#IRTATest Jerez I: ZWEITEN WINTERTEST MIT POSITIVEM GEFÜHL BEENDET

Der 25-jährige Moto2™ Pilot kommt mit seiner neuen KALEX Rennmaschine immer besser in Schwung.

Unmittelbar nach dem ersten offiziellen Test des Jahres vor einer Woche übersiedelten Marcel Schrötter und sein Team Dynavolt Intact GP gleich zum nächsten Einsatz nach Jerez de la Frontera. Im Gegensatz zu Valencia war das Wetter in dieser Woche in Südspanien ungleich freundlicher. Viel Sonnenschein und angenehme Temperaturen tagsüber ermöglichten endlich ein sinnvolles Arbeiten auf der Rennstrecke. Schrötter und seine Technikcrew waren allerdings auch dieses Mal gezwungen eine Session auszulassen, als es am Montagmittag vorübergehend regnete. Doch lebhafter Wind und die warmen Temperaturen trockneten die 4,4 Kilometer lange Piste auf dem Circuito de Jerez schnell wieder ab, sodass am Nachmittag der Testbetrieb im vollen Umfang fortgesetzt werden konnte. Ab dem zweiten Tag waren die Bedingungen nahezu optimal.

Die ungewollte Pause am ersten Tag hinderte Schrötter und seinen Crew-Chief Patrick Mellauner nicht im Geringsten, das geplante Programm für die dreitägigen Testfahrten in Andalusien komplett durchzuziehen. Neben allgemeinen Abstimmungsarbeiten feilte der Bayer auch an seinem Fahrstil, um sich selbst seinem neuen Arbeitsgerät besser anzupassen. Ein fehlerfreier Test sowie eine kontinuierliche Steigerung im Verlauf dieses Tests unterstreichen, dass er sich bereits gut mit der 2018er KALEX Moto2 angefreundet hat.

Die Saisonvorbereitungen werden in drei Wochen mit einem weiteren offiziellen Test in Jerez abgeschlossen. Eine Woche später beginnt die Weltmeisterschaft wie üblich mit dem Grand Prix of Qatar. 

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 1´42.261 (186 Runden):

"Insgesamt betrachtet bin ich mit diesem Test sehr zufrieden. Wir haben über die gesamte Dauer dieser drei Tage gute Arbeit geleistet und uns ständig verbessert. Einzig in der zweiten Session des letzten Tages wollte es nicht ganz wie geschmiert laufen. Ich bin ein wenig nervös geworden, weil ich plötzlich ein wenig das Gefühl für das Motorrad vermisste oder besser gesagt, es war nicht mehr gleich wie zuvor. Das war auch die einzige Session dieser drei Tage, mit der ich nicht zufrieden war. Zum Schluss konnte ich mich aber wieder fangen und meine Rundenzeit weiter verbessern. Leider allerdings nicht ganz in dem Ausmass, wie ich eigentlich wollte. Am Ende des Tests fehlten mir zwei Zehntelsekunden, um mein angestrebtes Ziel mit einer 1´42.0 zu schaffen. Das ist aber nicht weiter tragisch. Wichtig war, dass das Gefühl wieder passte und die Pace konstant schnell war. Hinzu kommt, dass ich mir zutraue, diese Pace über eine gesamte Renndistanz halten zu können, weil das Vertrauen und das Gefühl für das Motorrad immer besser werden. In dieser Hinsicht schaut die Situation recht erfreulich aus. Das ist im Moment auch das Wichtigste, auch wenn ich in der Zeitenliste gerne weiter vorne gelandet wäre. Wir befinden uns aber noch mitten in der Saisonvorbereitung und bis Katar kann sich wieder vieles ändern."

"Im Verlauf dieses Tests haben wir viele verschiedene Dinge ausprobiert und aussortiert. Mitunter haben wir Vergleiche mit unterschiedlichen Schwingen durchgeführt. Nach einem ersten Test mit einer neuen Schwinge am zweiten Tag, sind wir am Mittwochmorgen wieder zum Standardmaterial zurückgegangen. Damit konnte ich sofort schneller als am Vortag fahren. Trotzdem haben wir die neue Schwinge am Mittag nochmals probiert, da ich am Dienstag ziemlich zufrieden war. Doch in dieser Session lief es damit nicht so gut. Es gab keinen grossen Unterschied hinsichtlich der Rundenzeiten, aber ich konnte sie nicht so konstant fahren. Es tauchten Fehler auf und ich habe mich mit all diesen Änderungen, die wir zu diesem Zeitpunkt probiert hatten, nicht mehr so wohl gefühlt. Den Test haben wir jedenfalls mit der Standardschwinge abgeschlossen. Der Unterschied ist nicht riesig, doch ich fühle mich mit dieser wohler. Darüber hinaus haben wir das Motorrad nie grossartig umgebaut oder gravierende Änderungen vorgenommen. So wie das Motorrad im Moment dasteht, fühle ich mich sehr wohl und habe unbeschreiblich viel Spass beim Fahren. Mein letzter Run am Mittwochnachmittag war überhaupt der Hammer, weil ich Runde für Runde einen guten Rhythmus aufbauen konnte. Mit dieser Pace würden wir an einem Rennwochenende sicher nicht schlecht dastehen. In dieser Richtung müssen wir jedenfalls weiterarbeiten."

Jerez Test – Kombinierte Zeitenliste:

1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´40.926 (Tag 3, Session 3)

2 Francesco BAGNAIA / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´41.260 +0.334 (Tag 3, Session 3)

3 Brad BINDER / RSA / Red Bull KTM Ajo / KTM / 1´41.725 +0.799 (Tag 3, Session 3)

13 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´42.261 +1.335 (Tag 3, Session 3)