#BarcelonaTest: Aufschlussreiche zwei Tage

Marcel Schrötter und sein Team Dynavolt Intact GP gönnen sich keine Ruhepause. Sofort nach dem Frankreich-Grand-Prix ging es zu einem zweitägigen Test auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya weiter.

Marcel Schrötter und sein Team bedeutet der Mai quasi Hochsaison. Neben den zwei Grand Prix in Jerez und Le Mans standen auch noch zwei private Tests auf dem Programm. Nur einen Tag nach dem Rennen am vergangenen Sonntag in Le Mans begannen auf der Rennstrecke knapp ausserhalb Barcelonas die Vorbereitungen für den zweiten zweitägigen Test in diesem Monat. Am Dienstag und Mittwoch wurde dort wieder eifrig getestet und an der Abstimmung der Rennmaschine gefeilt. Schrötter fuhr insgesamt 133 Runden auf dem 4,6 Kilometer langen Rundkurs, wo Mitte Juni der Gran Premi de Catalunya stattfindet. Vereinzelte Regenschauer am Dienstagnachmittag und ein früher Sturz in der zweiten Session des zweiten Tags kosteten allerdings wertvolle Streckenzeit.

Nach einem rennfreien Wochenende geht es in der Meisterschaft in einer Woche mit dem sechsten Saisonlauf in Mugello weiter.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX):

"Wir sind an den vergangenen zwei Tagen nur mühsam vorangekommen. Es war nicht einfach Fortschritte zu erzielen, obwohl wir gedacht hatten, dass wir am Dienstagnachmittag den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Doch mit den gleichen Einstellungen konnten wir auch am zweiten Tag den Durchbruch nicht erzielen. Wir haben trotzdem vieles probiert und dabei auch sehr vieles verstanden. Unser Fenster, was wir an einem Rennwochenende noch weiter probieren könnten, ist deutlich kleiner geworden. Wir haben also einen besseren Überblick bekommen. Aus diesem Grund fällt die Bilanz über diesen Test sehr positiv aus. Für den letzten Run am Mittwochnachmittag haben wir nochmals eine grössere Änderung am Bike vorgenommen. Nach diesem Schritt bin ich deutlich besser zurechtgekommen. Ich konnte meine Rundenzeit allerdings nicht um eine Sekunde oder ähnlich grossartig steigern, aber letztendlich fuhr ich in diesem Run meine schnellste Zeit des Tests und darüber hinaus konnte ich dieses Niveau sehr konstant halten."

"Jetzt müssen wir also analysieren, was sich am Motorrad verändert hat oder ob es an meinem Vertrauen liegt, das offenbar besser geworden ist. Wir haben vielleicht einen Lösungsansatz gefunden, der noch einen weiteren Feinschliff braucht, um das Gefühl für gewisse Abschnitte weiter zu verbessern. Ich bin auf jeden Fall erleichtert, dass wir zu diesem Abschluss gekommen sind. Ein grosser Dank an das gesamte Team. Alle arbeiten wirklich sehr gut. Leider habe ich mit einem Sturz am Vormittag für zusätzliche Arbeit gesorgt. Meine Crew war aber bei der Reparatur sehr flink und übersichtlich. Für die nächste Session war mein Bike wieder in einem top Zustand. Ausserdem macht sich jeder Gedanken, wie wir uns verbessern können. Wir arbeiten wirklich alle sehr hart und ziehen an einem Strang. Wir müssen konzentriert bleiben und schauen, dass wir in der momentanen Situation mit dem aktuellen Paket bald die richtige Richtung finden. Ich glaube fest daran, dass wir in Mugello schon wieder gut dabei sein werden."