#AragonGP: DRITTE STARTREIHE BEIM COMEBACK

Marcel Schrötter freute sich nach einem starken Qualifying in Aragón allerdings mehr über seine Verfassung.

Marcel Schrötter ist neben Motorradgott Valentino Rossi beim 14. WM-Lauf an diesem Wochenende ebenfalls jederzeit ein Gesprächsthema. Nach Verletzungspause bedeutet der Gran Premio de Aragón für Beide die Rückkehr in den Rennalltag. Bei Schrötter war es bekanntlich eine Handgelenksverletzung, die ihn für sieben Wochen aus Gefecht gesetzt hat.

Nach erstaunlichen Leistungen am Vortag zeigte sich der 24-jährige Deutsche auch am zweiten Trainingstag mit dem entscheidenden Qualifying sehr entschlossen. Trotz anhaltender Schmerzen konnte sich der Suter-Pilot sogar kontinuierlich steigern, was mit dem achten Startplatz als bisherigen Höhepunkt des Wochenendes endete. Für das Rennen bleibt der ehrgeizige Athlet trotzdem realistisch.

Der Aragón GP wird wie üblich am Sonntagmittag um 12:20 Uhr gestartet. Auf Marcel Schrötter wartet allerdings eine anstrengende Distanz über 21 lange Runden.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, Suter MMX2), Startplatz 8 - 1´54.053 (13/14):

"Nach unserer starken Leistung während des Qualifying überwiegt eigentlich etwas Enttäuschung, weil wir in jeder Phase gut dabei waren. Doch wir müssen das Ganze realistisch betrachten und ich denke, dass dieses Ergebnis völlig ok ist, oder angesichts der Umstände sogar sehr gut ist. Am Donnerstag dachte ich noch, dass dieses Wochenende eventuell wie Brünn enden könnte, wo wir es versucht haben und letztendlich doch aufgeben mussten. Doch nach dem unerwartet ermutigenden Auftakt gestern, gab es keine Zweifel mehr. Natürlich wäre ich ohne all diese Hilfsmittel nicht in der Lage, solche Leistungen zu bringen. Vor allem die Schiene, die bei Ortema passend angefertigt wurde, ist eine grossartige Unterstützung. Das Handgelenk ist damit gut stabilisiert und ich kann es nicht abknicken. Diese Tatsache hilft auch im Kopf ungemein."

"Ich bin also mit meinen Leistungen soweit an diesem Wochenende sehr zufrieden. Die letzten zwei Runden im Qualifying waren ausserdem richtig stark. Ich habe nur im letzten Abschnitt auf der langen Gerade und in der letzten Kurve Zeit verloren. An dieser Stelle konnte ich nicht mit mehr Speed fahren, weil dort ständig das Hinterrad weggerutscht ist. Man nützt das Hinterrad eigentlich auch zum Lenken, doch bei der Gasannahme ist es schon bedrohlich gerutscht. Ich musste daher das Bike immer wieder abfangen und dann fehlte einfach der Schwung auf die Zielgerade. Das ist ein wenig schade, weil es bei diesen knappen Abständen bestimmt den einen oder anderen Startplatz gekostet hat. Das Rennen wird trotzdem sehr, sehr hart. In den Trainings ist es relativ einfach für zwei, drei Runden richtig zu pushen. Doch das Rennen ist eine andere Geschichte, es gilt über die gesamte Distanz auf die Zähne zu beissen. Ich werde es jedenfalls versuchen und mein Bestes geben. Doch vorerst freue ich mich riesig, dass es überhaupt so gut funktioniert."

Moto2™ GP de Aragón – Qualifying-Ergebnis:

1 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´53.736

2 Mattia PASINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 1´53.757 +0.021

3 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´53.807 +0.071

8 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / Suter MMX2 / 1´54.053 +0.317