#CatalanGP: Hartverdientes Top-Zehn-Finish im kühlen Barcelona

Marcel Schrötter konnte sich trotz aller Anstrengungen im Rennen allerdings nur wenig mit dem zehnten Platz anfreunden.

Im Gegensatz zum üblichen Renntermin der WM-Runde in Barcelona im Juni waren die Bedingungen an diesem Wochenende sehr ungewohnt. Am Renntag war es nochmals zweite Grad kühler als zum Zeitpunkt des Qualifyings am Samstagnachmittag. Nach Platz fünf im Warm-Up war Marcel Schrötter Erleichterung anzukennen. Die Situation gegenüber dem misslungenen Qualifying hatte sich gebessert. Im Rennen konnte Schrötter aber erneut nicht seine Pace der freien Trainings umsetzen. Zudem waren zwei Fahrfehler seinerseits sehr kostspielig.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10:

"Das war nicht der Ausgang des Wochenendes, den wir uns erhofft hatten. Das einzig Positive im Rennen war, dass ich meine Zeiten sehr konstant fahren konnte. Allerdings weiss ich im Moment gar nicht, wie meine Pace war. Jedenfalls ist es mir gelungen, die Lücke zu Tom Lüthi und Marcos Ramirez zu schliessen. Mein Start war im Grossen und Ganzen gut, sowie ich auch durch die ersten Kurven gut durchgekommen bin. Leider hatte ich in der ersten oder eine Runde später in Kurve zehn einen fürchterlichen Verbremser, ohne in dieser Situation übertrieben aggressiv gewesen zu sein. Anfänglich hatte ich überhaupt grosse Mühe, das Motorrad zu stoppen. In den harten Bremspunkten ist das Hinterrad fast immer hochgekommen. Auf jeden Fall hat mir der Fehler am Anfang drei, vier Positionen gekostet."

"Ich denke, ohne diesen hätte ich mit dem Pulk gut mitschwimmen und dabei weiter nach vorne kommen können. Aber es war auch heute schwierig zu fahren, da die Streckenverhältnisse sehr rutschig waren. Trotzdem war ich schneller als Tom und Ramirez und habe die beiden schliesslich eingeholt, und später auch überholt. Als ich kurz vor Schluss auch an Ramirez vorbei war, hätte ich mein Rennen eigentlich nur noch zu Ende fahren müssen. Aber in der letzten Runde war ich wohl ein wenig zu sehr darauf fokussiert, den neunten Rang zu verteidigen. Leider habe ich mich dabei in der letzten Runde an der gleichen Stelle wie am Anfang nochmals leicht verbremst. Darüber ärgere mich gewaltig, weil so ein blöder Fehler einfach nicht passieren darf. Ich komme mir wie ein Anfänger vor. Letztendlich ging es nur um Platz neun und zehn. Aber nachdem ich schon vor ihm war, darf man wegen so einer Lächerlichkeit die Position nicht mehr verlieren. Trotzdem hat es für die Top-Ten gereicht, aber eine einstellige Platzierung ist immer ein wenig schöner."

"Unser Problem war erneut unser schlechter Startplatz, sowie die kleinen Fehler am Anfang. Diese Dinge haben uns heute das Rennen gekostet. Darüber hinaus müssen wir endlich herausfinden, woran es liegt, dass ich nach konstant starken Trainings im nächsten urplötzlich auf keine anständigen Rundenzeiten mehr komme. Bis zum Qualifying habe ich mich super wohl gefühlt und dann ging in der wichtigsten Session des Wochenendes gar nichts mehr. Vielleicht müssen wir bei dieser Analyse auch unseren Reifenlieferant miteinbeziehen und das Thema Qualitätskontrolle ansprechen. Dieser Aspekt ist für mich manchmal ein grosses Fragezeichen. Man bemüht sich, gibt alles und fühlt sich super wohl, doch auf einmal ist das gute Gefühl spurlos verschwunden. Ich zweifle daran, dass es nur an mir oder am Motorrad liegt."

EN: Hard earned top ten finish in cool Barcelona

Despite all his efforts in the race, Marcel Schrötter, could not get along with tenth place.

In contrast to the usual date of the World Championship’s visit to Barcelona in June, the conditions at this weekend were very unusual. On race day it was two more degrees cooler than at the time of the qualifying on Saturday afternoon. After fifth place in this morning’s warm-up Marcel Schrötter was relieved because the situation had improved compared to the failed qualifying. In the race, however, Schrötter was once again unable to keep up the pace he was able to put in during free practice sessions. In addition, two riding mistakes on his fault were very costly.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10:

"This was not the outcome of the weekend we had hoped for. The only positive thing in the race was that I was able to keep my lap times very consistent. But for the moment, I do not know how my pace was. Anyway, I managed to close the gap to Tom Lüthi and Marcos Ramirez. My start was good overall, as well as I got through the first corners well. Unfortunately, I had a terrible braking mistake in the first lap or one lap later in turn ten though, without being overly aggressive in this situation. In the beginning I had a lot of trouble to stop the bike. At the hard-braking points, the rear wheel almost always came up. In any case, the mistake at the beginning cost me three or four positions."

"I think without this I would have been able to keep up with the crowd and get move forward. But it was also difficult to ride today because the track conditions were very slippery. Nevertheless, I was faster than Tom and Ramirez and finally I caught them, later I passed both. When I also passed Ramirez shortly before the end, all I really had to do was finish my race. But in the last lap I was probably a little bit too focused on defending ninth place. Unfortunately, I made a similar mistake at the same place as at the beginning. I am really annoyed about that because a stupid mistake like that just may not happen. I feel like a beginner. In the end it was only about ninth and tenth place but since I was already in front of him, you cannot lose your position because of such ridiculousness. Still, it was enough for the top ten, but a single-digit position simply is always a bit nicer."

"Our problem was again our bad starting position, as well as the small mistakes at the beginning. These things cost us the race today. In addition, we have to find out what the reason is that I suddenly cannot get a decent lap time in a session after consistently performing strong during all free practice sessions. I felt super comfortable until the qualifying came up and then the most important session of the weekend was a complete mess. Maybe we need to include our tyre supplier in this analysis and address the issue of quality control. This aspect is sometimes a big question mark for me. You try hard, giving everything at any and feel super comfortable, but suddenly the good feeling has disappeared without a trace. I am doubt about that it is just a matter of me or the bike."

#CatalanGP - Moto2™ Rennergebnis (22 Runden):

1 Luca MARINI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 38´11.103

2 Sam LOWES / GBR / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / +0.981

3 Fabio DI GIANNANTONIO / ITA / HDR Heidrun Speed Up / Speed Up / +4.399

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +15.058

Moto2™ World Standing:

1 Luca MARINI / ITA / KALEX / 150

2 Enea BASTIANINI / ITA / KALEX / 130

3 Marco BEZZECHHI / ITA / 114

11 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / 54