#AragonGP: Angriff aus der fünften Reihe

Marcel Schrötter erwartet einen unglaublich spannenden Renntag beim Aragon-Grand-Prix. Das Reifenmanagement könnte am Sonntag eine Schlüsselrolle spielen beim 13. Saisonlauf in Spanien.

Für den 28-jährigen Marcel Schrötter glich der zweite Trainingstag auf dem anspruchsvollen Rundkurs im MotorLand Aragón einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Im dritten freien Training am Vormittag war er nach nur vier Runden eine knappe Sekunde schneller als am Vortag. Diese 1´52.697 wurde allerdings wegen Überfahren der Streckenbegrenzung gestrichen. Schrötters zweitschnellste Rundenzeit war nur minimal langsamer, trotzdem rutschte er auf Rang 15 zurück und musste den Umweg über die erste Phase des Qualifyings nehmen.

In Q1 war der KALEX-Pilot des deutschen LIQUI MOLY Intact GP Teams auf Anhieb exakt gleich schnell wie in FP3 und fixierte so den Einzug ins Q2. In diesem über die besten Startplätze entscheidenden Zeittraining konnte er aber nicht das gute Gefühl für seine Rennmaschine wieder finden, wie es in FP3 und Q1 war. Schliesslich konnte sich Schrötter nicht weiter verbessern und musste sich daher mit dem 15. Startplatz abfinden.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 15 - 1´52.856 (3/8):

"Ich bin nicht komplett unzufrieden, obwohl ich am Sonntag wieder nur aus der fünften Reihe losfahren muss. Abgesehen davon hat der Tag mit einer kleinen Enttäuschung begonnen, da meine schnellste Rundenzeit im dritten Training gestrichen wurde. Wäre das nicht geschehen, wäre uns Q1 erspart geblieben. Aber ich habe mich damit schnell abgefunden und versucht das Ganze positiv zu sehen, weil wir dadurch mehr Streckenzeit bekommen haben. Q1 war dann auch gar nicht so verkehrt. Ich war minimal schneller als meine gewertete Zeit am Vormittag. Das war schon mal ein Lichtblick, denn in der Vergangenheit war es oft so, dass wir kein schlechtes FP3 fuhren, aber im Qualifying grosse Mühe hatten, ähnlich schnell wie zu sein wie in der dritten Session. Meistens war ich ein, zwei Zehntel langsamer als am Vormittag. Heute hingegen war es so wie es sein soll."

"In Q2 musste ich allerdings die erste fliegende Runde gleich abbrechen, weil Sam Lowes in Kurve eins direkt vor mir einen Highsider hatte, den er gerade noch abfangen konnte. Meine Runde war allerdings auch kaputt. Ausserdem habe ich beim Rausfahren schon gespürt, dass sich das Ganze nicht ganz so komfortabel anfühlt wie in den Sessions zuvor. In Q1 war mein Gefühl für das Bike im Gesamten recht gut. Als Sam und ich dann wieder in einen Fluss gekommen waren, konnte ich mit ihm gar nicht mehr mithalten. Das war schon ein wenig verwunderlich, auch wenn er ab diesem Zeitpunkt unheimlich schnell war. Das wirft ein paar Fragezeichen auf, nachdem wir am Motorrad ausser den Reifen nichts geändert haben. Ich will die Schuld aber nicht den Reifen zuschieben. Nichtsdestotrotz habe ich mir etwas schwerer getan und konnte nicht so fahren wie im ersten Qualifying. Es hat in jeder Session etwas gefehlt. Trotzdem hätte mit einem schnellen Hinterrad, das eine oder andere Zehntel noch möglich sein müssen und dann wären wir in der dritten oder zumindest in der vierten Reihe gelandet."

"Im Gegensatz zu unserer aktuellen Startposition wäre das noch okay gewesen. Aber wie gesagt, Q2 verlief etwas schwieriger. Wir werden auf keinen Fall den Kopf hängen lassen, sondern hart weiterarbeiten. Das Rennen verspricht unglaublich spannend zu werden. Die Reifensituation ist sehr komplex an diesem Wochenende, weil die Reifen stark abbauen und jeder anders reagiert. Manche können die Pace einigermassen gut halten, während andere komplett eingehen. Komisch ist ausserdem, dass es von Session zu Session unterschiedlich ist. Heute Vormittag habe ich mich mit gebrauchten Reifen gar nicht so schlecht gefühlt. Am Nachmittag war es nach nur wenigen Runden schon zu merken, wie sich das Fahrverhalten des Motorrades stark verändert. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Reifen sehr unterschiedlich reagieren, was Anfahren und Aufwärmen angeht und wie dann die Temperatur ist. Aber wir werden versuchen, uns so gut wie möglich für das Rennen vorzubereiten und dann gilt es wie ein Löwe zu kämpfen, damit wir am Ende unser Punktekonto mit einer ordentlichen Anzahl weiter aufstocken."

EN: Fifth row assault in hot Aragón

Marcel Schrötter is expecting an incredibly exciting race day at the Gran Premio de Aragón because tyre management could play a key role on Sunday at the season’s round 13 in Spain.

For 28-year-old Marcel Schrötter, day two of practice at the demanding MotorLand Aragón circuit was like a rollercoaster ride of emotions. During this morning’s free practice three, he was just under a second faster after just four laps done than on the previous day. However, this 1'52.697 was cancelled due to exceeding track limits. Schrötter's second-fastest lap time was marginally slower, but he still dropped down the order to 15th place and had to take the detour via the first qualifying session.

In Q1, the KALEX rider from the German LIQUI MOLY Intact GP team was exactly as fast straight away as he had been in FP3, thus sealing his leap for Q2. However, in this timed session, which decides the best grid positions, he was unable to regain the good feeling for his race bike that he had in FP3 and Q1. Ultimately, Schrötter could not improve and therefore had to resign himself with 15th spot on the starting grid.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position 15th - 1´52.856 (3/8):

"I am not completely dissatisfied, although I will have to start from the fifth row only on Sunday again. Apart from that, the day started with a little disappointment because my fastest lap time in FP3 has been cancelled. If that would not happened, we would not have been forced going through Q1. But I quickly came to terms with it and tried to look on the bright side, because it gave us more track time. Q1 was not all that bad. My lap time was marginally faster than in the morning. That was a ray of hope, because in the past it was often the case that we did not do a bad FP3 but had great difficulties in qualifying to be as fast as in the third session. Most of the time I was one or two tenths slower than in the morning. Today, on the other hand, it was as it should be."

"In Q2, however, I had to stop my first flying lap right away because in turn one, Sam Lowes had a highsider directly in front of me, which he just was able to safe. However, my lap was also gone. I also felt already in my out lap that it did not feel quite as comfortable as in the previous sessions because in Q1, my feeling for the bike overall was pretty good. Then when Sam and I got back into a flow, I could not keep up with him at all. That was a bit surprising, even though he was incredibly fast from that point on. That raises a few question marks after we did not change anything on the bike except the tyres. But I do not want to put the blame on the tyres. Nevertheless, I struggled a bit and was not able to ride like I did it in Q1. We were something missing in every session though, with a fast rear wheel, one or two tenths should still have been possible and then we would have ended up in third or at least in fourth row."

"In contrast to our current starting position, that would still have been okay. But as I said, Q2 was a bit more difficult. We are definitely not going to hang our heads but keep working hard. The race promises to be incredibly exciting. The tyre situation is very complex this weekend because the tyres drop a lot, and everyone reacts differently. Some riders can keep up the pace reasonably well, while others completely drop in terms of pace. It is also funny that it varies from session to session. This morning I did not feel so bad with used tyres. In the afternoon it was noticeable after only a few laps already how the handling of the bike changes a lot. Somehow, I have the feeling that the tyres react very differently in terms of starting and warming up and then how the temperature is. But we will try to prepare as well as we can for the race and then it is a matter of fighting like a lion so that we can add a decent number of points to our tally at the end."

#AragonGP - Moto2™ Qualifying Results:

1 Sam LOWES / GBR / ELF Marc VDS Racing Team / KALEX / 1´51.778

2 Remy GARDNER / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´52.057 +0.279

3 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´52.084 +0.306

15 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´52.856 +1.078

#AragonGP - Moto2™ Time Schedule for September 12th (CET):

09:10 - 09:30 Warm-Up

12:20 Race (21 Laps - 106.617 km)