#AlgarveGP: Zielsetzung erreicht in turbulenten Portimao-Rennen

Marcel Schrötter hatte sich für das vorletzte Saisonrennen auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt einen leichten Aufwärtstrend vorgenommen. Ein gelungenes Warm-Up am Sonntagmorgen war die Basis für Platz zehn im Rennen, womit ihm sein Vorhaben aufgegangen ist.

Der Renntag auf dem Autódromo Internacional do Algarve hatte die besten Bedingungen des Wochenendes parat. Bei erneut herrlichem Sonnenschein war der Wind ungleich weniger als an den vergangenen zwei Trainingstagen.

Für Marcel Schrötter begann der Tag mit einem starken Warm-Up, das sich als perfekte Vorbereitung für das Rennen erwies. Der 28-jährige Deutsche landete in dieser Session auf dem fünften Platz, war aber besonders mit seiner konstanten Pace zufrieden. Im Rennen, dass er von P15 in der fünften Startreihe in Angriff nahm, ging es anfänglich drunter und trüber. Schrötter machte am Start drei Plätze gut und war schnell in den Kampf um einen Top-Zehn-Platz involviert.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

Rennen: P10 +13.286

"Mit diesem zehnten Platz können wir zufrieden sein. Es wird deswegen bestimmt kein Freudentaumel aufkommen. Aber nach etlichen mühsamen Rennen ist uns endlich wieder einmal gelungen, ein einigermassen ordentliches Ergebnis einzufahren. Die Gesamtperformance in diesem anstrengenden 23 Runden gibt aber Anlass zur Zuversicht. Mit nur 13 Sekunden Rückstand auf die Siegerzeit ins Ziel zu kommen, noch dazu von Platz 15 kommend, ist nicht schlecht. In den ersten fünf, sechs Runden verliert man von dort hinten gut und gerne mehr als die Hälfte allein schon wegen der Zweikämpfe. Ich denke, es kann sich allemal sehen lassen. Zudem habe ich meine persönliche Zielsetzung erreicht. Darüber bin ich froh."

"Es hat mit einem starken Warm-Up begonnen. Nicht nur die Platzierung hat das Selbstverstrauen gestärkt, sondern vielmehr die Tatsache, dass unser Versuch mit der härteren Reifenoption aufgegangen ist. Wir wollten sehen, wie die Pace mit dieser Mischung ist. Zu unserem Erstaunen war sie fast identisch wie mit dem weicheren Reifen. Daher gab es für uns keine Zweifel, was die Reifenwahl für das Rennen angeht. Letztendlich haben wir doch noch überlegt, da es bis zum Rennen deutlich wärmer geworden ist. Asphalttemperaturen im Bereich von 25 bis 30 Grad sind das maximale Fenster, in dem diese Option funktioniert. Aber wir hatten nichts zu verlieren und da unsere Pace am Vormittag sehr gut damit war, haben wir uns so entschieden."

"Hinzu kamen die Erfahrungen von den Trainings, wo bei vielen anderen nach zehn, elf, zwölf Runden der Drop mit dem 1er Reifen extrem war. Das hätte im Rennen ebenso leicht passieren können und dann verliert man nicht nur drei oder vier Zehntelsekunden, sondern gleich bis zu einer Sekunde. Leider hat sich in dieser Hinsicht nicht so viel getan. Wahrscheinlich haben wegen der wärmeren Temperaturen viele ihre Pace halten können. Ich hingegen habe am Anfang diese zwei, drei Zehntelsekunden vermisst, um in den Kampf um Platz sechs eingreifen zu können. Nichtsdestotrotz können wir mit dem heutigen Tag zufrieden sein. Wir werden dennoch hart weiterarbeiten müssen. Dieses Wochenende war im Generellen nicht ganz so verkehrt, auch wenn wir in FP3 wieder einen Durchhänger hatten. Aber wir waren teilweise näher dran als sonst und an diesem Punkt werden wir weitermachen. In Valencia in einer Woche werden wir nochmals alles geben, um diese Saison mit einem weiteren soliden Top-Zehn-Ergebnis abzuschliessen. Ein grosser Dank an das gesamte Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Wir geben nicht auf und werden bis zum Schluss weiterkämpfen."

EN: Objective achieved in a turbulent Portimao race

Marcel Schrötter had set his sights on a slight upward trend for the penultimate race of the season at what is arguably the world's most demanding circuit. A successful warm-up on Sunday morning was the basis for tenth place in the race.

Race day at the series’ second visit this year to the Autódromo Internacional do Algarve offered the best conditions of the weekend. With bright skies once again, the wind was much less than on the previous two days of practice.

For Marcel Schrötter, Sunday began with a strong warm-up that proved to be the perfect preparation for the race. The 28-year-old German finished in fifth place but was particularly pleased with his consistent pace. In the race, which he tackled from P15 in fifth row of the starting grid, things initially went haywire. Schrötter made up three places at the start and was quickly involved in the fight for a top ten position.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

Race: P10

"We can be satisfied with this tenth place though it certainly will not cause any rejoicing. But after a number of arduous races, we finally managed to score a decent result once again. But the overall performance in this exhausting 23-lap race gives reason for confidence. To finish just 13 seconds behind the race winner’s time, and coming from 15th spot to boot, is not bad because in the first five or six laps, you easily lose more than half the time coming from the midfield, if only because of the duels. I think it is certainly something to be proud of. In addition, I achieved my personal goal so, I am happy about that."

"All began with a strong warm-up this morning. It was not just the position that boosted confidence, but rather the fact that our experiment with the harder tyre option worked out. We wanted to see what the pace was like with this compound. To our astonishment, it was almost identical to that with the softer tire. So, there was no doubt in our minds about tyre choice for the race. In the end, we did have second thoughts, as it had become much warmer by the time of the race. Asphalt temperatures in the range of 25 to 30 degrees are the maximum window in which this option works. But we had nothing to lose and since our pace in the morning was very good with it, we decided that way."

"In addition, there was the experience from practice sessions, where many others had an extreme drop with the No. 1 tyre after ten, eleven or twelve laps. That could just as easily have happened in the race and then you lose not just three or four tenths of a second, but up to a second. Unfortunately, not so much has happened in this respect. Probably because of the warmer temperatures, many other riders were able to keep their pace. I, on the other hand, missed those two or three tenths of a second at the beginning to be able to take part in the fight for sixth place. Nevertheless, we can be satisfied with today. However, we will have to keep working hard. In general, this weekend was not all that bad, even though we had another lull in FP3. But we were closer than usual in parts, and we will continue to work on this point. In Valencia in a week's time, we will give everything again to finish this season with another solid top ten result. A big thanks to the whole team for their tireless efforts. We are not giving up and will keep fighting until the end."

#AlgarveGP - Moto2™ Race Classification (23 Laps):

1 Remy GARDNER / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 39’36.275

2 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / +3.014

3 Sam LOWES / GBR / Elf Marc VDS Racing Team / KALEX / +3.899

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +13.286

Moto2™ World Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 305

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 282

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 214

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 91