#IRTATest Valencia: Umstellung auf KALEX bereits gelungen

Marcel Schrötter und sein Team Dynavolt Intact GP starteten in dieser Woche mit den Saisonvorbereitungen auf der Rennstrecke.

Nach dem Wechsel zum deutschen Chassis-Hersteller KALEX fieberte Marcel Schrötter dem ersten offiziellen Test in diesem Jahr besonders erwartungsvoll entgegen. Doch in Valencia wurden der ehrgeizige Rennfahrer und seine Crew auf eine Geduldsprobe gestellt. Regnerisches Wetter mit ungewöhnlich kalten Temperaturen für Spanien zu dieser Jahreszeit waren der Grund für eine ungewollte Zwangspause zum Testauftakt am vergangenen Dienstag. Am folgenden Tag besserte sich zwar die Situation mit trockenem Bedingungen, doch auch am Mittwoch war es immer noch ungemütlich kühl. Zumindest erlaubten es die Streckenverhältnisse ab Mittag, endlich das erste Rollout mit der brandneuen Rennmaschine zu machen. Am abschliessenden Donnerstag waren die Bedingungen nochmals deutlich freundlicher und ermöglichten wenigstens während der zweiten Session des Tages erstmals ein sinnvolles Arbeiten auf der Rennstrecke. Schrötter überzeugte bei diesem Test ab den ersten Runden und zeigte auch absolut keine Umstiegs-Schwierigkeiten auf sein neues Arbeitsgerät in Form der 2018er KALEX Moto2.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 1´36.383 (86 Runden):

"Es ist natürlich schade, dass wir bei unserem ersten Test mit dem neuen Motorrad nicht mehr zum Fahren gekommen sind. Trotzdem bin ich mit dem Stand der Dinge sehr happy. Meine ersten Eindrücke von der KALEX sind sehr positiv. Schon die ersten Runden mit diesem Bike haben mich überzeugt. Es hat von Beginn an Spass gemacht und sogar nach der langen Winterpause bin schnell wieder in meinen Rhythmus gekommen. Zudem bin ich mit dem neuen Paket umgehend gut zurechtgekommen und ich war auch auf Anhieb schnell. Wegen der niedrigen Temperaturen sind wir am Mittwoch gerade mal 30 Runden gefahren. Wenigstens waren es am letzten Tag ein paar mehr. Doch trotz dieser geringen Ausbeute stehen wir im Allgemeinen schon gut da. Zu den Top-Piloten, die bei diesem Test anwesend waren, sind wir hinsichtlich der Rundenzeiten nicht allzu weit weg. Allerdings bin ich im Gegensatz zu vielen Konkurrenten zum ersten Mal in diesem Jahr auf einer Rennstrecke gefahren."

"Von dem her haben wir uns bei diesem Valencia-Test gut aus der Affäre gezogen. Ich bin wirklich happy. Das Gefühl fürs erste passt, obwohl wir bis auf minimale Sachen kaum Veränderungen am Motorrad ausprobiert haben. Abgesehen davon galt es bei diesem Test in erster Linie wieder in den Rhythmus zu kommen und den Speed zu finden. Das ist super gelungen, sowie ich mich mit jedem Exit mit dem Motorrad wohler fühle. Das war wichtig und wegen des extrem kalten Wetters konnte man sowieso nur wenig bis eigentlich gar keine Rückschlüsse ziehen. Es war daher schwierig, Veränderungen am Motorrad zu beurteilen. Nächste Woche geht es in Jerez weiter. Hoffentlich spielt dort das Wetter besser mit. Auf jeden Fall ist es wichtig, das positive Gefühl mitzunehmen und dieser Richtung weiterzuarbeiten. Ich will mich vorerst noch gar nicht zu sehr auf Rundenzeiten konzentrieren, obwohl sich jeder Rennfahrer immer gerne an der Spitze sieht. Im Endeffekt ist es bei einem Test aber scheissegal, wo man landet. Es geht vielmehr darum, sich gezielt auf die Meisterschaft vorzubereiten. Das Gefühl und Vertrauen für das Motorrad ständig zu steigern, steht an oberster Stelle."

Valencia Test – Kombinierte Zeitenliste:

1 Mattia PASINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 1´35.779 (Tag 3, Session 2)

2 Lorenzo BALDASSARRI / ITA / Pons HP40 / KALEX / 1´35.795 +0.016 (Tag 3, Session 3)

3 Simone CORSI / ITA / Tasca Racing Scuderia Moto2 / KALEX / 1´35.915 +0.136 (Tag 3, Session 2)

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´36.308 +0.604 (Tag 3, Session 2)