#EmiliaRomagnaGP: Harterkämpftes Top-Fünf-Finish am zweiten Rennsonntag in Italien

Marcel Schrötter hat mit einem fünften Rang ein positives Wochenende beim Misano-Doppelpack abgerundet. Damit ist ihm auch Wiedergutmachung für den Rennsturz vor einer Woche gelungen.

Wer hätte damit gerechnet, dass nach ununterbrochenem Sonnenschein seit Ankunft des Grand Prix-Trosses in Italien vor knapp zwei Wochen das Moto2™ Rennen am Sonntagmittag wegen kurzem Nieselregen unterbrochen werden musste. In der fünften Runde begann es jedenfalls an einigen Stellen leicht zu regnen. Wenig später wurde die rote Flagge gezeigt. Marcel Schrötter, der vom elften Startplatz losfuhr und bis kurz vor Abbruch bereits bis unter die ersten Fünf nach vorne gestürmt war, konnte bis dahin gut vom weichen Reifen profitieren. Nachdem Re-Start zeigte sich Schrötter ebenfalls sehr kämpferisch. Eine Berührung mit einem Gegner im Kampf um eine Podiumsplatzierung kostete ihm allerdings den direkten Kontakt zu den Top-Drei.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P5:

"Ich denke, wir können dieses Mal von einem guten Sonntag reden. Das erste Rennen war bis zum Abbruch schon recht ordentlich. Leider hat uns die Unterbrechung nicht unbedingt in die Karten gespielt, da wir uns für den weichen Reifen entschieden haben. Wir waren uns ziemlich sicher, dass dieser bei uns über die Distanz gut funktioniert hätte. Vielleicht hätte ich damit in den letzten Runden ein paar leichtere Probleme bekommen. Aber bis dorthin hätten wir sicher gut mithalten können. Für den Neustart hatten wir aber keinen neuen Reifen dieses Typs mehr zu Verfügung. Alle anderen hingegen, die zunächst die härtere Option bevorzugt hatten, konnten für den Neustart einen neuen weichen Reifen reinstecken. An den Trainingstagen hat dieser für zehn Runden bei jedem Team gehalten. Unser Nachteil war, dass wir mit einem gebrauchten Reifen weiterfahren mussten, der schon neun Runden draufhatte."

"Obwohl die Distanz verkürzt wurde, hatte unser Reifen in der Schlussphase also schon einen komplette Renndistanz hinter sich. Das hat sich dann prompt auch bemerkbar gemacht. Trotzdem konnte sich unsere heutige Leistung sehen lassen, sie war allemal sehr anständig. Nach dem Re-Start war es ein harter Kampf mit Xavi Vierge. Er war auf den Geraden unglaublich schnell und ausserdem auf der Bremse sehr stark. Daher war es brutal schwierig für mich, an ihm vorbeizukommen. Ich habe es aber versucht und ich musste es auch versuchen, obwohl ich mich dabei bei einigen anderen Fahrern in leichte Schwierigkeiten gebracht habe. Aber ich wollte unbedingt an ihm vorbeikommen. Schade, dass ich es nicht früher geschafft habe Xavi zu überholen, sonst hätte ich meine Pace ein wenig besser kontrollieren und daher am Ende vielleicht sogar ein Wörtchen um das Podium mitreden hätte können."

"Letztendlich müssen wir aber mit dem zufrieden sein, was wir heute erreicht haben. Ein fünfter Platz ist immer etwas wert, schon wegen der ordentlichen Punkteanzahl. Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt, dass wir es können. Wir müssen aber die kleinen Puzzle-Teile baldigst einmal alle richtig zusammensetzen. Nichtsdestotrotz hat das gesamte Team wieder gut gearbeitet, jeder hat seinen Job super erledigt. Daher ein grosser Dank an alle für ihren Einsatz. Ich bin nun schon für Barcelona am nächsten Wochenende hochmotiviert. Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass es sehr schön war, die letzten zwei Rennen vor Fans gefahren zu sein. Diesbezüglich verdienen die Misano-Veranstalter ein Lob, dass sie in dieser Sache ein gutes Konzept erarbeitet haben."

EN: Hard-fought top five finish on the second race Sunday in Italy

Marcel Schrötter rounded off a positive weekend at the Misano double header with a remarkable fifth place. In doing so he also made amends for the crash a week ago.

Who would have expected that after uninterrupted sunshine since the arrival of the Grand Prix convoy in Italy barely two weeks ago, the Moto2™ race had to be interrupted on Sunday afternoon due to a short drizzle as from lap five on some drops hit the Misano circuit at some places for a while. A little later the red flag was shown. Marcel Schrötter, who started from eleventh place on the starting grid and had already stormed up to the top five by the time the race was about to interrupted, was able to benefit from the soft tyre. After the re-start Schrötter also showed himself to be very combative. However, a contact with another rider in the fight for the podium cost him direct contact with the top three.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P5:

"I think we can talk about a good Sunday this time. The first race was pretty decent until the red flag came out. Unfortunately, the rain did not really play into our hands as we decided to use the soft tyre. We were confident that it would have worked well for us during the entire race distance. Maybe I would have suffered some slightly issues with it in the last laps, but we could have stayed well with the front runners up to there. But for the restart we did not have a new tyre of this type available whereas all others, who initially preferred the harder option, were able to put in a new soft tyre for the restart. On both days of practice, this option lasted for ten laps at least for each team."

"Our disadvantage was that we had to continue with a used tyre that had already nine laps in. Although the distance was shortened, our tyre had already completed a complete race distance in the final phase. This was immediately noticeable. Nevertheless, our performance today was quite respectable, it was very decent. After the re-start it was a hard fight with Xavi Vierge. He was incredibly fast on the straights and also very strong on the brakes. So, it was extremely difficult for me to get past him. But I tried and I had to try as well, although I got into slight difficulties with some other riders at the same time. But I really wanted to get past him. Too bad I did not manage to pass Xavi earlier, otherwise I could have controlled my pace a bit better and maybe even we had a say for a podium at the end."

"Ultimately, however, we must be satisfied with what we have achieved today. A fifth place is always something worth, if only because of the decent number of points. Today has shown once again that we can do it. But we have to put the little pieces of the puzzle together properly as soon as possible. Nevertheless, the whole team worked well again, everyone did a great job. So, a big thank you to all for their efforts. I am already highly motivated for Barcelona next weekend. Finally, I would like to mention that it was genuinely nice to have raced the last two races in front of fans. In this respect, the Misano organizers deserve praise for having developed a good concept in this matter."

#EmiliaRomagnaGP – Moto2™ Rennergebnis (10 Runden):

1 Enea BASTIANINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 16´11.977

2 Marco BEZZECHHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / +0.720

3 Sam LOWES / GBR / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / +1.124

5 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +4.132

Moto2™ WM-Stand:

1 Luca MARINI / ITA / KALEX / 125

2 Enea BASTIANINI / ITA / KALEX / 120

3 Marco BEZZECHHI / ITA / 105

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / 48