#CatalanGP: Neustart am Samstag

Marcel Schrötter hatte nach Trainingsende am Freitagnachmittag nur eine halbe Sekunde Rückstand, landete allerdings abgeschlagen auf den 15. Platz der kombinierten Zeitenliste.

Für den aktuellen WM-Fünften Marcel Schrötter begann der siebte Grand Prix der Saison denkbar ungünstig. Zunächst kostete ein früher Sturz im ersten Training, der zum Glück harmlos ausging, wertvolle Zeit. Am Nachmittag bei deutlich wärmeren Temperaturen konnte der 25-jährige Deutsche Moto2™ Pilot kein Vertrauen für seine Rennmaschine finden.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), FP1: P11 - 1´45.250 (6/8) / FP2: P17 - 1´45.462 (6/15):

"Es ist zum Verzweifeln. Wir stehen eigentlich wieder genau dort, wie vor ein paar Wochen. Wir verstehen einfach nicht, was wir machen sollen, weil ich mich in vielen Dingen unglaublich schwertue. FP1 hat gar nicht so schlecht begonnen. Doch dann ist dieser dumme Sturz dazwischengekommen. Die Streckenverhältnisse waren noch nicht soweit, um gleich mit dem härteren Vorderreifen rauszugehen. Ich weiss es aber nicht, ob das die Ursache dafür war. Wir wollten aber die weicheren Reifen sparen. Es war auf jeden Fall komisch, obwohl der Belag an manchen Stellen ein bisschen wellig ist. Vielleicht habe ich in diesem Moment einen kleinen Buckel erwischt, weshalb das Vorderrad eingeklappt ist. Wie auch immer, dieser Zwischenfall hat uns leider viel Trainingszeit gekostet. Es ist natürlich immer blöd und es tut mir auch leid für mein Team, auf diese Weise das Wochenende begonnen zu haben. Die zweite Session verlief leider auch sehr zäh. Die Abstände sind zwar erneut sehr eng, wir sind nur 0,5 Sekunden hinter der Spitze, doch die Platzierung ist ernüchternd. Wir sind viel zu weit weg. Hinsichtlich des Rückstands besteht aber Hoffnung für morgen. Wie wir zuletzt gesehen haben, kann sich schnell vieles ändern. Aber vom Gefühl her mit Motorrad bin ich ganz weit weg von dem, was ich mir vorstelle. Egal was wir versuchen, es ändert sich einfach nichts"

"Im Moment stehen wir irgendwo, sodass ich überhaupt nicht dazu in der Lage bin, zu pushen. Sobald ich es versuche, passieren Fehler, weil mir das Motorrad kaum Feedback gibt. Wir müssen daher den heutigen Tag genau analysieren und uns morgen trauen, einmal etwas ganz anderes zu wagen. So brauchen wir erst gar nicht weitermachen. Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir uns verbessern, weil es eben so eng zugeht. Auf der anderen Seite bin ich dennoch über die Situation ein wenig verwundert, weil es noch nie so extrem war wie heute Nachmittag. Hinsichtlich meiner Fussverletzung habe ich sicher keine Beeinträchtigung mehr. Von dem her sollte ich eigentlich 100 Prozent geben können. Doch ich kann es nicht, weil es das Motorrad gar nicht zulässt. Es fällt mir unglaublich schwer, mich ans Limit heranzutasten. Ich erreiche sehr schnell ein Level bzw. spüre bald ein gewisses Limit vom Motorrad her. Daher müssen wir grundlegend neue Ideen finden und diese ausprobieren. Danke an meine Crew für ihren fixen Job. Mein Bike hat beim Crash einiges abbekommen. Bis zum zweiten Training was es aber wieder repariert."

 

#CatalanGP Moto2™ - Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:

1 Thomas LÜTHI / SWI / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´44.763 (FP1)

2 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´44.733 +0.060 (FP1)

3 Jorge NAVARRO / SPA / HDR Heidrun Speed Up / Speed Up / 1´44.740 + 0.067 (FP1)

15 #MS23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / 1´45.250 +0.577 (FP1)