#CzechGP: Brünn abgehakt, Fokus auf Spielberg gerichtet

Für Marcel Schrötter endete der vierte Saisonlauf mit einer bitteren Enttäuschung.

All die harte Arbeit, die Marcel Schrötter und seine Techniker des Allgäuer Rennstalls LIQUI MOLY IntactGP an diesem Wochenende zu bewältigen hatten, wurde nicht belohnt. Der ehrgeizige Moto2™ Pilot hatte erneut kein Rennglück. Nach einem guten Start aus der dritten Reihe und anfänglich starker Leistung in der Spitzengruppe, hatte Schrötter bereits nach nur drei Runden keine Mittel mehr parat, um seine Gegner abzuwehren. Der 27-jährige rettete schliesslich als 15. gerade noch einen WM-Punkt, nachdem er zuvor mit sehr hohen Erwartungen in das Rennen gegangen war.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P15 (WM-Position 15, 16 Punkte):

"Ich möchte gleich vorausschicken, der Arm war nicht die Ursache für dieses Abschneiden. Es war etwas anderes, was wir noch nicht herausgefunden haben. Es war uns aber von vornherein klar, dass wir nach drei Runden in Schwierigkeiten geraten könnten. Das hat sich schon in den Trainings gezeigt. Allerdings war anzunehmen, dass es eigentlich jedem so geht, weil die Reifen wegen der Streckenverhältnisse nicht mehr hergaben. Ich habe aber keine Ahnung, warum es bei uns so extrem war. An den Trainingstagen waren wir immer konkurrenzfähig, wir waren trotz dieser Umstände immer in der Lage tiefe 2’03er Rundenzeiten zu fahren. Damit waren wir also in Schlagdistanz. Dass manchmal zwei Zehntelsekunden auf die Top-Leute im Qualifying wie Sam Lowes gefehlt haben, war uns bewusst und war auch kein besonderer Anlass zur Besorgnis. Leute wie er müssen erst einmal ins Ziel kommen. Ok, heute ist er offenbar ein fehlerloses Rennen gefahren, Respekt. Doch mein Rennen war praktisch ab der dritten Runde gelaufen. Ich war verloren, ich habe nicht gewusst, was ich anders machen könnte."

"Ab diesem Zeitpunkt sind die Jungs innen und aussen an mir vorbeigefahren, als wäre ich nur herumgerollt. Ich hatte nie die geringste Chance, irgendwie dagegenzuhalten. Die Situation ist von Runde zu Runde schlimmer geworden. Meine letzte Hoffnung war, dass dieser krasse Drop bei mir eben früher einsetzt als bei anderen und dass sich die Situation später wieder etwas normalisiert. Es war aber egal, ob ich wie anfänglich auf Platz fünf fahrend oder zum Schluss als 14., ich konnte nie mit meinen Gegnern mithalten. Das ist ein deutliches Zeichen, dass etwas nicht gestimmt hat. Ich bin, wie auch das gesamte Team, mega enttäuscht. Wir hatten bis zum Rennen kein schlechtes Wochenende. Daher bin ich ein wenig verärgert, was aber nicht persönlich gemeint ist. Wir alle, das gesamte Team, arbeiten an den Trainingstagen unglaublich hart, schieben kurzfristig eine Operation ein, um endlich den verdienten Erfolg einzufahren. Dass am Ende so ein Rennen herauskommt, ist einfach nur frustrierend und es tut mir auch für das Team sehr leid. Wir wissen, dass wir zu viel mehr fähig sind. Jetzt gilt es erst einmal diesen Rückschlag zu verdauen und zu versuchen, das Rennen genauestens zu analysieren, damit wir eine Idee bekommen, was die Ursache war. In einer Woche werden wir in Spielberg wieder voll konzentriert und top motiviert weitermachen."

"Die Saison ist noch lange, es sind noch viele Rennen zu bestreiten. Wir sind dabei und wir brauchen uns auch nicht zu verstecken. Aber in den Rennen müssen wir es einfach besser hinbekommen. Ich will die Ursache für unser schlechtes Abschneiden auf keinen Fall auf das Motorrad schieben, nur weil ich seit sehr langer Zeit absolut null Probleme mit meinem Unterarm hatte. Aber wenn so etwas herauskommt wie heute, würde ich mich am liebsten irgendwo eingraben. Das hilft aber auch nicht, sondern wir müssen alles analysieren und am nächsten Wochenende noch härter arbeiten, damit wir wieder zu unserer normalen Form zurückfinden. Nichtsdestotrotz ein grosser Dank an alle im Team, denn jeder hat wieder von Anfang bis zum Ende sauber gearbeitet. Zum Schluss möchte ich noch Sandro Cortese alles Gute für seine Genesung wünschen, damit er bald wieder zurückkommt. Kopf hoch Sandro, du schaffst das!"

EN: Brno checked off, focus set on Spielberg already

For Marcel Schrötter, Sunday’s round four of the season came to an end with a bitter disappointment.

All the hard work that Marcel Schrötter and his technicians from the Allgäu-based LIQUI MOLY IntactGP Tteam did all weekend long was not rewarded. The ambitious Moto2™ pilot once again was missing his luck during the race. After a good start from the third row and initially strong performing whilst racing amongst the leading group, Schrötter had no means for fending off his opponents after just three laps. The 27-year-old finally secured a single world championship point in P15, after heading into the race with high expectations.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P15 (Championship Position 15th, 16 Points):

"I would like to start by saying that the arm was not the cause of this poor outcome. It was something else that we have not figured out yet. But it was clear to us from the start that we could get into trouble after three laps. This was already evident during practice sessions. However, it was to be assumed that everyone will struggle with the same issues because of the tyre’s performance due to the track’s conditions. But I have no idea why it was so extreme on our side. During both days of practice, we were always competitive, as we were always able to do low 2'03 lap times despite these circumstances. So, we were there even though we were aware that we sometimes were two tenths of a second off the top guys after qualifying, for example like Sam Lowes. But that was no particular cause for concern because people like him have to finish first. Okay, today he obviously did a flawless race, respect for this performance. But my race was practically gone from the third lap. I was lost, I didn't know what I could do differently."

"From that moment on the boys passed me inside and outside as if I was just cruising around. I never had the slightest chance to resist. The situation got worse lap by lap. My last hope was that this blatant tyre drop would start earlier for me than for others and that the situation would normalise a bit later. But it did not matter if I was fifth at the beginning or 14th at the end, I could never keep up with my opponents. This is a clear sign that something was wrong. I am, like the entire team, are disappointed. We did not have a bad weekend until the race. Therefore, I am a little angry, but that is nothing personal. We all, the entire team, are working incredibly hard on days of practice, undergoing surgery at short notice to finally achieve the success we deserve. It is just frustrating that a race comes to such conclusion and I am deeply sorry for the team as well. We know that we are capable of much more. Now we have to digest this setback and to try to analyse the race in detail to get an idea what caused it. In a week's time in Spielberg we will be fully concentrated and highly motivated to continue where we left on Saturday afternoon."

"The season is still long, there are still many races to be contested. Overall, we are in it and we do not need to hide. But for the races, we simply have to do better. I definitely do not want to blame the bike for our poor results today, just because I have had absolutely no problems with my forearm since a very long time. But when something comes out like this, I would like to dig in somewhere. But that does not help either, we have to analyse everything and work even harder next weekend to get back to our normal level of performance. Nevertheless, a big thank you to everyone in the team, because everyone put in again great efforts from start to finish. Finally, I would like to wish Sandro Cortese all the best for his recovery, so that he will be back soon. Cheer up Sandro, you can do it!"

#CzechGP - Moto2™ Rennergebnis:

1 Enea BASTIANINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 39´13.926

2 Sam LOWES / GBR / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / +0.423

3 Joe ROBERTS / USA / Tennor American Racing / KALEX / 5.946

15 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +19.638

#Moto2™ WM-Stand:

1 Enea BASTIANINI / ITA / KALEX / 73

2 Luca MARINI / ITA / KALEX / 58

3 Tetsuta NAGASHIMA / JPN / KALEX / 55

15 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 16