#SpanishGP: Erste Startreihe beim Re-Start der Saison knapp verspielt

Nach der Bestzeit in den freien Trainings ging Marcel Schrötter als erster Favorit für die Pole-Position in das samstägige Qualifying.

Marcel Schrötter befindet sich beim Neustart der Weltmeisterschaft an diesem Wochenende im südspanischen Jerez de la Frontera in bestechender Hochform. Im abschliessenden freien Training am Samstagvormittag war der 27-jährige Bayer eine Klasse für sich. Mit einer neuen Rekordrundenzeit auf dem Circuito de Jerez setzte er sich an die Spitze der kombinierten Zeitenliste. Im alles entscheidenden Zeittraining wollte er es gleichtun, scheiterte aber an seinem ehrgeizigen Vorhaben, in die erste Startreihe stürmen zu wollen.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 7 - 1´41.869 +0.485 (7/8):

"Nach der starken Leistung im dritten Training bin ich über den Ausgang des Qualifyings ein wenig enttäuscht. Insgesamt war es aber erneut ein guter Tag für uns, die Vormittagssession war der absolute Hammer. Dass ich in Jerez jemals einen Rundenrekord aufstelle, hätte ich ehrlich gesagt nie erwartet. Noch dazu bei diesen abartig heissen Bedingungen. Das war aber vielleicht ein wenig zu viel des Guten. Für das Qualifying habe ich mir daher ein bisschen zu viel vorgenommen. Ich bin jedenfalls nicht so sauber gefahren. Ich war sogar etwas zu aggressiv und daher zu verkrampft. Das Übel begann in meiner ersten fliegenden Runde, als ich einen ordentlicher Rutscher hatte. So etwas ist bei dieser Hitze für die Reifen überhaupt nicht optimal. In dieser Situation habe ich prompt den Reifen überhitzt und musste daher gleich in die Box zurück."

"Ich muss also die Schuld ein wenig auf mich nehmen, obwohl die Bedingungen allerdings deutlich anders waren als in FP3. Es war wiederum viel heisser und darüber hinaus war im letzten Abschnitt der starke Wind ein unangenehmer Faktor. Aber die Verhältnisse waren für alle gleich. Einige andere haben es also besser gemacht als wir. Nach der ersten Datenanalyse haben wir gesehen, dass ich eigentlich nur im zweiten Sektor viel Zeit verloren habe. Dort gibt es aber nur eine Gerade und eine Kurve. Diese Stelle müssen wir uns nun genauer anschauen, warum ich mir ausgerechnet in Q2 dort so schwergetan habe. Zum Glück war es nur dieser eine Abschnitt, wogegen der Rest der Strecke gar nicht so übel war. Trotzdem bin ich ein wenig enttäuscht, denn die erste Startreihe wäre schon schön gewesen. Nach der Bestzeit der freien Trainings wollte ich eigentlich im Parc Ferme stehen. Ich denke, wir hätten es uns allemal verdient gehabt."

"Die Abstände sind allerdings verdammt eng, auf den Drittplatzierten fehlt gar nicht fehl. Ich freue mich aber riesig, dass wir bislang an diesem Wochenende so gut dabei sind. Normal tue ich mir auf dieser Strecke immer ein wenig schwerer, doch dieses Mal sind wir in jeder Session zu einer Top-Leistung fähig. Daher nochmals einen grossen Dank an das gesamte Team und gleichzeitig auch eine Entschuldigung, dass ich es im Qualifying nicht besser gemacht habe. Das Rennen ist aber erst morgen und dann wird wieder bis zum Anschlag am Kabel gezogen. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben. Ausserdem haben wir in einer Woche gleich die nächste Chance, es im Zeittraining zu richten."

#SpanishGP Moto2™ - Ergebnisse Qualifikationstraining:

1 Jorge MARTIN / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´41.384

2 Jorge NAVARRO / SPA / HDR Heidrun Speed Up / Speed Up / 1´41.565 +0.181

3 Sam LOWES / GBR / Estralla Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´41.684 +0.300

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´41.869 +0.485

 

EN: Just missed out front row at the season’s restart in Jerez

After topping the timesheets in this morning’s FP3, Marcel Schrötter went into Saturday's qualifying session as a main contender for pole position.

Marcel Schrötter shows up impressively performing at the restart of the World Championship this weekend so far in Jerez de la Frontera in southern Spain. During the final free practice session on Saturday morning, the 27-year-old Bavarian rider was in a class of his own. By posting a new record lap time at the Circuito de Jerez, he moved to the top of the combined free practice times. During the all-decisive second heat of qualifying he tried to equal it but failed in his ambitious plan to storm to the front row of the starting grid.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position 7th - 1´41.869 +0.485 (7/8):

"In the end I am a little bit disappointed because after our strong performance in FP3 I hoped for more. But overall, it was another good day for us, this morning’s outing was amazing. To be honest, I never expected to set a lap record here in Jerez. Especially in these abnormally hot conditions. But maybe that was a bit too much of good things because for qualifying I have set myself the goal a bit too high. Anyway, I did not ride as smooth and clean as I did this morning. I was even a bit too aggressive and therefore too tense. Beyond that, the bad started on my first flying lap when I had a proper slide. Something like that is not at all the best thing for the tyres, particularly in this heat. In this situation I promptly overheated the tyre and therefore I had to go back to the pits immediately."

"So, I have to take the blame a bit, although the conditions were quite different from FP3. It was again much hotter and furthermore the strong wind was an unpleasant factor in the last section. But the conditions were the same for everyone. So, some others did it better than us. After the first data analysis we saw that I actually lost a lot of time in sector two. But there is only one straight and one corner. Now we have to take a closer look at this part of the track, why I had such a hard time there in Q2 of all times. Fortunately, it was only this one section, whereas the rest was not that bad in my fastest lap. Still, I am a little disappointed because the front row would have been nice. After finishing FP3 as fastest rider, I actually wanted to come in entering Parc Ferme. I think we all would have deserved it."

"But the gaps are damn narrow. So, the gap to third place less than two tenth of a second which is nothing. But I am happy that we are doing so well this weekend. Normally, I always have a little bit more difficulties at this track, but this time we are capable of performing at top level in every session. So again, a big thank you to the whole team and at the same time an apology that I did not do better in qualifying. But the race is not until tomorrow and then the cable is pulled all the way to the stop again. We will give our best. Besides, in a week's time we'll have the next chance to fix it in qualifying."