#ValenciaGP: Noch einmal All-in im letzten Rennen

Marcel Schrötter kam am Samstag in Valencia trotz guter Leistung im Qualifying nicht über die achte Startreihe hinaus.

Für den 29-jährigen Marcel Schrötter geht am Sonntag ein Abschnitt seiner Karriere zu Ende. Sein Abschiedswochenende von seinem deutschen LIQUI MOLY Intact GP Team und der hart umkämpften Moto2-Klasse hatte sich der langjährige Grand-Prix-Pilot sicherlich anders vorgestellt. Trotzdem liess Schrötter nichts unversucht, um sich mit einem guten Startplatz eine gute Ausgangsposition für seinen letzten Grand Prix zu sichern.

Bei besten Bedingungen begann Schrötter den Samstag mit einer 1´35.360 im dritten freien Training. Damit verbesserte er seine Rundenzeit im Vergleich zum Freitag um acht Zehntelsekunden. Trotz dieser deutlichen Verbesserung verpasste er als 16. nur knapp die Top 14, die für den direkten Einzug ins Q2 nötig sind. In Q1 fuhr Schrötter bei herrlichem Wetter noch einmal 0,2 Sekunden schneller. Doch trotz dieser guten Leistung reichte es erneut nicht für die Qualifikation für Q2. Der ehrgeizige Rennfahrer aus Oberbayern hofft jedoch, im langen Rennen über 25 Runden möglichst viele Plätze gut zu machen.

Das titelentscheidende Rennen beim Saisonfinale wird am Sonntag zur gewohnten Zeit um 12:20 Uhr MEZ gestartet.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 22 - 1´35.165 (5/10)

"Natürlich wäre es schön gewesen, noch eine Chance zu haben, in Q2 einen guten Startplatz zu erreichen oder zumindest darum zu kämpfen. Aber wenn man es nicht direkt ins Q2 schafft, dann besteht das Risiko, dass man es mit Kalibern zu tun bekommt, die für einen Sieg gut sind. Drei solcher Fahrer, die in den freien Trainings nicht schnell genug waren für die Top 14, landeten heute unter den ersten Neun der Startaufstellung. Das zeigt das hohe Niveau in dieser Klasse und auch, dass nicht nur die schlechten Fahrer in Q1 ein Qualifying bestreiten. Trotzdem denke ich, dass ich ein ordentliches Qualifying gefahren bin. Es war vielleicht nicht ganz optimal, denn wie man sehen konnte, habe ich im letzten Sektor jedes Mal etwas liegen lassen. Aber ich habe alles gegeben, und das war das Maximum, das ich mit dem Motorrad fahren konnte und fühlte. Es ist immer noch so, dass ich meinen Stil nicht fahren kann. Natürlich muss man sich an die Situation anpassen, aber aus irgendeinem Grund funktioniert die Anpassung nicht so, wie ich es mir erhoffe."

"Es ist schwierig, so zu fahren, um das Motorrad immer so gut wie möglich unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig ist es kaum möglich, nach dem Motto 'Augen zu und durch' mit Leichtigkeit drei oder vier Zehntel zu finden und konkurrenzfähiger zu sein. Es ist schade, dass wir es nicht besser hinbekommen haben, denn ich habe das Gefühl, dass mehr Potenzial vorhanden ist. Ich suche auch nicht nach Ausreden, ich schaffe es einfach nicht, mit dem, was ich habe, schneller zu fahren. Trotzdem werde ich im morgigen Rennen alles geben, damit wir wenigstens in die Punkteränge fahren. Oder wer weiss, vielleicht läuft es ja gut und es geht in Richtung Top 10. Es kann so viel passieren, und wie wir wissen, sind 80 Prozent unserer Rennen besser als die Trainings. Deshalb liegt der ganze Fokus darauf. Abgesehen davon ist Valencia eine schwierige Strecke, um zu überholen. Von unserer Startposition aus werden die ersten Runden sicherlich sehr chaotisch sein, aber dann geht es über eine sehr lange Distanz. Ich werde jede Runde verbissen kämpfen und hoffentlich haben wir am Ende noch ein bisschen etwas zum Feiern, bevor wir auseinandergehen."

🇬🇧 All-in one more time in the last race

Despite performing well on Saturday in Valencia, Marcel Schrötter did not get beyond eighth row of the starting grid.

For 29-year-old Marcel Schrötter, a stage in his career comes to an end on Sunday. The long-time participant in grand prix racing certainly had imagined his farewell weekend from his German LIQUI MOLY Intact GP team and the highly competitive Moto2 class to be different. Nevertheless, Schrötter left no stone unturned in order to secure a good starting position for his final Grand Prix with a good grid position.

In again best conditions Schrötter started Saturday with a 1´35.360 in free practice three. He thus improved his lap time by eight tenths of a second compared to Friday. Despite this significant improvement, he finished 16th, just missing out on the Top 14 needed for direct entry into Q2. In Q1, Schrötter went another 0.2 seconds faster in glorious weather. But despite this good performance, it was again not enough to qualify for Q2. However, the ambitious racer from Upper Bavaria hopes to make up as many places as possible in the long race over 25 laps.

The title-deciding race at the season’s finale will start at the usual time of 12:20 CET on Sunday.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position: 22nd - 1´35.165 (5/10)

"Of course, it would have been nice getting a chance to secure a good grid position in Q2 or at least fight for it. But if you do not make it directly into Q2, then there is a risk that you will be up against against heavy guns that are good for winning races. Three such riders who were not fast enough for the top 14 in free practice sessions ended up among the top nine on the grid today. That shows the high level in this class and also that not only bad riders contesting in Q1. Nevertheless, I think I put in a decent performance during today’s qualifying. It was perhaps not quite optimal, because as you could see, I lost time in the last part of the track every time. But I gave everything and that was the maximum I could and felt I could do with the bike. It is still the case that I cannot ride my style. Of course, you have to adapt to the situation, but for some reason the adaptation is not working the way I hope for."

"It is difficult to ride like that, to always keep the bike under control as well as possible. At the same time, it is hardly possible to find three or four tenths with ease and be more competitive according to the motto 'close your eyes and go for it'. It is a pity we did not manage it better, because I feel there is more potential. I am not looking for excuses either, I just cannot manage to go faster with what I have. Nevertheless, I will give everything in tomorrow's race so that we at least finish in the points. Or who knows, maybe it will go well, and it will go towards the top 10 for us. So much can happen, and as we know, 80 percent of our races are better than practice sessions. That is why all the focus is on that. Apart from that, Valencia is a difficult track to overtake. From our starting position, the first laps certainly will be very chaotic, but then it is goes for a very long distance. I will be fighting doggedly every lap and hopefully we will have something to celebrate at the end before we part ways."

#ValenciaGP - Moto2™ Qualifying Results:

1 Alonso LOPEZ / SPA / Beta Tools Speed Up / Boscoscuro / 1´34.314

2 Pedro ACOSTA / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´34.315 +0.001

3 Augusto FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´34.481 +0.167

22 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´35.165 (Q1)

#ValenciaGP - Moto2™ Time Schedule for Sunday November 6th (CET):

09:20 - 09:30 Warm-Up

12:20 Race (25 Laps - 100.125 km)