#AustrianGP: «Alles richtig gemacht, bis …»

Eine kleine Unachtsamkeit war die Ursache für einen enttäuschenden Abschluss eines ansonsten starken Wochenendes beim zweiten Spielberg-Rennen in der Steiermark.

Marcel Schrötter hatte am Sonntag im elften Saisonrennen alles in seinen Händen, den Sprung unter die ersten Fünf der Gesamtwertung zu machen. Nach dem weniger gut gelungen Qualifying tags zuvor, fand der 28-jährige Deutsche bereits am Morgen im Warm-Up als Vierter wieder auf die Überholspur zurück. Mit einem Blitzstart vom elften Startplatz unterstrich er zudem seine Ambitionen sehr eindrucksvoll.

Als Sechster nach der ersten Runden machte der KALEX-Pilot des deutschen LIQUI MOLY Intact GP Teams im zweiten Umlauf eine weitere Platzierung gut und machte sich fortan auf die Verfolgung der Spitzengruppe. Doch ein harmloser Ausrutscher in der neunten Runde in Kurve eins stoppte seinen Vorwärtsdrang und zerstörte alle Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis mit vielen wichtigen Punkten für die Meisterschaft. Nach dem Sturz fuhr Schrötter das Rennen in aussichtsloser Position zu Ende.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P23 +1´05.584:

"Ich hatte keine Chance, als ich die Kontrolle über das Vorderrad verloren habe. Diese Kurve ist sehr kritisch, da ich auch im Warm-Up schon einmal an der gleichen Stelle in Schwierigkeiten war. Ausserdem hat es dort an diesem sowie auch am letzten Wochenende mehrere Stürze gegeben. Ich weiss nicht, ob ich in dieser Runde irgendetwas falsch gemacht habe. Aber ich habe einfach alles gegeben, weil ich unbedingt an Sam (Lowes) und der Gruppe vor ihm dranbleiben wollte. Mir war klar, wenn ich bis zum Beginn des zweiten Renndrittels den Anschluss halbwegs halten kann, dann geht nach hinten eine Lücke auf. Zum Zeitpunkt des Sturzes gab bereits einen Abstand, auch wenn ich nicht weiss, wie gross der war. Ein anderer Fahrer konnte mir zwar folgen, aber auf die nächsten hatten wir schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Ich denke, das Rennen wäre ab dem zweiten Drittel bis zum Schluss gut zu managen gewesen und wenn man dabei ist, kann vorne schnell auch mal was passieren und plötzlich kämpft man um das Podium. Aber soweit sollte es nicht kommen."

"Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich bis dahin alles richtig gemacht habe. Mein Start war super und die ersten Runden waren wirklich stark. Ich habe gut reingehalten und die Leute der Reihe nach überholt. Ausserdem waren alle direkten Gegner, mit den wir in der Punktetabelle kämpfen, hinter uns. Eine Ausnahme war Ogura, der heute wieder sehr stark unterwegs. Aber die anderen, wie Di Giannantonio oder Canet, waren aber hinter mir. Die Chancen waren also sehr gross, viele Punkte mitzunehmen. Darüber hinaus hätte uns ein mögliches Top-Fünf-Ergebnis wieder einmal gutgetan. Es tut unglaublich weh, so ein aussichtsreiches Rennen weggeschmissen zu haben. Aber wenn man alles versucht, um an der Spitze dranzubleiben oder noch weiter nach vorne zu kommen, weil mit einem fünften Platz gibt man sich in diesem Moment ja auch nicht zufrieden, kann das passieren. Trotzdem ist es sehr, sehr bitter und ich bin riesig enttäuscht. Ich hoffe aber, dass unsere harte Arbeit bald belohnt wird. Wir müssen die positiven Aspekte von diesem Wochenende mitnehmen. Wir haben gesehen, dass wir stark aufgeholt haben und in der Spitzengruppe wieder eine Rolle spielen können. Wenn wir noch ein bisschen was finden, dann schaffen wir bestimmt auch den Schritt nach ganz vorne. In zwei Wochen werden wir jedenfalls so weitermachen."

EN: «All done right, till …»

A little carelessness was the cause of a disappointing conclusion to an otherwise strong weekend at the second Spielberg grand prix in Styria.

At round eleven of the season, Marcel Schrötter had everything in his hands on Sunday to make the leap into the top five of the overall standings. After a less successful qualifying session on the previous day, the 28-year-old German rider was already back on the fast track during this morning’s warm-up when he finished in fourth place. With a lightning start from eleventh on the starting grid, he also impressively underlined his ambitions.

Racing in sixth place after the first lap, the KALEX rider from the German LIQUI MOLY Intact GP team made up another position in the second lap and from then on he set off in pursuit of the leading group. But a harmless fall on the ninth lap in turn one halted his forward momentum and dashed all hopes for a top result with many important points for the championship. After the crash, Schrötter finished the race in a hopeless position.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P23 +1´05.584:

"I had no chance when I lost control of the front at this time. This corner is very critical place, because I was in trouble at the same place once before during warm-up. In addition, there have been several crashes there this weekend as well as last weekend. I do not know if I did anything wrong in this lap. But I just gave everything because I really wanted to keep up with Sam (Lowes) and the group in front of him. I knew that if I could keep up with him until the start of the second third of the race, there would be a gap opening to the following riders. At the time of the crash there was already a gap, although I do not know how big it was. Another rider was able to follow me, but we already had a small advantage on the next ones. I think the race would have been good to manage from the second third to the end and when you are in the game, something can happen quickly at the front and suddenly you find yourself fighting for the podium. But it did not have come to that."

"Nevertheless, I am sure I did everything right up to that point. My start was great, and the first laps were really strong. I did well hold against the others and overtook people one after the other. Besides, all the direct opponents we were fighting with in the points table were behind us. One exception was Ogura, who was very strong again today. But the others, like Di Giannantonio or Canet, were behind me. So, the chances were very high to take a lot of points. In addition, a possible top-five result would have done us good once again. It hurts incredibly to have thrown away such a promising race. But when you try everything to keep up with the front runners or to get even further ahead, because you are not satisfied with fifth place at that moment, something like that can happen. Nevertheless, it is very, very bitter and I am extremely disappointed. But I hope that our hard work will be rewarded soon. We have to take the positive aspects from this weekend as it was clearly to see that we have made up a lot of ground and can play a role in the top group again. If we can find a little more, then we definitely will make it up to the top end. In any case, we will continue like this in two weeks."

#AustrianGP - Moto2™ Race Classification (25 Laps):

1 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 37´19.890

2 Ai OGURA / JPN / IDEMITSU Honda Team Asia / KALEX / +0.845

3 Augusto FERNANDEZ / SPA / Elf Marc VDS Racing Team / KALEX / +2.747

23 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +1´05.584

Moto2™ World Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 206

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 187

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 159

9 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 72