#AmericasGP: Hervorragender Zweiter in Texas

Marcel Schrötter hat das starke Wochenende auf der welligen Piste in Austin mit seinem zweiten Saisonpodium abgeschlossen.

Von der Pole-Position hatte Marcel Schrötter freien Blick den Berg hoch zur ersten Kurve. Doch dort musste er sich hinter dem Spanier Alex Marquez und dem Schweizer Thomas Lüthi als Dritter einreihen. Dieses Trio konnte sich dann auch schnell von den Verfolgern absetzen. In der Folge lieferten sich die Drei einen mitreissenden Kampf an der Spitze des Feldes. Erst als Schrötter den jüngeren der Marquez-Brüder in etwa zur Halbzeit der Distanz endgültig hinter sich lassen konnte, war auf den vorderen zwei Plätzen alles geregelt. Ausgerecht sein Teamkollege Thomas Lüthi stand ihm am Sonntag für seinem ersten Grand-Prix-Sieg im Weg. Doch nach zwei dritten Plätzen jubelte der 26-jährige auch so eine Stufe weiter nach oben auf dem Podium geklettert zu sein.

Die Weltmeisterschaft wird in drei Wochen im spanischen Jerez fortgesetzt. Marcel Schrötter kommt als WM-Zweiter zum Europaauftakt der Serie.

#23 Marcel SCHRÖTTER (Dynavolt Intact GP, KALEX), 2. (WM-Position 2, 47 Punkte):

"Ich freue mich natürlich über den zweiten Platz, auch wenn ich heute das Zeug zum Gewinnen gehabt hätte. Doch den Rennverlauf kann man nicht vorherbestimmen. Es war ein gutes Rennen, obwohl ich es nicht als unbedingt einfach bezeichnen würde. Wir konnten uns schnell vom Rest des Feldes absetzen und es kam auch kein Druck von hinten. Das erleichtert natürlich die Sache und man kann sich auf die Spitze konzentrieren. Doch in einer Kurve hatte ich ein kleines Schaltproblem. Das hat mich in diesem Moment den direkten Anschluss an Tom und Alex gekostet. Praktisch im gleichen Augenblick hat Tom seinen Angriff auf Alex gestartet, während kurz zuvor Alex seinen Speed ein bisschen drosseln musste. Abgesehen davon habe ich sofort versucht die Lücke wieder zu schliessen und Alex schnellstens zu überholen. Als ich ihm vorbeigegangen bin, musste ich allerdings etwas weitgehen. Daher hatte ich ihn gleich wieder im Nacken sitzen. Eigentlich hatten wir eine heftige Berührung. Zum Glück bin ich nicht gestürzt. Das hat aber wertvolle Zeit gekostet und so konnte sich Tom etwas absetzen."

"Sobald ich den zweiten Platz abgesichert hatte, versuchte ich die Lücke zu Tom zu schliessen. Ich konnte aber nicht schneller fahren. Auf dieser schwierigen Strecke ist es auch kaum möglich aufzuholen, da sehr häufig Fehler passieren. Ausserdem schaltet man im Verlauf einer Runde oft in den ersten Gang. Das ist mit diesen Bikes sowieso eine heikle Sache. Man muss also immer sehr sauber schalten. Jedenfalls habe ich ab diesen Zeitpunkt den Abstand auf die Jungs hinter mir immer gut kontrollieren können. Schliesslich habe ich den zweiten Platz sicher nach Hause gebracht. Eigentlich war ich kurz nach der Ziellinie ein bisschen enttäuscht, da ich bis auf den Renntag das ganze Wochenende der Schnellste war. Doch dieses schwierige Rennen auf Rang zwei zu beenden zeigt, dass wir zur Spitzengruppe gehören. Die Saison ist noch lang und ich bin überzeugt, dass früher oder später mein Tag kommen wird. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Doch am wichtigsten ist, dass wir jedes Mal ganz vorne mitmischen. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten auszusortieren, um im Rennen noch besser zu sein. Rückblickend auf die ersten drei Rennen hatten wir einen starken Saisonbeginn, auch wenn Argentinien ein bisschen ärgerlich endete. Ich denke, ich hätte auch dort auf das Podium gehört. Wenn wir jetzt aber nach Jerez gehen, sind wir wirklich in einer ausgezeichneten Position."

"Wir können jedes Mal um das Podium kämpfen und das erwarte ich auch für Jerez. Doch die Saison ändert sich ein wenig, wenn es mit den Europarennen losgeht. Dort kennt jeder die Strecken wirklich in- und auswendig. Ganz besonders Jerez natürlich, wo wir alle schon gefühlt eine Million Runden gefahren sind. Daher muss man am Rennwochenende dort das Beste aus der Situation holen. Die Bedingungen im Vergleich zu den vielen Wintertests werden ganz anders sein. Man muss also schauen, dass man zum richtigen Zeitpunkt alles auf den Punkt genau beisammen hat. Wir müssen uns weiterhin auf unsere Aufgaben konzentrieren und versuchen alles gleichzumachen, wie bisher. Doch bevor wir aber zum nächsten Rennen gehen, freue ich für das gesamte Team über unseren heutigen Doppelsieg. Gratulation an Tom, er ist heute ein wirklich starkes Rennen gefahren. Das Abendessen wird bestimmt lustig werden."

 

#AmericasGP Moto2™ - Rennergebnis nach 18 Runden:

1 Thomas LÜTHI / SWI / Dynavolt Intact GP / KALEX / 39´11.508

2 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / Dynavolt Intact GP / KALEX / +2.532

3 Jorge NAVARRO / SPA / Beta Tools Speed Up / Speed Up / +3.836

Moto2™ WM-Stand:

1 Lorenzo BALDASSARRI / ITA / KALEX / 50

2 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 47

3 Thomas LÜTHI / SWI / KALEX / 45