#AndaluciaGP: Langen Jerez-Aufenthalt mit solidem Top-Ten beendet

Marcel Schrötter gelang es damit den Patzer von letzter Woche auszubessern, vergab in der letzten Rennrunde allerdings ein besseres Ergebnis als Rang zehn.

Am Ende des dritten Moto2™ Saisonrennens am Sonntag auf dem Circuito de Jerez war vielen die Erleichterung anzumerken, nach fast drei Wochen endlich der hochsommerlichen Hitze Südspaniens entfliehen zu können. Zuvor musste aber noch das wohl heisseste Rennen des Jahres bestritten werden. Marcel Schrötter kam vom zehnten Startplatz gut weg, hatte aber bald mit Abstimmungsschwierigkeiten zu kämpften. Diese hinderten ihn in der Anfangsphase, den Anschluss an die erste Verfolgergruppe herzustellen.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 (WM-Position P12, 15 Punkte):

"Wie zu erwarten war es kein einfaches Rennen. Zunächst möchte ich aber dem gesamten Team einen riesengrossen Dank aussprechen. Auf ihre Leistung in den vergangenen zweieinhalb Wochen sollte noch einmal deutlich hingewiesen werden. Nach der erfreulichen Performance bis zum Sturz am vergangenen Sonntag sind wir mit anderen Erwartungen in dieses Rennwochenende gegangen. Doch es ist vollkommen anders gekommen. Teilweise waren wir sogar ein wenig verloren. Es ist aber schwer zu sagen, wie viel an mir lag oder am Motorrad oder möglicherweise an geänderten Bedingungen. Wir haben uns jedenfalls sehr schwergetan, einen Weg zu finden. Trotzdem haben wir es geschafft, zum richtigen Zeitpunkt wieder halbwegs zu unserer Form zurückzufinden. Angesichts der Umstände in den vorangegangenen Trainings haben wir uns im Qualifying einigermassen gut aus der Affäre gezogen."

"Für das Rennen haben wir auf meinen Wunsch einen Versuch mit der Elektronik in Bezug auf Motorbremse gewagt. Am Start bin ich gut weggekommen und konnte anfänglich auch gut kämpfen. Ich musste aber schnell feststellen, dass meine Idee nicht aufgehen wollte. In den ersten drei, vier Runden hatte ich grosse Probleme das Bike richtig zu stoppen. Ich bin daher oft geradeaus gefahren. Das war auch der Grund, weshalb ich zuerst im Kampf mit Tom Lüthi, und später allein fahrend, den Anschluss nach vorne verloren habe. Erst als ich das Mapping geändert habe, hat sich die Situation gebessert. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich eine viel bessere Kontrolle über das Bike. Leider war es aber schon zu spät, da der Abstand zu meinen Vorderleuten bereits zu gross war. Gegen Rennende hatte ich einen unterhaltsamen Kampf mit Xavi Vierge. Ich hatte ihn immer gut unter Kontrolle bzw., als ich hinter ihm fuhr, habe ich mich sehr wohl gefühlt und war zuversichtlich, dass ich ihn noch schnappen werde. Das gelang mir auch. Doch als ich an ihm vorbei war, hatte ich leider in Kurve eins einen kleinen Fehler."

"Dieses Missgeschick hätte nicht passieren dürfen, weil er natürlich gleich wieder an vorbei gegangen ist. Ich war mir aber sicher, dass ich ihn bis ins Ziel wieder zurück überholen kann. Mein Plan war in der Zielkurve anzugreifen. Xavi hat aber sauber die Tür zugemacht, weshalb es für mich dort eng wurde und ich eine weite Linie fahren musste. Wegen dieser blöden Situation habe ich leider noch einen Platz verloren. Das stinkt mir gewaltig. Ich wollte es aber versuchen, anstatt brav hinter ihm ins Ziel zu fahren. Grundsätzlich hätte ich aber schon ein paar Kurven vorher attackieren und natürlich zuvor den Fehler vermeiden müssen. Rang acht wäre also möglich gewesen. Rückblickend auf das gesamte Wochenende bin ich mit dem zehnten Platz trotzdem nicht zufrieden. Wir sind zu stärkeren Ergebnissen fähig. Positiv ist aber, dass uns mit diesen wichtigen Punkten Schadensbegrenzung gelungen ist. Meine Crew, sowie das gesamte Team überhaupt, hat wiederum einen super Job gemacht. Wir wissen, dass wir schnell sind und vorne mitfahren können. Diese Tatsachen nehmen wir auch zum nächsten Rennen mit."

 

#AndaluciaGP Moto2™ - Rennergebnis (23 Runden):

 

1 Enea BASTIANINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 39´23.922

2 Luca MARINI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / +2.153

3 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / +3.243

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +20.262

#Moto2™ - WM-Stand:

1 Tetsuta NAGASHIMA / JPN / KALEX / 50

2 Enea BASTININI / ITA / KALEX / 48

3 Luca MARINI / ITA / KALEX / 45

12 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 15

EN: Solid top ten for the conclusion of long Jerez stay

Marcel Schrötter managed to make up for last week's mistake, but in the last lap he missed a better result than tenth place.

At the end of this season’s third Moto2™ race on Sunday at the Circuito de Jerez, many people relieved to be able to escape the midsummer heat of southern Spain after almost three weeks there. But before that, the probably hottest race of the year had to be contested. Marcel Schrötter made a good start from tenth place on the starting grid, but soon he had to struggle with set-up problems. These prevented him from catching up with the first chasing group in the early stages.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 (Championship position 12th, 15 points):

"As expected, it was not an easy race for us. But first, I would like to thank the whole team very much. Their efforts and hard work over the past two and a half weeks should be clearly pointed out once again. After the pleasing performances until the crash last Sunday, we went into this race weekend with higher expectations. But it turned out completely different. At times we were even a bit lost. But it is hard to say how much it was due to me or the bike or possibly to changed conditions. In any case, we had a hard time finding a way back. Nevertheless, we managed to get halfway back to our normal level of performance at the right time. Considering the circumstances in free practice sessions, we did pretty well in qualifying."

"For the race, at my request, we tried an attempt with the electronics in relation to engine braking. I got away well at the start and was able to fight well in the first sectors. But I quickly had to realize that my idea did not work out. In the first three or four laps I had big problems to stop the bike properly. So, I often missed braking points and went wide. That was also the reason why I lost contact to the group in front of me when fighting with Tom Lüthi and later when riding alone. As soon, however, I changed the mapping, the situation improved. From then on, I was able to control the bike much better. But unfortunately, it was already too late, because the gap to the people in front of me was already too big. Towards the end of the race I had an entertaining fight with Xavi Vierge. I always had him well under control or, when I rode behind him, I felt extremely comfortable and was confident that I would still catch him. And I succeeded in this. But shortly after my move on him, I unfortunately had a small mistake in turn one."

"This mishap should not have happened, because of course he passed by again right away. But I was sure that I could re-pass him again until the finish. My plan was to attack in the last corner before the line. But Xavi closed the door cleanly, which was why I run out of space on track there and I had to go wide once again. Because of this stupid situation I unfortunately lost another position. That annoys me enormously. But I wanted to try it, instead of following him. Basically, I should have attacked a few corners before and of course I should have avoided the mistake before. So, eighth place would have been possible. Looking back on the weekend I am not satisfied with tenth place. We are capable of stronger results. But it is positive thing is that we managed to limit the damage with these important points. My crew, as well as the entire team in general, once again they did a great job. We know that we are fast and that we can ride at the front. We will take these facts with us to the next race."