#EmiliaRomagnaGP: Ein Punkt wenig Lohn für grosse Anstrengungen

Im sonntägigen Misano-Rennen gab es aus der Sicht von Marcel Schrötter eine Parallele zu jenem vor fünf Wochen auf der gleichen Rennstrecke in Italien, indem der KALEX-Pilot abermals in der Schlussphase stärker wurde.

Anders als beim San Marino-Grand-Prix musste der 28-jährige Marcel Schrötter dieses Mal von zwei Startreihen weiter hinten losfahren. Nach einer brauchbaren ersten Runde kam es aber im folgenden Umlauf zu einer Berührung mit dem Italiener Marco Bezzecchi. Beide konnten mit Geschick einen Sturz vermeiden.

Nach diesem Zwischenfall fand sich Schrötter jedoch in aussichtsloser Position wieder. Entschlossen versuchte er eine Aufholjagd zu starten. Die Bedingungen waren am Renntag mit schönem Wetter ungleich besser als an den Trainingstagen. Trotzdem machten dem ehrgeizigen Athleten von Anfang an massive Grip-Probleme zu schaffen.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

Rennen: P15

"Das Wochenende hat mit dem nassen FP1 am Freitagvormittag eigentlich gut begonnen und am Nachmittag war es trotz wechselnder Streckenverhältnisse auch noch ganz ok. Aber es hat sich schnell herausgestellt, dass wieder einmal einfach nichts zu unserem Gunsten aufgehen wollte. Es lag weniger an der Leistung als vielmehr an unglücklichen Umständen. Am Ende einer Session sind wir jedenfalls immer ohne anständiges Resultat dagestanden. Im Rennen war es nicht anders. Nach dem Start habe ich wie ein verrückter reingehalten und auch gleich einige Positionen gutgemacht. Ich denke, es war in der zweiten Runde, als Bezzecchi in einer Kurve ganz innen reinstechen wollte. Ich habe sofort die Linie zugemacht und dabei kam es zu einer Berührung. Er ist sogar bei mir hängengeblieben und hatte grosses Glück, dass er nicht gestürzt ist. In diesem Moment bin ich aber weit zurückgefallen."

"Abgesehen davon hatte ich in der Anfangsphase unglaublich viel Mühe klarzukommen, da ich absolut keinen Grip hinten hatte. Es war unglaublich schwer zu fahren. Aus diesem Grund war ich die meiste Zeit der Distanz einfach zu langsam. Erst die letzten Runden, als sich die Balance des Motorrades ein wenig verändert hat, und das Gewicht weniger wurde, waren einigermassen ok. Zuvor hatte ich neben den Grip-Problemen auch auf der Bremse grosse Schwierigkeiten. Ich konnte kaum eine Kurve ordentlich anbremsen, bin oft geradeaus gefahren und manchmal sogar meinen Vordermann fast hinten reingefahren, weil das Motorrad nicht richtig verzögert hat. Es ist sehr ärgerlich, dass wir einmal mehr gute Punkte liegengelassen haben. Trotz dieser erschwerenden Umstände noch einen Punkt mitzunehmen, ist auf dem gesamten Rennverlauf mit einigen Stürzen gegen Rennende zurückzuführen. Unter normalen Umständen wäre aber auch von unserer sehr ungünstigen Ausgangsposition ein Top-Zehn möglich gewesen. Davon bin ich überzeugt."

EN: A single point little rewards for great efforts

From Marcel Schrötter's point of view, there was a parallel in Sunday’s Misano race to that one five weeks ago at the same circuit in Italy, as the KALEX rider got stronger in the closing stages again.

Unlike at the San Marino Grand Prix, 28-year-old Marcel Schrötter had to start from two rows further back on the starting grid this time. After a useful first lap, however, it came to a contact with Italian Marco Bezzecchi in lap two. Both were able to avoid a crash with skill.

After this incident, however, Schrötter found himself in a hopeless position. Determined, he tried to recover in the best possible way. conditions on race day with fine weather were incomparably better than on the previous days of practice. Nevertheless, the ambitious athlete was troubled by massive grip problems right from the start.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

Race: P15

"The weekend actually started well with FP1 in the rain on Friday morning and in the afternoon, it was still okay despite changable track conditions. But it quickly became apparent that, once again, just nothing wanted to work out in our favour. It was less down our performance than to unfortunate circumstances. At the end of each session, we always were left without a decent result. It was no different in the race. After the start I went in like a madman and immediately made up a few positions. I think it was on the second lap when Bezzecchi tried to get through on the inside of a corner. I immediately closed the line and there was a contact. He even got stuck with me and was very lucky not having crashed. At that moment, however, I lost several positions."

"Apart from that, I had an incredible amount of trouble getting along in the early stages because I had absolutely no rear grip. It was incredibly difficult to ride. For this reason, I suffered a lot, and I was simply too slow for most of the distance. Only the last few laps were okay to some extent, when the balance of the bike changed a bit, and its weight became less. Before that, in addition to our grip issues, I also had big difficulties on the brakes. I hardly could brake properly into a corner, often went straight and sometimes even almost hit the rider in front of me because the bike did not decelerate properly. It is very annoying that we have once again lost good points. Despite these aggravating circumstances to take a point is due to the entire race with some crashes towards the end. Under normal circumstances, however, a top ten would have been possible even from our very unfavourable starting position. I am convinced of that."

#EmiliaRomagnaGP - Moto2™ Race Classification (25 Laps):

1 Sam LOWES / GBR / Elf Marc VDS Racing Team / KALEX / 40´25.180

2 Augusto FERNANDEZ / SPA / ELF Marc VDS Racing Team / KALEX / +1.233

3 Aron CANET / SPA / Aspar Team Moto2 / Boscoscuro / +1.400

15 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +36.240

Moto2™ World Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 280

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 262

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 206

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 85