#SpanishGP: Positiver Auftakt im warmen Jerez

Obwohl Marcel Schrötter am ersten Trainingstag beim Gran Premio de Espana nicht ganz das Maximum herausholen konnte, war er mit dem Erreichten zufrieden.

Das sechste Saisonmeeting der Moto2-Weltmeisterschaft begann am Freitagmorgen bei schönem Wetter, aber alles andere als klaren Streckenbedingungen. Ein heftiger Gewitterschauer am Donnerstagabend hatte seine Spuren hinterlassen, da im Verlauf einer Runde auf dem 4,4 Kilometer langen Circuito de Jerez viele nasse Stellen waren. Es sollte bis Mittag dauern, bis der Asphalt vollständig abgetrocknet war.

Für den 29-jährigen Marcel Schrötter begann das erste Training sehr ermutigend. In der Anfangsphase waren seine Rundenzeiten gut genug für die Top Fünf. Der KALEX-Pilot und seine Crew entschieden sich jedoch, die Session mehr mit Blick auf den Renntag in Andalusien zu nutzen. Mit der gleichen Strategie ging man auch ins FP2 am Nachmittag. Erst in den Schlussminuten kam erstmals die weichere Variante des Hinterreifens zum Einsatz. Damit wollte Schrötter seine Zeitenjagd aber nicht optimal gelingen. Trotz einer Verbesserung seiner Rundenzeit rutschte er vorübergehend aus den Top 14 heraus. Nach P16 in der kombinierten Zeitenliste vom Freitag blickt Schrötter dennoch mit Zuversicht auf das entscheidende FP3 am Samstagmorgen. In dieser Session geht es um die direkte Qualifikation für Q2.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

FP1: P14 – 1´42.709 (17/17) / FP2: P15 - 1´42.585 (14/17)

"Im Allgemeinen war es heute in Ordnung. Am Morgen hatten wir einen guten Start in das Wochenende und ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt, was das Wichtigste ist. Ausserdem war ich gut drauf, hatte Spass beim Fahren, und auch das Motorrad funktionierte gut. Aufgrund dieser Tatsachen haben wir gegen Ende des FP1 keinen weichen Reifen aufgezogen. Abgesehen davon wollten wir uns einen für später aufheben und weiter an der Abstimmung arbeiten, um zu sehen, wie die Pace mit der härteren Option ist. Abgesehen davon haben wir einen anderen Vorderreifen ausprobiert, damit wir uns frühzeitig Klarheit verschaffen konnten. Es kommt sehr oft vor, dass am Samstagmorgen die Überlegung aufkommt, doch noch einen Versuch mit der anderen Option zu starten. Aber nach dem FP1 wissen wir, dass wir diese Option definitiv ausschliessen können. Am Ende waren wir mit unserer Leistung und Position zufrieden, weil wir im Gegensatz zu den meisten anderen mit dem harten Reifen durchgefahren sind. Was die Pace angeht, waren wir genauso gut."

"Nach Änderungen am Motorrad haben wir in FP2 wieder mit dem harten Reifen begonnen, aber mit einem frischen. Wir wollten mit der gleichen Reifenkombination starten, um einen Vergleich zu haben. Ich brauchte ein paar Runden, um in Schwung zu kommen. Aber dann konnte ich ähnliche Rundenzeiten wie im ersten Training fahren, auch wenn es wärmer war. Unter diesen Bedingungen war es ein bisschen schwieriger. Trotzdem war es sehr positiv, was wir herausgefunden und erreicht haben. Leider konnte ich dann, wie so oft, das Potenzial des weicheren Reifens nicht ausschöpfen. In meiner ersten Runde hatte ich einen Rutscher. Zwei Runden später, was meine Beste gewesen wäre, wurde ich etwas aufgehalten. Danach habe ich versucht, noch das Beste herauszuholen. Dabei konnte ich mich auch ein wenig verbessern. Aber für einen Platz unter den ersten 14 hat es nicht gereicht. Der Ausgang ist also wieder ein bisschen enttäuschend. Aber unsere Pace war okay und ich fühle mich insgesamt gut. Das ist positiv, ebenso wie die Tatsache, dass wir etwas ausprobieren konnten. Dabei ist es uns gelungen, einige Fragezeichen zu beseitigen. Zumindest können wir sie vorerst beiseiteschieben und haben für morgen früh noch zwei weiche Reifen zur Verfügung. Damit werden wir voll angreifen, um direkt ins Q2 zu kommen."

EN: Positive opening day in warm and sunny Jerez

Although Marcel Schrötter was not able to pull out the maximum on day one of practice at the Gran Premio de Espana, he was satisfied with what he had achieved.

Round six of the Moto2 season got underway in fine weather on Friday morning, but anything but clear track conditions. A heavy thunderstorm on Thursday evening had left its mark, as there were many wet spots along a lap at the 4.4 kilometres Circuito de Jerez in southern Spain. It was to take until lunch time that the tarmac dried out completely.

For 29-year-old Marcel Schrötter, free practice one got off to a very encouraging start. In the early stages, his lap times were good enough to found himself in the top five. However, the KALEX rider and his crew decided to use the session more with an eye on race day in Andalusia and they went into FP2 in the afternoon with the same strategy. Only in the final minutes, the softer rear tyre was used for the first time. However, Schrötter did not want to succeed optimally in his final chase to improve his lap time. Despite an improvement, he temporarily slipped out of the top 14. After P16 in the combined timesheets from Friday, Schrötter nevertheless looks with confidence to the decisive FP3 on Saturday morning. This session will be about the direct jump into Q2.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX)

FP1: P14 – 1´42.709 (17/17) / FP2: P15 - 1´42.585 (14/17)

"In general, it was okay today. In the morning we had a good start to the weekend, and I felt very comfortable from the beginning, which is the most important thing. Besides, I was in good shape, having fun out there on track and the bike also was working well. Because of these facts, we did not put in a soft tyre towards the end of FP1. Apart from that, we wanted to save one for later and continue working on the set-up to see how the pace is with the harder option. Apart from that, we tried a different front tyre so we could get some early clarity. It happens very often that on Saturday morning the consideration comes up to start a trial with the other option after all. But after FP1 we know that we can definitely rule out this option this weekend. In the end we were happy with our performance and position because, unlike most of the others, we went through with the hard tyre. In terms of pace, we were just as good."

"After some changes to the bike, we started FP2 with the hard tyre again, but with a new one. We wanted to start with the same combination to get a comparison. It needed a few laps to get going but then I was able to do similar lap times to the first session, even though temperatures increased a lot. Under these warmer conditions it was a bit more difficult to ride. Still, it was very positive what we found out and achieved today. Unfortunately, as is often the case, I was then unable to exploit the full potential of the softer tyre. On my first lap I almost high-sided. Two laps later, which would have been my best, I run into some traffic. After that I tried to get the best out of it. In doing so, I was also able to improve a little bit, but it was not enough for a position among the top 14. So, the outcome is a bit disappointing again. But our pace was okay, and I feel good overall. That is positive, as is the fact that we were able to try something out. In the process, we managed to eliminate a few question marks. At least we can put them aside for now and still have two soft tyres available for tomorrow morning. With that, we will be in full attack mode to get straight into Q2."

#SpanishGP - Moto2™ Combined Free Practice Times (FP1/FP2):

1 Jake DIXON / GBR / Autosolar GASAGAS Aspar Team / KALEX / 1´41.646 (FP2)

2 Augusto FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´41.898 +0.252 (FP2)

3 Ai OGURA / JPN / IDEMITSU Honda Team Asia / KALEX / 1´42.009 +0.363 (FP2)

16 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´42.585 +0.939 (FP2)

#SpanishGP - Moto2™ Time Schedule for Saturday April 20th (CET):

10:55 - 11:35 FP3

15:10 - 15:25 Q1

15:35 - 15:50 Q2