#StyrianGP: Am Renntag zu gewohnter Form zurückgefunden

Marcel Schrötter zeigte im sonntägigen Rennen auf dem Red Bull Ring eine sehenswerte Aufholjagd. Seine schlechte Ausgangsposition raubte ihm allerdings alle Chancen auf ein deutlich besseres Ergebnis.

Eine Abkühlung nach nächtlichen Gewittern hat offenbar eine Trendwende bewirkt. Bereits im Warm-Up hatte Marcel Schrötter wieder das richtige Gefühl für seine Rennmaschine gefunden. Rang vier war ein kräftiges Lebenszeichen des 27-järhigen Deutschen. Im Rennen musste er allerdings vom 21. Startplatz losfahren. Bis auf eine Schrecksekunde kam Schrötter gut durch das übliche Getümmel in den ersten Runden und konnte auch zügig Positionen aufholen. Platz elf im sechsten Saisonrennen war nach dem missglückten Zeittraining eine gelungene Schadensbegrenzung.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX) - P11 (WM-Position 11, 37 Punkte):

"Dieses Ergebnis geht in Ordnung. Zwei Plätze weiter vorne ins Ziel zu kommen, wäre natürlich schöner und sogar auch möglich gewesen. Aber man muss der Realität ins Auge sehen und die Details genauer betrachten. Ich denke, angesichts der Umstände haben wir dennoch ein gutes Rennen gezeigt. Bis auf ein paar Runden war es eine saubere Leistung. Dazu zähle ich auch jene Runde, in der Sam Lowes übers Ziel hinausschoss. Ich war mittendrin, das hat viel Zeit gekostet. Wenig später war ich einmal ungefähr eine halbe Sekunde langsamer als ich eigentlich fahren hätte können. Auf dieser Strecke wirkt sich das doppelt nachteilig aus, weil alle Fahrer eine sehr ähnliche Pace haben. Es war also schwer, danach wieder Boden gutzumachen. Als ich mich endlich im Feld gut positionieren konnte, bin ich meinen Vorderleuten minimal nähergekommen. Bei diesem mühsamen Versuch, die Jungs vor mir einzuholen, sind mir leider ein, zwei Fehler passiert. Ab diesem Zeitpunkt war es dann schier unmöglich, die Lücke zu schliessen."

"Wenn wir diese Runden weglassen, dann hatten wir eine Pace, mit der wir um das Podium mitkämpfen hätten können. Ich denke, das ist nicht vermessen, wenn ich das so behaupte. Fünf Runden vor Schluss konnte ich immerhin noch 1´28.9er Zeiten fahren kann. Das ist allemal ein gutes Zeichen, dass wir heute wieder zu unserer Form gefunden haben. Leider haben wir uns wegen dem verpatzten Qualifying das Leben selbst schwer gemacht. Es tut mir nach wie vor sehr leid für mein Team, sowie auch für alle anderen, die immer mit letztem Einsatz mithelfen. Wir alle sind ein Team, das zusammen gewinnt und auch verliert. So ein Aussetzer wie im Zeittraining darf einfach nicht passieren. Ohne diesen wäre heute sehr viel möglich gewesen. Situationen wie diese müssen wir also besser in den Griff bekommen. Trotzdem ein grosser Dank an alle, dass sie immer wieder dranbleiben und nie die Motivation verlieren. Zudem habe ich selbst versucht, jederzeit das Beste zu geben. Schade, dass ich zum Schluss diese eine oder andere Position nicht mehr gutmachen konnte. Ein Top-Zehn-Ergebnis hätte wir uns verdient. Insgesamt betrachtet ist uns aber wieder Schadensbegrenzung gelungen."

EN: Return to normal level of performance on race day in Spielberg

In Sunday’s second race at the Red Bull Ring, Marcel Schrötter showed a worth seeing comeback. However, his poor starting position robbed him of all chances of a significantly better result.

Significantly cooler temperatures after some overnight thunderstorms has apparently caused a turnaround for Marcel Schrötter and his LIQUI MOLY Intact GP team. Already during this morning’s warm-up session Marcel Schrötter had found the right feeling for his race bike again. Fourth place was a strong sign of the 27-year-old German. In the race, however, he had to start from 21st spot on the starting grid. Except for one scary moment, Schrötter got well through the usual turmoils in the first laps and was able to catch up positions quickly. Eleventh place in the sixth race of the season was a successful damage limitation after Saturday’s poor qualifying performance.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX) - P11 (Championship Position 11th, 37 Points):

"Today’s result is okay. To finish two places more towards the front would have been nicer of course and it would even have been possible. But you have to face the reality and take a closer look at the details. I think, considering all circumstances, we still delivered a good race today. Apart from a few laps it was a clean performance. That includes the lap where Sam Lowes did this crazy thing. I was right in the middle of it and lost a lot of time. A bit later I was once about half a second slower than I could have done. At this track this has a double disadvantage because all riders have a similar pace. So, it was difficult to make up ground afterwards. When I was finally able to position myself well in the pack, I got a little closer to the guys in front of me. Unfortunately, I made one or two mistakes during this tedious attempt to catch up with the guys in front of me. From then on it was almost impossible to close the gap."

"If we do not consider those laps, we had a pace with which we could have fought for the podium. I do not think that is presumptuous of me to say so. With five laps to go, I still managed to set 1'28.9 lap times. That is a good sign that we have found our level of performance again. Unfortunately, due to the messed-up qualifying we made our life more difficult by ourselves. I am still deeply sorry for my team, as well as for all the others who always help with their utmost efforts. We are all one team that wins and loses together. Such an interruption like it was in qualifying simply may not happen. Without it, a lot more would have been possible today. So, we have to get better grips on situations like this. Nevertheless, a big thank you to everyone for always staying tuned and never losing the motivation. I also always tried to give my best. It is a pity that I could not make up these two positions in front of me because we would have deserved a top ten result today. But all in all, we managed to limit the damage again."

#StyrianGP - Moto2™ Rennergebnis (25 Runden):

1 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 37´12.461

2 Jorge MARTIN / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 0

3 Remy GARDNER / AUS / Onexox TKKR SAG Team / KALEX / +1.027

11 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +10.238

Moto2™ WM-Stand:

1 Luca MARINI / ITA / KALEX / 87

2 Enea BASTIANINI / ITA / KALEX / 79

3 Jorge MARTIN / SPA / KALEX / 79

11 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 37