#ValenciaTest: NACH LETZTEN TEST MIT POSITIVEN GEFÜHL IN DIE WINTERPAUSE

Marcel Schrötter beendete am Dienstag zufrieden und zuversichtlich seine Testarbeit auf der Rennstrecke für 2017.

Marcel Schrötter und sein Team Dynavolt Intact GP kehrten für einen weiteren zweitägigen Test am vergangenen Montag und Dienstag noch einmal in diesem Jahr nach Valencia zurück. Bei perfekten Bedingungen dank herrlichem Wetter mit angenehm warmen Temperaturen konnten der 24-Jährige Bayer und seine erfahrene Crew, angeführt vom Südtiroler Patrick Mellauner, versäumtes von dem weniger gelungenen Test Ende der Vorwoche in Jerez de la Frontera nachholen. In der Vergangenheit war oft lebhafter Wind ein entscheidender Störfaktor bei der Testarbeit auf der Rennstrecke in Valencia. Doch dieses Mal war es absolut windstill, sodass an beiden Tagen stabile Bedingungen herrschten und daher konstant gearbeitet werden konnte. Schrötter war mit der erledigten Arbeit zufrieden, auch wenn er seine schnellste Rundenzeit beim Grand Prix am vorletzten Wochenende um drei Zehntelsekunden verpasste.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, SUTER MMX2), 1´35.990 (154 Runden):

"Im Allgemeinen verlief dieser Test viel erfreulicher als Jerez, auch wenn wir die Rundenzeit nicht erreicht haben, die wir eigentlich angestrebt hatten. Meine Leistungskurve war ähnlich wie am vergangenen Donnerstag und Freitag, als ich jeweils sehr früh auf eine gute Rundenzeit kam, doch diese anschliessend nicht mehr verbessern konnte. Beim Valencia-Test konnte ich hingegen an beiden Tagen zum Schluss zumindest noch das eine oder andere Zehntel finden. Wenigstens war ich bei diesem Test nicht so weit weg in Jerez. Wir wissen aber im Moment noch nicht woran es gelegen ist. Es kann sein, dass es minimale Differenzen zum Rennmotor gibt, obwohl wir anhand der Daten gesehen haben, dass unser Top-Speed an diesen zwei Tagen fast identisch zum Rennwochenende beim Grand Prix war. Doch minimale Unterschiede in der Beschleunigung können sich ebenfalls summieren."

"Nichtsdestotrotz war ich aus irgendwelchen Gründen an den vergangenen vier Testtagen nicht schnell genug. In Jerez tue ich mir von Haus aus ein bisschen schwerer, während Valencia eine Strecke ist, die mir liegt und auf der ich immer schnell und an der Spitze dran bin. Dieses Mal gab es aber Schwierigkeiten, die mich daran hinderten. Den zweiten und letzten Testtag des Jahres haben wir allerdings hinsichtlich der Konstanz bei weitem besser hingekriegt, als die vorherigen Tage. Ausserdem konnte ich mir die lange Test-Session angesichts meines Zustandes der linken Hand viel besser einteilen. Auch wenn es nicht gelungen ist, eine superschnelle Runde hinzuknallen, waren trotzdem bis auf ein, zwei Runs alle anderen auf einem ähnlichem und sehr hohem Niveau. In diesem Runs war ich nicht weit weg von meiner Bestzeit. Das ist wirklich ein ermutigendes Zeichen."

"Darüber hinaus konnten wir auch die Reifen-Performance deutlich optimieren. Beim Rennwochenende hat der gleiche Reifen nach in etwa nur vier Runden stark abgebaut und die Rundenzeiten waren Minimum eine halbe Sekunde langsamer. Das haben wir gut in den Griff bekommen, sowie wir auch viele weitere wertvolle Daten über das Motorrad und unser Package generell sammeln konnten. Natürlich schaut das Ergebnis auf dem Papier weniger schön aus, doch wie schön öfters angesprochen weiss man nie, wie die Konkurrenz bei so einem Test hinsichtlich Motoren und Reifen ausgestattet ist. Daher ist am Ende des Tages die Zeitenliste nicht so entscheidend. Bei einem Grand Prix haben wir eigentlich mit dem Qualifying nur einmal eine 45-minütige Session, in der man die Rundenzeit hinlegen muss. Und das weiss ich, dass ich es kann. An einem Testtag hingegen war es schon immer so, dass der eine oder andere Fahrer einen Run im Qualifying-Modus in sein Programm einbaut. Wir haben uns jedoch auf das Wesentliche konzentriert und vielleicht werden wir dies für die nächsten Tests, die im Februar beginnen, im Hinterkopf behalten. Daher sollten wir uns nicht auf die Zeitenliste versteifen, sondern wichtig ist die Arbeit, die wir hier geleistet haben und die war wirklich nicht schlecht. Wir müssen nun alles analysieren und für nächstes Jahr überlegen, welche Schritte zu machen sind."

"Das letzte Saisondrittel der Meisterschaft mit anschliessend noch zwei zweitägigen Tests war sehr anstrengend für mich. Jetzt gilt es daher an der Genesung meiner Hand zu arbeiten, um im Februar vollkommen fit zurückzukehren. Vorerst sind zwei, drei Wochen Ruhepause erforderlich und dann denke ich, dass eine gewisse Belastung des Handgelenks helfen wird, um wieder Kraft aufzubauen und die volle Beweglichkeit zurück zu bekommen. Mit viel Physio und gezieltem Training werde ich diesbezüglich wieder zur Normalität zurückkehren. Bei diesen letzten Tests fuhr ich manchmal sogar ohne Schiene. Dabei merkte ich, dass dies dem momentanen Zustand der Hand sogar hilft. Zwar nicht unbedingt beim Fahren, doch einen Tag oder am zweiten Tag danach fühlte sich die Hand besser an. Jedenfalls muss ich mich in dieser Angelegenheit noch gedulden und wie gesagt nach einer Erholungspause gezielt mit dem Training und Kraftaufbau beginnen. Zum Schluss möchte ich noch bei meinem gesamten Team für alles, was sie in diesem für mich getan haben, in aller Form bedanken. Ihr Rückhalt während der langen Verletzungspause war unglaublich wichtig und hat mir sehr geholfen. Danke Dynavolt Intact GP! Ich freue mich schon jetzt, wenn wir im Februar wieder gemeinsam auf der Rennstrecke loslegen."

Motoo2™ Test Valencia - Kombinierte Zeitenliste:

1 Francesco BAGNAIA / SPA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´34.949 (Tag 2)

2 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´34.988 +0.039 (Tag 2)

3 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´35.088 +0.139 (Tag 1)

15 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / Suter MMX2 / 1´35.990 +1.041 (Tag 2)