#GermanGP: Erstes Heim-Podium bei blau-weissen Festspielen

Marcel Schrötter hielt sein Versprechen, auf dem Sachsenring den Sprung zurück auf das Podium zu schaffen. Sein drittes insgesamt bisher in diesem Jahr.

Vor mehr als 91.000 Fans feierte Marcel Schrötter am Sonntag im neuen Saisonlauf einen seiner bisher grössten Erfolge. Vom dritten Startplatz in den neunten Saisonlauf gegangen, durfte der 26-jährige Bayer nach einer entschlossenen Leistung über anstrengende 28 Runden auf der winkeligen Berg- und Talbahn im Freistaat Sachsen als verdienter Dritter zur Siegerehrung beim Motorrad Grand Prix Deutschland. Schrötter geht nun als Gesamtsechster in die dreiwöchige Sommerpause, punktgleich mit den Viert- und Fünftplatzierten vor ihm.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 3. (WM-Position 6, 97 Punkte):

"Irgendwie habe ich die ganze Sache noch nicht richtig realisiert. Es ist auch kaum in Worte zu beschreiben, was während der Auslaufrunde in mir abgegangen ist. Als ich danach auf dem Podium gestanden habe, kam es erst richtig hoch, wie gut es tut beim Heim-Grand-Prix auf dem Podium zu stehen. Trotzdem hatte ich auch ein wenig das Gefühl, nicht ganz das erreicht zu haben, was ich eigentlich wollte. Ich hatte mir mehr vorgenommen, ich wollte um den Sieg kämpfen. Nichtsdestotrotz, die längst fällige Rückkehr unter die ersten Drei eines Rennens ist eine riesengrosse Erleichterung. Wegen der vielen Positionskämpfe hat es leider nicht für ganz vorne gereicht. Und für den zweiten Platz war das Rennen womöglich eine Runde zu kurz. Ich hätte bestimmt noch einmal attackieren können. Es war von Beginn bis zum Ende eine schwierige Aufgabe. Man musste sich das Rennen gut einteilen und darüber hinaus zu verstehen, mit den Reifen umzugehen. Nach nur ein paar Runden bin ich vorne, als auch hinten wild gerutscht. Von dem her galt es aufzupassen, keine Fehler zu machen. In der zweiten Runde hat mich der Wind einmal ein bisschen weit nach aussen getragen. Ansonsten bin ich gut über die Distanz gekommen. Oft sind aber solcher Fehler ausschlaggebend, wie das weitere Rennen verläuft, wenn man mit dem späteren Sieger um jede Zehntelsekunde kämpft."

"Zum Schluss ist es nochmals spannend geworden. Dass Lecuona hinter mir gestürzt ist, habe ich zunächst gar nicht mitbekommen. Ich war mit mir selbst beschäftigt, den dritten Platz zu verteidigen und gleichzeitig wollte ich noch Brad (Binder) abfangen. Dazu hat es aber leider nicht mehr gereicht. Letztendlich bin ich aber froh, bei meinem Heimrennen als Dritter ins Ziel gekommen zu sein. Abgesehen von Alex (Marquez) und Tom (Lühti), hat sich der Meisterschaftsstand wieder ein bisschen mehr zusammengeschoben. Mit nur fünf Punkten Rückstand auf den dritten Gesamtrang in die Sommerpause zu gehen, gibt ein beruhigendes Gefühl. Ausserdem haben Tom, der heute Fünfter wurde, und ich wichtige Punkte für die Teamwertung gesammelt. Ehrlich gesagt, wäre es mir lieber, wenn nächste Woche gleich das nächste Rennen stattfinden würde und ich diesen Schwung mitnehmen könnte. Doch die längere Pause kommt auch nicht ungelegen. Ich denke, es ist für alle gut zwei, drei Wochen auszuspannen, abzuschalten und dann wieder mit Vollgas zurückzukommen. Hoffentlich können wir dann so weitermachen, wie wir heute aufgehört haben. Danke an das gesamte Team. Ihr Rückhalt, vor allem an einem Wochenende wie diesen mit dermassen vielen Side-Events, ist schier unbezahlbar."

#GermanGP Moto2™ - Rennergebnis nach 28 Runden:

1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 39´35.101

2 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / +1.208

3 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +1.630

Moto2™ WM-Stand:

1 Alex MARQUEZ / SPA / KALWX / 136

2 Thomas LÜTHI / SWI / KALEX / 128

3 Augusto FERNANDEZ / SPA / KALEX / 102

6 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 97