#StyrianGP: Mit wichtigem Top-Ten in die zweite Saisonhälfte gestartet

Marcel Schrötter musste am Sonntag auf dem malerischen Red Bull Ring alles geben für einen zehnten Platz.

Der Auftakt der zweiten Saisonhälfte an diesem Wochenende im steirischen Spielberg war in vielerlei Hinsicht spannungsgeladen. Vor allem hinsichtlich der Wetterprognosen, die für den Renntag ab Mittag Unwetter vorhersagten. Nach einem nassen Warm-Up am Morgen trocknete die 4,3 Kilometer lange Strecke auf dem Red Bull Ring schnell wieder ab.

Für das zehnte Moto2™ Rennen der aktuellen Meisterschaft gab es also keine Zweifel, was die Abstimmung und Reifenwahl betrafen. Alle Teams und Fahren rollten mit Slicks zur Startaufstellung. Marcel Schrötter, der sich im Warm-Up auf regennasser Strecke schwertat, startete von P10 aus der vierten Reihe. Anfänglich musste der 28-jährige Deutsche zwei Positionen abgeben, bevor er in der Schlussphase immer stärker wurde und seinen Vorderleuten stark einheizte.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 +12.874:

"Es war heute ein typisches Spielberg-Rennen. Hier ist es oft so, dass es viel Hinterherfahren ist, weil die Zeiten so verdammt eng beisammen liegen. In dieser Hinsicht ist diese Strecke einmalig. Wenn man nicht direkt am Hinterrad des Vordermanns ist, dann tut man sich schwer, vorbeizukommen. Für mich war es mühsam, schneller zu fahren, um an den Leuten dran zu sein und zu attackieren. Es war nicht so, dass wir ein Problem gehabt hätten. Es war einfach so, dass ich die meiste Zeit damit zu tun hatte, sauber zu fahren. An ein, zwei Stellen der Strecke musste ich auf der Bremse mehr riskieren, um wieder aufzuholen oder eine Lücke zu schliessen. Über 25 Runden war das eine gewaltige Aufgabe und dabei darf es nicht verwunderlich sein, wenn sich der eine oder andere Fehler einschlichen hat. Es wollte einfach nicht vorwärts gehen, auch wenn ich manchmal gefühlt schneller war als meine Vorderleute."

"Zum Schluss war ich zumindest einigermassen dran. Es war noch ein schönes Duell mit Xavi (Vierge). Zusammen haben wir Sam (Lowes) eingeholt und später auch überholt. Ich habe alles versucht, um gegen Rennende etwas gutzumachen. Dabei hat es ein wenig geholfen, dass ich meine Pace gegenüber den anderen minimal steigern konnte. Das ist sicher ein positiver Aspekt, wenngleich über die gesamte Distanz keine grossen Schritte machbar waren. Hier ist es einfach extrem schwierig, wenn man einmal festhängt, dass man fast keine Möglichkeit hat, nach vorne zu kommen. Da muss man schon etwas Besonderes im Peto haben, so wie Vietti, der plötzlich durchmarschiert ist. Aber wir waren über das gesamte Wochenende nicht schneller, sodass wir damit spekulieren hätten können in die Top-Fünf zu fahren."

"Das Rennen hat gezeigt, es gibt ein paar Punkte, wo wir besser werden müssen. Mein Crew-Chief Michael (Thier) hat auch schon ein, zwei Ideen, die wir dieses Jahr noch nie probiert haben und die vielleicht ganz interessante Ergebnisse bringen könnten. Daher ist es gut, dass wir nächstes Wochenende noch einmal hier sind. Ein zehnter Platz ist trotzdem ok, aber wir werden alles geben, damit wir in einer Woche weiter vorne landen. Auf jeden Fall haben wir heute wichtige Punkte mitgenommen und sogar auf den vierten Gesamtrang aufgeholt. Da tut es nichts zur Sache, dass wir in der Tabelle eine Position zurückgerutscht sind. Doch wie gesagt, bis zum vierten Platz ist alles knapp beisammen und noch vieles möglich. Das Saisonziel muss daher anders ausgelegt werden. Eine Endplatzierung unter den ersten Fünf ist nun anzustreben. Daher gilt es hart weiterzuarbeiten, sodass uns nächste Woche ein wichtiger Schritt in dieser Richtung gelingt."

EN: Important top ten to the start of the second half of the season

On Sunday, however, Marcel Schrötter had to give everything for a tenth place at the picturesque Red Bull Ring.

The start of the second half of the season this weekend in Spielberg, Styria, was tense in many respects. Especially about the weather forecasts, which predicted thunderstorms for race day starting at lunch time. After a wet warm-up in the morning, the 4.3-kilometer track amidst the green mountains of the Styrian Murtal dried out quickly again.

So, for the tenth Moto2™ race of this year’s championship there was no doubt about the set-up and tyre choice. All teams and riders took their respectively starting spot on the grid with slick tyres. Marcel Schrötter, who struggled in the warm-up on a rain-soaked track, started from fourth row in P10. Initially, the 28-year-old German rider had to give up two positions before he became stronger and stronger in the final stage and gave his front runners a strong run for their money.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P10 +12.874:

"It was a typical Spielberg race today. Here it is often the case that there is a lot of chasing because the lap times are so close together. In that respect, this track is really unique. If you are not right at the rear of the guy in front of you, then it is hard to overtake. For me, it was a struggle to go faster to be closer to the guys and attack them. It was not that we had a problem. It was just that I was struggling to ride smooth and clean most of the time. At one or two points on the track I had to risk more on the brakes to catch up again or to close a gap. Over 25 laps that was a huge task and it should not be surprising if one or two mistakes crept in. It just did not want to go forward, even if I sometimes felt faster than the guys in front of me."

"At the end I was somehow better in the game at least. It was still a nice battle with Xavi (Vierge). Together we caught up with Sam (Lowes) and later overtook him. I tried everything to make up some ground towards the end of the race. It was a help that I was able to minimally increase my pace compared to the others. That is certainly a positive aspect, although no big steps were possible over the entire distance. Here it is simply extremely difficult once you are stuck in so that you have almost no possibility of moving forward. You have to have something special up your sleeve, like Vietti, who suddenly stormed through. But we were not faster during the whole weekend, so we could have speculated on finishing in the top five."

"The race showed that there are a few points where we need to improve. My crew chief Michael (Thier) also already has one or two ideas that we have never tried this year and that could perhaps bring quite interesting results. So, it is good that we are here again next weekend. A tenth place is still okay, but we will give everything so that we end up further ahead in a week's time. In any case, we took home important points today and even making up ground to fourth place overall. It does not matter that we slipped back one position in the standings. But as I said, everything is close to fourth place and a lot is still possible. The season's goal therefore has to be set differently now. A final ranking among the top five is to be aimed for now. Therefore, it is important to continue working hard so that we succeed next week in taking an important step in this direction."

#StyrianGP - Moto2™ Race Classification (24 Laps):

1 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 37´29.640

2 Aron CANET / SPA / Aspar Team Moto2 / Boscoscuro / +1.171

3 Augusto FERNANDEZ / SPA / Elf Marc VDS Racing Team / KALEX / +3.260

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +12.874

Moto2™ WM Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 197

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 162

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 153

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 72