#AustrianGP: Erste Startreihe beim Heimspiel in der Steiermark

Marcel Schrötter fand spätestens in den samstägigen Qualifying-Sessions zu seiner starken Form zurück, mit der der 27-Jährige schon die Trainings beim Saisonneustart Mitte Juli dominierte. Die Erleichterung war nach dem ersten Top-Resultat in diesem Jahr gross.

Marcel Schrötter konnte über die Dauer der beiden Trainingstage auf dem Red Bull Ring einmal mehr mit einer stark ansteigenden Formkurve überzeugen. Mit jeder Session wurde der KALEX-Pilot schneller. Ein harmloser Sturz im dritten freien Training am Samstagvormittag tat dabei nichts zur Sache. Allerdings kostete dieser den möglichen direkten Einzug in die zweite Qualifikations-Phase. Für Schrötter und seine erfahrenen Techniker des Allgäuer LIQUI MOLY Intact GP Teams war Q1 jedoch eine willkommene Gelegenheit, um zunächst den Ausrutscher von vorhin abzuschütteln, sowie auch das Gefühl und Vertrauen weiter zu verbessern. Bereits die ersten Runden zeigten, dass Schrötter mit seiner Rennmaschine wieder eins war. Anschliessend brannte er eine Serie ultra-konkurrenzfähiger Rundenzeiten auf den steirischen Asphalt. Der entscheidende zweite Qualifying-Head war ein Spiegelbild seiner Demonstration in Q1, wenngleich Schrötter nicht der absolut schnellste Fahrer auf der Strecke war. Trotzdem konnte der ehrgeizige Rennfahrer aus Oberbayern abermals ein paar Zehntelsekunden von seiner bis dahin schnellsten Rundenzeit an diesem Wochenende wegfeilen. Schrötter startet am Sonntag zum ersten Mal in der noch jungen Saison aus der ersten Reihe.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 3 - 1´28.745:

"Nach dem schwierigen Neustart in die Saison bin ich sehr glücklich mit diesem dritten Startplatz. Die letzten Wochen verliefen aus unserer Sicht alles andere als erfreulich. Dabei war der Auftakt am ersten Jerez-Wochenende so vielversprechend. Ich war schneller als je zuvor in Jerez, sowie auch die Ergebnisse in allen Trainings top waren. Doch der Sturz im Rennen hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen. Das Wochenende darauf war eine Katastrophe und über das letzte Rennen am vergangenen Sonntag brauchen wir erst gar nicht reden. Trotz dieser Misere bei den vergangenen Grand Prix waren wir hinsichtlich unseres Speeds gar nicht so verkehrt unterwegs. Leider ist es uns aber nie gelungen, es auf den Punkt zu bringen oder unsere Fähigkeiten im Rennen in ein starkes Resultat umzumünzen. Daher bin ich jetzt sehr erleichtert und froh, dass wir endlich ein Spitzenergebnis einfahren konnten."

"Am meisten freue ich mich aber über die Gesamtperformance. Die Bestzeit in Q1 sowie auch die drittschnellste Rundenzeit im zweiten Quali sind keinesfalls nur wegen einer Chaosrunde zustande gekommen, die mit aller Gewalt und mit Hilfe eines guten Windschattens oder schnellem Vordermann gelungen sind. Wir waren hingegen in der Lage, eine unglaublich starke Pace allein zu fahren. Diesen Erfolg haben wir uns über die Dauer aller Trainings hart erarbeitet, da auch dieses Wochenende nicht einfach begonnen hat. Nach dem ersten Training waren wir nur auf P20. Doch dann haben wir uns kontinuierlich gesteigert. Ich bin sehr froh, mit diesem starken Qualifying-Ergebnis dem Team etwas zurückgeben zu können. Ich sag jetzt mal, dass nicht nur beide Fahrer, sondern auch das gesamte Team in letzter Zeit einiges hat einstecken müssen. Die erste Startreihe ist aber längst noch nicht alles, was wir erreichen wollen. Jetzt gilt es diese Performance auch am Sonntag in ein Top-Ergebnis umzumünzen."

"Der Schlüssel zum Erfolg wird die Konstanz sein. Auf dieser Strecke passiert es sehr leicht, einen Fehler zu machen. Kurve eins, drei und vier sind in dieser Hinsicht die kritischsten Punkte. In diesen Passagen muss man höllisch aufpassen, wenn einerseits die Reifen stark nachlassen oder wenn man zum Schluss ein wenig müde wird. In diesen Situationen darf man einfach keine Fehler machen. Die Qualifyings waren aber ein super Training in dieser Hinsicht. Die Rundenzeiten auf diesem hohen Niveau zu fahren, hat gezeigt, dass es möglich ist. Die Renn-Pace wird wahrscheinlich nicht ganz so schnell sein, aber ich habe heute nicht nur mir selbst bewiesen, dass ich eine Serie von sieben, acht Runden auf diesem Level hinlegen kann. Unabhängig davon bin ich mit dem Zustand meines Arms sehr zufrieden. Ich hatte in keinem meiner längeren Runs nicht die geringsten Probleme damit. Das ist gerade auf einer Strecke wie hier enorm wichtig, da die Abstände dermassen eng beieinander liegen. Da es also bis jetzt keine Probleme gegeben hat, sollte es auch im Rennen passen. Ich freue mich schon auf den Renntag hier und möchte gleich vorweg meinem Team für ihren unglaublichen Ehrgeiz und Einsatz danken."

EN: First front row start in 2020 at home round in Styria

No later than during Saturday’s qualifying sessions, Marcel Schrötter found back to his strong form, with which the 27-year-old already dominated practice sessions at the season's re-start last month. The relief was great after the first top result this year.

Marcel Schrötter was able to convince once again over the duration of both days of practice at the Red Bull Ring with a sharply uphill trend of his level of performance. With each session the KALEX pilot became faster. A harmless crash on Saturday morning did not matter. However, it did cost him the possible direct entry into Q2. For Schrötter and his experienced technicians from the German based LIQUI MOLY Intact GP team, Q1 was a welcome opportunity to shake off the mistake from earlier this morning and to further improve the feeling and confidence. The first few laps already showed that Schrötter was a unit again with his race bike. Afterwards he put in a series of extremely competitive lap times at the Styrian asphalt. The decisive second qualifying heat was a reflection of his Q1 demonstration, although Schrötter was not the absolute fastest rider on track. Nevertheless, the ambitious racer from Upper Bavaria was again able to throw off a few tenths of a second from his fastest lap time so far this weekend. On Sunday, Schrötter will start therefore from third spot of the starting grid for the first time of the still young season.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position 3rd - 1´28.745:

"After the difficult restart into the season I am incredibly happy with this third place for Sunday’s starting grid. From our point of view, the last weeks were anything but pleasant though, the start at the first Jerez weekend was so promising. I was quicker than ever before in Jerez and the results in all practice sessions were top. But the crash in the race threw us a little off track. The following weekend was a disaster and we do not even need to talk about the last Sunday’s race at Brno. Despite this misery at the last Grand Prix we were not that wrong concerning our speed. Unfortunately, we never managed to get it right or turn our race skills into strong results. So now I'm very relieved and happy that we finally were able to achieve a top result."

"But what I am most happy about is the overall performance today. Fastest lap time in Q1 as well as my third fastest lap time in the second qualifying session was by no means only due to a chaotic lap, which was not achieved by the help of a good slipstream or a fast rear wheel. On the other hand, we were able to set an incredibly strong pace at our own. We worked so hard for this success over the duration of all practice sessions because this weekend did not start easy either. After FP1 we found us down the order in P20 but from then we improved continuously. I am incredibly happy to be able to give something back to the team with this strong qualifying result. Let me say so that not only both riders, but also the entire team has had to take a lot of punishment recently. But to start from the front row is by no means everything we want to achieve. Now we have to turn this performance into a top result on Sunday as well."

"The key to success will be the consistency because at this track it is quite easy to make a mistake. Turn one, three and four are the most critical points in this respect. In these sections you have to be very careful when the tyres start to drop down a lot or when you get a bit tired towards the end. In these situations, you simply have to avoid making any mistakes. But the qualifying sessions were a great practice in this respect. To set these lap times consistently at this high level has shown that it is possible. Race pace, however, will probably not as quite as fast, but today I not only proved to myself that I can do a series of seven or eight laps at this level. Regardless of that I am incredibly happy with the condition of my arm. I have not had the slightest problem with it in any of my longer runs. That is especially important at a track like this, because the gaps are that tight. So, since there have not been any problems so far, it should also fit during the race. I am looking forward to race day here and would like to thank my team for their incredible ambition and commitment."

#AustrianGP - Moto2™ Qualifying Ergebnisse:

1 Remy GARDNER / AUS / Onexox TKKR SAG Team / KALEX / 1´28.681

2 Jorge MARTIN / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´28.717 +0.036

3 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´28.745 +0.064

 

#Austrian GP - Moto2™ Zeitplan für Sonntag, 16. August (MESZ):

09:10 - 09:30 Warm-Up

12:20 Rennen (25 Runden - 107,950 km)