runde auf dem historischen TT Circuit in Assen auf dem Programm steht.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 7. (WM-Position 5, 73 Punkte):

"Abgesehen von der Startrunde war es ein gutes Rennen. Ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden. Doch gleich nach dem Start hatte ich wieder einmal eine Berührung. Den Namen jenes Fahrers, der mir beim Überholen links ins Motorrad gekracht ist, haben wir dieses Jahr schon öfters erwähnt. Daher fehlen mir die Worte, weil derjenige jedes Mal übertrieben hart zur Sache geht. Ich habe hingegen auch schon bewiesen, dass ich im Zweikampf stark bin. Aber immer auf faire Weise. Ich musste also einen weiten Bogen fahren und habe daher etliche Positionen verloren. Aus der ersten Runde bin ich jedenfalls nur als 15. zurückgekommen. Das ist wirklich sehr ärgerlich, nachdem mein Start gut war. Man schuftet das gesamte Wochenende, um bestmöglich vorbereitet in das Rennen zu gehen, und dann wird wegen einer rüpelhaften Aktion alles kaputt gemacht. Zum Glück bin ich sitzengeblieben und konnte schnell meinen Rhythmus finden. Wie gesagt, ab Runde zwei war es ein anständiges Rennen. Ich habe mich relativ wohl gefühlt und konnte viele Fahrer überholen. Es hat Spass gemacht."

"Als ich aber meine Gruppe mit Xavi (Vierge) und Luca Marini angeführt habe, habe ich das Vertrauen irgendwie ein bisschen verloren. Ich weiss es nicht woran es lag. Mag sein, dass mir ein Vordermann gefehlt hat, der gute Windschattendienste geleistet hätte. Abgesehen von der langen Gerade gibt es hier auch einige andere schnelle Abschnitte bzw. Kurven, wo der Windschatten noch wirkt. In dieser Phase hatte ich ein paar Rutscher übers Vorderrad. Daher bin ich nicht mehr so gefahren, wie ich eigentlich hätte können. Die Daten der letzten neun Runden müssen wir also noch genauer analysieren und schauen, was wir in dieser Hinsicht besser machen können. Doch das heutige Renntag gibt Auftrieb, zumal ich auch im Warm-Up wieder einmal so schnell wie die Spitze war. Am Dienstag haben wir noch einen Test hier in Barcelona. In unserer momentanen Situation ist jeder Testtag enorm wichtig. Daher kommt uns diese Gelegenheit sehr entgegen. Ich denke, dass diese Postrace-Tests überhaupt sehr nützlich sind, auch wenn an den Tagen nach dem Rennen die Luft ein bisschen draussen ist. Doch man hat die Möglichkeit auf der gleichen Strecke, auf der man am Wochenende zuvor vieles probiert hat, ohne Zeitdruck andere Dinge und Wege zu versuchen, um vielleicht bessere Lösungen zu finden und so wieder ein bisschen näher zur Spitze aufschliessen können. Die Situation ist im Moment nicht so einfach für uns, trotzdem macht jeder einen super Job."

#CatalanGP Moto2™ - Rennergebnis nach 22 Runden:

1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 39´31.262

2 Thomas LÜTHI / SWI / Dynavolt Intact GP / KALEX / +1.989

3 Jorge NAVARRO / SPA / HDR Heidrun Speed Up / Speed Up / +2.532

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +14.565

Moto2™ WM-Stand:

1 Alex MARQUEZ / SPA / KALEX / 111

2 Thomas LÜTHI / SWI / KALEX / 104

3 Jorge NAVARRO / SPA / Speed Up / 89

5 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 73