#JerezTest: Produktiver Reifentest beendet 2021

Marcel Schrötter und sein LIQUI MOLY Intact GP Racing Team sind noch einmal in diesem Jahr nach Südspanien gereist, um für Moto2™ Reifenlieferant Dunlop wichtige Tests zu erledigen.

Marcel Schrötter und sein deutscher Rennstall waren nicht allein auf der Strecke von Jerez de la Frontera, sondern alle anderen wichtigen Moto2-Teams folgten ebenso der Einladung des britischen Reifenherstellers. Bei guten Bedingungen gab es drei Experimentalrennreifen einen Ausdauertest zu unterziehen und Dunlop Aufschlüsse und Eindrücke über deren Verhalten während einer Rennsimulation zu liefern. Schrötter fuhr an diesem Montag 81 Runden auf dem 4,2 Kilometer langen Circuito de Jerez, wobei auf Rundenzeiten absolut kein Fokus lag.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX):

"Es war ein sehr intensiver Testtag für uns alle. Wir hatten sehr genaue Vorgaben, worauf zu achten war. Hauptsächlich ging es darum, möglichst viele Runden auf diese drei neuen Reifentypen draufzufahren, die Dunlop für diesen Test gebracht hat. Im Idealfall sollte es jeweils etwas mehr als eine Renndistanz am Stück gewesen sein. Dieses Programm haben wir exakt durchgezogen und den ganzen Tag nicht einmal irgendetwas am Motorrad verändert, sondern bis auf minimale Anpassungen alle Rennsimulationen mit der gleichen Standardabstimmung für Jerez erledigt. Es hätte bestimmt nicht geschadet, ein paar Kleinigkeiten zu ändern, damit ich in den schnellen Kurven etwas mehr Vertrauen gehabt hätte. Letztendlich war es aber egal, weil es gar nicht darauf ankam, ein paar Zehntel schneller zu sein oder nicht. Am Ende des Tages können wir trotzdem zufrieden sein, da wir unsere Aufgaben ordnungsgemäss erledigt haben. Wir haben Dunlop sehr viele dieser Informationen geliefert, die sie haben wollten und nun auswerten und verarbeiten können."

"Ich denke, ich bin noch nie in meiner Karriere mehr als drei Renndistanzen am Stück an einem Tag gefahren. Dreimal 27 Runden hintereinander machen sich nun ein bisschen bemerkbar. Aufgrund des straffen Testplans habe ich versucht, meine Reserven gut zu einteilen. Es war auch nie eine Zeitattacke geplant, weil die Rundenzeiten gar nicht im Vordergrund standen. Daher war es auch nicht meine Absicht im ersten Run gleich wie ein Verrückter loszulegen, um dann im Zweiten nach Hälfte der Distanz womöglich einzubrechen, wohlwissend dass noch eineinhalb Distanzen zu fahren sind. Also war ich darauf bedacht, einfach nur die Runden konstant abzuspulen, auch wenn ich nicht unbedingt schnell war. Aber das war vollkommen nebensächlich, da es einfach nur darum ging, Informationen an Dunlop zu liefern, wie sich die Reifen verhalten haben, und ich denke, dass wir diese Aufgabe ordentlich erledigt haben. Für mich persönlich konnte ich natürlich ebenfalls ein paar Sachen ausprobieren, die ich für nächstes Jahr mitnehmen kann. Aber am Motorrad gab es nichts Neues auszuprobieren. Insgesamt betrachtet war es dennoch ein sehr nützlicher Tag. Ich denke, für diesen Abschluss haben wir uns ein paar Bierchen verdient."

EN: Productive tyre test concludes 2021 on-track activities

Marcel Schrötter and his LIQUI MOLY Intact GP Racing Team headed still once more to southern Spain this year to complete important tests for Moto2™ tyre supplier Dunlop.

Marcel Schrötter and his German racing team were not alone at the Jerez de la Frontera track, but all the other major Moto2 teams also followed the invitation of the British tyre manufacturer. In good conditions there were three experimental race tyres to undergo an endurance test and to provide Dunlop with information and impressions about their behaviour during a race simulation. Schrötter completed 81 laps at the challenging 4.2 kilometres long Circuito de Jerez on Monday, with absolutely no focus on lap times.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX):

"It was a very intensive test day for all of us. We had very precise instructions on what to look out for. The main thing was to do as many laps as possible on the three new types of tyres that Dunlop has brought for this test. Ideally, it should have been a somewhat more than a race distance at a time. We followed this program exactly and in doing so, we did not even change anything on the bike all day long although, apart from minimal adjustments we did all the race simulations with the same standard set-up for Jerez. It certainly would not have been wrong to change a few little things so that I would have had a bit more confidence in the fast corners. In the end, though, it did not matter at all whether we were a few tenths faster or not. At the end of the day, we can still be satisfied because we did our jobs properly. We gave Dunlop a lot of that information they wanted, and they can it now evaluate and process."

"I do not think that I have ever done more than three race distances in a row in one day in my career. Three times 27 laps in a row are now making itself to feel a bit. Because of the tight testing schedule, I tried to manage my reserves well. A time attack was never planned because lap times were not the focus today. That was why it was not my intention to start like a madman in the first run and then possibly collapse halfway through the second, knowing full well that there was still a distance and a half to go. So, I was intent on just reeling off the laps consistently, even if I was not necessarily fast. But that was completely beside the point, as it was simply a matter of providing information to Dunlop on how the tyres were behaving, and I think we did that job good. For me personally, of course, I was also able to try out a few things that I can take with me for next year though, there was nothing new to try out with the bike. Overall, it was still a very useful day. I think we deserved a few beers for this conclusion."