#AndaluciaGP: Trendwende im letzten Augenblick

Marcel Schrötter gelang in den Qualifikationsläufen eine deutliche Steigerung gegenüber den freien Sessions. Der 27-jährige deutsche Moto2™ Pilot startet am Sonntag als Zehnter in das dritte Saisonrennen.

Nach dem dritten freien Training am Samstagvormittag war Marcel Schrötter noch am Verzweifeln. Alle Versuche das Motorrad hinsichtlich der zu erwartenden Bedingungen zum Zeitpunkt des Rennens besser als zuletzt abzustimmen, schlugen fehl. Schrötter und seine erfahrenen Techniker des LIQUI MOLY Intact GP Teams bauten daher die Rennmaschine auf wieder den letztwöchigen Stand um. Damit fühlte sich Schrötter auf Anhieb wieder ungleich besser.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz: P10 - 1´42.175 (3/9)

"An diesem Wochenende war es von Anfang an nicht einfach für uns. Platz 21 nach dem dritten Training heute Vormittag war ein weiterer Tiefschlag. Die Situation ist sehr schwer zu verstehen, da es vor einer Woche wie geschmiert lief. Die paar Kleinigkeiten, die nicht top waren, wollten wir für dieses Wochenende verbessern. Doch dann ist genau das Gegenteil eingetroffen. Hinzu kommt auch, dass ich einfach nicht so locker und befreit fahre. Als letzte Rettung sind wir daher für das Qualifying wieder auf den exakt gleichen Stand von letzter Woche zurückgegangen. Dieser Schritt war genau richtig, weil ich mich damit sofort wieder ein wenig wohler gefühlt habe. Q1 war trotzdem kein leichtes Spiel. Ich hätte mehr erwartet, weil ich in den ersten zwei Runden mehr rausholen hätte müssen. Zum Glück konnten wir den vierten Platz halten. Das hat uns zumindest die Chance gegeben, im zweiten Anlauf es besser zu machen. Mir war aber klar, dass gleich am Anfang alles passen muss. Die Runde ist mir auch einigermassen gut gelungen, sie war aber längst nicht meine Beste hier."

"Da wir für Q2 nur einen Reifen hatten, wollte ich das Ding nicht gleich wegschmeissen und oder sonst keinen grossen Fehler machen. Meine Rundenzeit hat sogar lange für P8 gereicht, was angesichts der Umstände und wo wir wegen unserer Probleme an diesem Wochenende herumgegurkt sind, schön gewesen wäre. Dann sind wir auf Rang neun zurückgerutscht. Das wäre auch noch ok gewesen, weil wir noch in der dritten Reihe gestanden wären. Zum Schluss ist aber noch einer reingefahren und hat uns in die vierte Reihe gedrängt. Das ist ein bisschen schade. Trotzdem müssen wir froh sein, dass uns diese Schadensbegrenzung gelungen ist. Bis zum Rennen müssen wir allerdings noch unsere Pace unbedingt verbessern. Vielleicht finden wir noch den einen oder anderen Punkt, der uns weiterhilft. Die Distanz ist sehr lange und ich werde versuchen dieses Mal sitzenzubleiben. Dann schauen wir was am Ende dabei herauskommt. Punkte sind aber allemal das Ziel, damit wir nicht mit leeren Händen von Jerez abreisen. Von zwei Möglichkeiten gar nichts zu holen, wäre eine grosse Schande."

#AndaluciaGP Moto2™ - Ergebnisse Qualifikationstrainings:

1 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´41.728

2 Sam LOWES / GBR / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´41.765 +0.037

3 Enea BASTIANINI / ITA / Italtrans Racing Team / KALEX / 1´41.845 +0.117

10 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´42.175 +0.447

EN: Last minute turnaround

During Saturday’s qualifying runs, Marcel Schrötter succeeded with significantly improvements compared to free practice sessions before. The 27-year-old German Moto2™ pilot will therefore start the third race of the season from P10 on the starting grid on Sunday.

After FP3 this morning Marcel Schrötter was still desperate because all attempts to adjust the bike better with regard to the expected conditions at the time of the race on Sunday than last time, failed. Schrötter and his experienced technicians from the LIQUI MOLY Intact GP Team therefore went back to the same level as last week. This made Schrötter feel much better right away.

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position P10 - 1´42.175 (3/9):

" This weekend was not easy for us from the beginning. P21 after third free practice session this morning was another low blow. The situation is exceedingly difficult to understand because a week ago everything was running so smoothly like clockwork. The few things that were not top, we wanted to improve for this weekend. But then exactly the opposite happened. On top of that I just do not ride as relaxed and smooth as it was. So as a last resort for qualifying, we went back in terms of the bike’s settings to exactly the same level as last week. This step was exactly right because I immediately felt a little bit better again. Q1 was still not an easy game. I expected more because I would have had to get more out of the first two laps. Fortunately, we were able to keep fourth place. This at least gave us the chance to do better in the second attempt. But I knew that everything had to fit right from the start. I managed the lap pretty well, but it wasn't my best lap by far."

"As we only had one tyre for Q2, I did not want to find myself in the gravel or make any other big mistake. My lap time was even good enough for P8 for a long time, which would have been nice given the circumstances and where we were cruising around because of our problems this weekend. Then we slipped back to ninth place. That would have been also okay because we would have been in the third row at least. But in the end another guy came in and pushed us into fourth row. That is a bit of a shame. Nevertheless, we have to be glad that we managed to limit the damage by doing so. However, we still have to improve our pace before the race. Maybe we can find one or two points that will help us. The distance is awfully long, and I'll try to remain seated on the bike this time. Then we will see what comes out in the end. But points are always the goal so that we do not leave Jerez empty-handed. To get nothing from two possibilities would be a great shame."