#PortugueseGP: Viel Arbeit für Top-Zehn in Portugal

Marcel Schrötter hat in einem spannenden Rennen am Sonntag auf dem anspruchsvollen Rundkurs von Portimao neun Positionen aufgeholt.

Nach dem enttäuschenden Qualifying tags zuvor brachte das morgendliche Warm-Up einen Umschwung. Bei prächtigem Aprilwetter im Süden Portugals beendete Marcel Schrötter das 20-minütige Training auf Rang sieben und fühlte sich für den Hauptbewerb des Wochenendes gut gerüstet. Die Ausgangsposition mit Startplatz 19 schmälerte jedoch seine Erfolgsaussichten. Schrötter liess sich trotzdem nicht entmutigen und beendete nach einem Blitzstart die erste Runde als 14. bereits in den Punkterängen. Fortan war der 28-jährige Deutsche in ununterbrochene Positionskämpfe verwickelt. Den harterkämpften zehnten Platz nahm er allerdings mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 +15.240:

"Es war auf jeden Fall ein unterhaltsames Rennen, gleichzeitig aber auch ein verdammt schwieriges. Das Hauptproblem war, einen Unterschied zu meinen direkten Gegnern zu finden. Obwohl ich das Gefühl hatte, schneller fahren zu können als sie, gab es kaum ein Vorbeikommen. Ich habe die Fahrer um mir herum genau studiert und ihre Fehler gesehen. Aber ich selbst bin auch nicht fehlerfrei geblieben. Darüber hinaus tauchten in einigen Kurven Probleme mit dem Vorderreifen auf. Ein anderes Mal habe ich in der vorletzten Kurve viel Zeit verloren, weil ich einfach nicht so fahren konnte wie vorher. Aus diesen Gründen kam das ständige Verlieren und wieder Boden gutmachen zu Stande. Hinzu kam auch, dass das Gefühl für das Motorrad und die Reifen anders war als im Warm-Up. Es war unglaublich schwierig konstant und sauber zu fahren. Dieses Rennen war also in vielerlei Hinsicht eine anstrengende Angelegenheit."

"Zudem war auch manchmal Glück dabei, als Cameron Beaubier unmittelbar vor mir mehrmals beinahe gestürzt wäre. In diesen Situationen habe ich mich auch schon im Kiesbett liegen gesehen. Jedenfalls haben wir deswegen jedes Mal viel Zeit verloren, während nachfolgende Fahrer aufholen konnten. Es war von Beginn bis zum Ende ein harter Kampf, weshalb ich nie richtig weiter nach vorne gekommen bin. Von dem her ist das Rennen für mich ein wenig enttäuschend verlaufen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Pace schneller war als die von Cameron, der im Ziel Neunter war. Wenn ich ihn irgendwann überholen hätte können, wäre es zum Schluss bestimmt möglich gewesen, Hector Garzo Platz acht noch streitig zu machen. Am Ende des Tages wäre ein einstelliges Ergebnis einfach schöner und in diesem Bereich auch realistisch gewesen. Nichtsdestotrotz haben wir nach unserer schlechten Ausgangsposition wieder ein ordentliches Rennen abgeliefert. Ich habe gekämpft und alles versucht, um als Sieger meiner Gruppe ins Ziel zu kommen. Es war auch bis zum letzten Meter spannend. In der letzten Runde habe ich vor der letzten Kurve zwei Positionen verloren, aber bis zur Linie wieder einen Platz gutmachen können."

"Ich hätte mir trotzdem ein bissen mehr erhofft. Im Nachhinein betrachtet, können wir aber diesen Ausgang mitnehmen und allemal darauf aufbauen. Ein grosser Dank an das gesamte Team für den Zusammenhalt und die Unterstützung. Wegen unserer miserablen Qualifying-Performance läuft es im Moment sehr zäh. Trotz dieser Rückschläge bleiben aber alle topmotiviert und ziehen immer gemeinsam an einem Strang. Ich bin mir auch sicher, dass es bald wieder vorwärts geht. Abschliessend möchte ich noch kurz meine Verfassung wegen meiner Armprobleme ansprechen. Die Situation war deutlich besser. Natürlich hatte ich manchmal noch Beschwerden, aber längst nicht in jenem Ausmass wie bei den letzten Rennen. Ich habe das Ganze viel besser kontrollieren können. Die Therapie mit Samuel Lindner zeigt also Wirkung und daher werde ich versuchen, diese Methode auch fortzusetzen."

#PortugueseGP - Moto2™ Rennergebnis (23 Runden):

1 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 39´47.377

2 Aron CANET / SPA / Solunion Aspar Team / Boscoscuro / +1.600

3 Remy GARDNER / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / +1.968

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +15.240

Moto2™ WM-Stand:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 56

2 Raul FERNANDEZ /SPA / KALEX / 52

3 Sam LOWES / GBR / KALEX / 50

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 14

EN: Lots of work for a top ten finish in Portugal

In a thrilling race on Sunday, Marcel Schrötter made up nine positions at the demanding Portimao circuit.

After a disappointing qualifying session on Saturday, this morning’s warm-up brought a turnaround. In glorious April weather of southern Portugal, Marcel Schrötter finished this 20-minutes long session in seventh place and felt confident for the main event of the weekend. However, his position in P19 on the starting grid reduced his chances of success. Schrötter nevertheless refused to be discouraged and, after a lightning start, he finished the opening lap in 14th place, racing in the points already. From then on, the 28-year-old German was involved in continuous fights for position. However, he took note of his hard-fought tenth place with mixed feelings.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 +15.240:

"It was definitely an entertaining race, but at the same time an exceedingly difficult one. The main problem was finding a difference to my direct opponents. Although I felt I could go faster than them, there was hardly any getting by. I studied all the riders around me closely and saw their mistakes. But I also did not remain error-free myself either. In addition, problems with the front tyre appeared in some corners. Another time I lost a lot of time in the second last corner because I simply could not go through there this lap like before. These were the reasons for consistently losing and regaining ground. In addition, the feeling for the bike and the tyres was different than in the warm-up. It was incredibly difficult to ride consistently and smooth. So, this race was an exhausting affair in many respects."

"I was also lucky at times, when Cameron Beaubier almost crashed several times directly in front of me. In these situations, I have seen myself also lying in the gravel. In any case, we lost a lot of time every time because of that, while following riders were able to catch up easily. It was a tough battle from start to finish, which is why I never really made more towards the front. From that point of view, the race was a bit disappointing for me. I felt that my pace was faster than Cameron's, who came home in P9 finally. If I had been able to overtake him at some point, it would definitely have been possible to challenge Hector Garzo for eighth place till the end. At the end of the day, a single-digit result would have been simply nicer and realistic in this range. Nevertheless, after our poor starting position we delivered another decent race. I fought and tried everything to finish as the winner of my group. It was also exciting right up to the last metres. On the last lap I lost two positions going into the final corner, but I was able to make up one place by the line."

"I would still have hoped for a bit more. In retrospect, however, we can take this outcome with us and build on it. A big thank you to the entire team for their cohesion and support. Because of our poor qualifying performance, things are very tough at the moment. Despite these setbacks, however, everyone remains highly motivated and always pulls together. I am also sure that things will move forward soon again. Finally, I would like to talk briefly about my condition because of my arm problems. The situation was much better. Of course, I still had complaints sometimes, but not to the same extent as in the last races. I was able to control it much better. So, the therapy with Samuel Lindner shows positive effects and therefore I will try to continue this method."