#ValenciaGP: Starkes Wochenende als starker Vierter abgerundet

Marcel Schrötter toppte den zweiten Valencia-Grand-Prix mit einer beherzten Leistung im Rennen.

Nach dem wechselhaften Samstag kehrte zum Abschluss des langen Aufenthalts in der drittgrössten Stadt Spaniens am Renntag wieder schönes Wetter zurück. Bei strahlendem Sonnenschein wurde in der Moto2™ Klasse bis zur Ziellinie um jeden Zentimeter gekämpft.

Marcel Schrötter, der sich für den siebten Startplatz in der dritten Reihe qualifizierte, kam wie vor einer Woche am Start wieder sehr gut weg. Nach einigen Positionskämpfen in der Anfangsphase reihte sich der 27-jährige Deutsche als Fünfter im Feld ein und war bis zum Schluss erster Verfolger der Spitzengruppe. Dabei konnte er die beiden Titelanwärter Luca Marini und Enea Bastianini jederzeit hinter sich halten. In der Schlussrunde spitzte sich der Kampf um den Tagessieg zu, sodass Schrötter fast in Schlagdistanz zu einer Attacke auf einen Podestplatz gewesen wäre. Nach längerer Durststrecke freute sich Schrötter im Ziel aber auch über den verdienten vierten Platz. Am Ende fehlten gerade Mal eine knappe halbe Sekunde auf das Podium.

In einer Woche wird die Meisterschaft mit dem Finale in Portimao abgeschlossen. Die Rennstrecke im Süden Portugals erlebt dabei ihre Premiere im Grand-Prix-Kalender.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P4 +0.689:

"Die Erleichterung ist natürlich gross und ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Wir hatten ein starkes Wochenende, aber ich wollte gerne mehr holen. Mein Gefühl war im Rennen nicht ganz so gut wie in den Trainings. Aber im Rennen sind die Bedingungen immer ein wenig anders. Hauptsächlich weil man immer einige andere Fahrer um sich herumhat. Ausserdem war der Wind deutlich stärker als an den vergangenen Tagen. Das war anfänglich nicht einfach zu verstehen. Erstens, weil man wegen des Rückenwinds in Kurve eins um einiges schneller war und im nächsten Eck kam der Wind von innen. Im Verlauf einer Runde war es diesbezüglich ein ständiges hin und her. Es gibt einfach Tage, an denen dieser Faktor störender ist als an anderen. Aber mit diesem Umstand hatten alle zu tun, daher war auch die Pace nicht so schnell, wie ich es eigentlich angenommen hatte."

"Leider hat mir über die gesamte Distanz das Bisschen gefehlt, das meine direkten Gegner immer wieder für ein, zwei Runden ausspielen konnten. Ich war daher immer ein wenig hinten dran. Das war für mich ein wenig enttäuschend. Aber ich denke, wir sollten nicht dem nachtrauern, was wir verpasst haben, sondern uns über die Tatsache freuen, aus welchem Loch wir zurückgekommen sind. In dieser Hinsicht haben wir nicht nur ein gutes Rennen abgeliefert, sondern vielmehr ein konstant starkes Wochenende hinter uns. Doch der wichtigste Aspekt ist, dass ich mich auf dem Motorrad wieder um einiges wohler fühle. So macht es einfach unglaublich mehr Spass, wenn man den Sieger im Verlauf des Rennens immer im Blickfeld und am Ende sogar fast in Reichweite hat. Darüber hinaus bereitet es viel Freude, wenn man mit der Arbeit kontinuierlich gut vorankommt."

"Ich denke, alle Beteiligten haben an so einem Wochenende ungleich mehr Spass bei der Arbeit. Dieser Befreiungsschlag hat auf jeden Fall unglaublich gutgetan. Es ist nur ein wenig schade, dass ich in der letzten Runde nicht in die Spitzengruppe reingrätschen und noch ein Wörtchen um das Podium mitreden konnte. Das wäre die Draufgabe gewesen. Wichtig war aber die Punkte zu holen und mit dieser Anzahl haben wir in der Meisterschaft vier Positionen gutgemacht. Wenn wir am Ende so einer Saison noch eine Top-Zehn-Platzierung in der Gesamtwertung herausholen, dann wäre das ein einigermassen anständiger Abschluss. Dieses Mal haben wir einen super Job gemacht und ich freue mich nun auf Portimao, wo für alle alles komplett neu sein wird. Hoffentlich können wir in dieser Art und Weise weitermachen, denn beim letzten Rennen will ich diese Saison ordentlich zu Ende bringen."

EN: Strong weekend topped by a strong fourth place

Performing encouragely in Sunday’s race, Marcel Schrötter rounded up the second Valencia Grand Prix in style.

After a changeable Saturday, beautiful weather returned on race day at the end of the long stay in Spain’s the third largest city. Under bright skies, the Moto2™ class fought for every centimetre until the finish line.

Marcel Schrötter, who qualified for seventh spot on the starting grid in the third row, left the line very well, just like it was a week ago. After some battles for positions in the early stages, the 27-year-old German joined the field in fifth place and he then was in prime position to chase for the leading group until the end. In doing so, he was always able to hold off two title contenders Luca Marini and Enea Bastianini behind him. In the final lap, the fight for victory today in Valencia intensified, so that Schrötter would have been almost within striking distance to an attack for a rostrum finish. After a bit longer dry spell, however, Schrötter was also happy about the deserved fourth place. In the end, there was just under half a second missing for the podium.

In a week, the championship will be concluded with the season’s final in Portimao. The racetrack in the south of Portugal will celebrate its debut to the Grand Prix calendar.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P4 +0.689:

"The relief is of course great, and I am very happy about this result. We had a strong weekend, but I wanted to get more from the outcome. My feeling was not quite as good in the race as during all practice sessions. But in the race, conditions are always a bit different. Mainly because you always have some other riders around you. Also, the wind was much stronger than on the previous days. This was not easy to understand at the beginning. Firstly, because you were a lot faster in turn one because of the tail wind and in the next corner the wind came from inside. During a lap it was a constant back and forth in this respect. There are days when this factor is more disturbing you than on others. But everyone had to deal with, so the pace was not as fast as I thought it would be."

"Unfortunately, over the entire distance, I missed the bit that my direct opponents could always play out for one or two laps. So, I was always a little bit behind. That was a bit disappointing for me. But I think we should not mourn what we missed, but foremost we should be happy about the fact from where we came back from in the last races. In this respect, we did not just have a good race, but rather a consistently strong weekend behind us. But the most important aspect is that I feel much more comfortable with the bike again. Therefore, it is just incredibly more enjoyable to have the winner in sight throughout the race and at the end of it even almost within reach. Furthermore, it is a lot of fun when you are constantly making good progress with your work."

"I think everyone involved has a lot more fun at work during a weekend like this. In any case, this liberation blow has been incredibly good. It is just a little pity that I was not able to get into the leading group in the last lap and play a role when it came down to the podium. That would have been a real challenge. But it was important to get the points and with this number we made up four positions in the championship. If, at the end of a season like this, we could still make a top ten position in the overall standings, then that would be a decent finish anyway. This time we did a great job, so I am looking forward to Portimao now, where everything will be completely new for everyone. Hopefully, we can continue in this way, because at the last race I want to finish the season in style."

#ValenciaGP - Moto2™ Rennergebnis (25 Runden):

1 Jorge MARTIN / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 40´02.225

2 Hector GARZO / SPA / Flexbox HP 40 / KALEX / +0.072

3 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / +0.204

4 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +0.689

Moto2™ WW-Stand:

1 Enea BASTIANINI / ITA / KALEX / 194

2 Sam LOWES / GBR / KALEX / 180

3 Luca MARINI / ITA / KALEX / 176

9 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / 77