#DohaGP: Am Sonntag das Ruder wieder herumreissen

Marcel Schrötter kam in einem schwierigen Qualifying am Samstagabend nicht über Startplatz 16 hinaus. Für das zweite Saisonrennen vertraut er aber auf seine starke Pace.

Die von Tag zu Tag wechselnden Bedingungen am Persischen Golf bringen manche Teams und Fahrern der Moto2™ World Championship zum Verzweifeln. Am Samstag war erneut starker Wind ein Spielverderber. Unter normalen Umständen versucht Marcel Schrötter in der Zeitattacke um einen guten Startplatz sein Ding immer allein durchzuziehen. Doch wegen der lästigen Windböen am Samstag änderten er und seine Crew die Taktik. Unabhängig davon wollte Schrötter im alles entscheidenden Qualifying sein gutes Gefühl für seine Rennmaschine nicht wiederfinden, dank dem er in den vorangegangenen freien Trainings sehr konkurrenzfähig war.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 16 - 2´00.108 (7/7):

"Der Wind hat die Angelegenheit sehr kompliziert gemacht. Wegen der Verhältnisse war es unser Plan, in einer Gruppe zu fahren. In Q1 hat sich gezeigt, dass diese Taktik unter Umständen eine Hilfe sein kann. Als Remy Gardner in meiner Nähe auftauchte, fühlte ich mich eigentlich sehr sicher. Aber vor ihm ist man auch nicht sicher, dass er seine Spielchen treibt, indem er in einer Runde anzieht und bei nächster Gelegenheit wieder zumacht. Dann braucht es nicht lange, dass andere Chaoten dazukommen und meinen, sie müssen dabei ebenfalls mitmachen. Das hat unseren Plan komplett über den Haufen geworfen. Unsere Stärken hingegen sind die Konstanz, ein guter Rhythmus und eine starke Pace. Natürlich wollen wir auch diese eine super Quali-Runde zustande bringen. Daher lassen wir in dieser Sache ebenso nichts unversucht und haben dabei am Freitag gute Fortschritte erzielt, um einen frischen Reifen besser zu nutzen."

"Unser heutiges Qualifying war allerdings alles andere als gut. Was der wirkliche Grund dafür war, kann ich im Moment noch nicht sagen. Tatsache ist, dass ich mich von der ersten bis zur letzten Runde sehr unwohl gefühlt habe. Daher müssen wir das Ganze erst analysieren. Es kann nicht sein, dass wir in jedem Training in den Top-Zehn landen, bzw. nie schlechter als Zehnter sind. Doch in der Zeitattacke verlieren wir plötzlich eine Sekunde auf die Pole-Zeit. Das ist wirklich sehr fragwürdig. Morgen ist ein neuer Tag, trotzdem müssen wir mit dieser schlechten Ausgangsposition für das Rennen leben. Es tut mir leid und ich möchte mich beim gesamten Team für dieses Abschneiden entschuldigen. Ich kann aber versichern, dass ich wie immer alles gegeben habe da draussen. Die Situation ist nicht sehr schön, aber ich werde im Rennen alles versuchen, um das Beste herauszuholen."

#DohaGP - Moto2™ Rangliste Qualifying:

1 Sam LOWES / GBR / ELF Marc VDS Racing Team / KALEX / 1´59.055

2 Remy GARDNER / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´59.192 +0.137

3 Marco BEZZECCHI / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / 1´59.327 +0.272

16 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 2´00.108 +1.053

#DohaGP - Moto2™ Zeitplan für Sonntag 4. April (MESZ):

14:10 - 14:30 Warm-Up

17:20 Rennen (20 Runden - 107,6 km)

EN: Turning the tide on Sunday

During a difficult qualifying session on Saturday evening, Marcel Schrötter did not get past 16th on the starting grid. For the second race of the season, however, he is relying on his strong pace.

Conditions in the Emirate at the Persian Gulf, which change from day to day, make some teams and riders of the Moto2™ World Championship despair. On Saturday, strong winds were again a spoiler. Under normal circumstances, Marcel Schrötter always tries to do his thing alone during the ultimate time attack for a good starting position. But because of the annoying gusty winds on Saturday, he and his crew changed tactics for qualifying. Regardless, Schrötter was not going to regain his good feeling for his machine during the all-important timed session, thanks to which he had been competitive in the previous free practice sessions.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position 16 - 2´00.108 (7/7):

"The wind made things complicated today. Because of the conditions, our plan was to ride along a group. Q1 showed that this tactic can be a help under certain circumstances. When Remy Gardner appeared near to me, I felt very safe. But you are never safe from him either, if he will also play his games by pulling up on one lap and then closing the throttle at the next opportunity. Then it does not take long for other slobs to come along and think they have to join in as well. That completely threw our plan out of whack. Our strengths, on the other hand, are consistency, a good rhythm, and a strong pace. Of course, we also want to put in a super-hot qualifying lap. That is why we are also leaving no stone unturned in this matter and made good progress on Friday in making better use of a fresh tyre."

"However, our qualifying today was anything but good. What the real reason was, I cannot say yet. The fact is that I felt uncomfortable from the first to the last lap. That is why we have to analyze the whole thing at first. It cannot be that we finish in the top ten in every practice, or we are never worse than tenth, but in the time attack we suddenly lose a second on the pole time. That is really very questionable. Tomorrow is a new day, but we have to live with this poor starting position for the race. I am sorry and would like to apologize to the entire team for this performance. But I can assure you that I gave everything out there, as always. The situation is not genuinely nice, but I will try everything in the race to get the best out of it."