#SanMarinoGP: «Noch ist nichts verloren»

Der 28-jährige Deutsche Moto2™ Pilot musste sich am Samstag mit einem für seinem Geschmack enttäuschenden Qualifying abfinden, schöpft aber Hoffnungen für ein gutes Abschneiden am Renntag in Italien.

Nach einem verregneten ersten Trainingstag auf dem Misano World Circuit unweit der italienischen Adriaküste von Rimini besserte sich die Wettersituation am Samstag deutlich. Lediglich ein paar vereinzelte Regentropfen sorgten kurz vor dem entscheidenden Q2 am Nachmittag für etwas Verwirrung.

Marcel Schrötter fixierte mit einem starken dritten freien Training am Vormittag den direkten Einzug in die zweite Qualifying-Phase. Der KALEX-Pilot des deutschen LIQUI MOLY Intact GP Teams landete mit einer 1´37.354 auf dem fünften Rang und durfte sich berechtigte Hoffnungen für die Zeitenjagd um die besten Startplätze machen. In dieser 15-minütigen Session auf trockener Strecke vermochte sich Schrötter aber nur minimal zu verbessern.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Startplatz 13 - 1´37.345 (9/9):

"Unser Tag hat mit einem guten dritten Training begonnen. Nach den beiden verregneten Sessions am Freitag, war FP3 eigentlich wie FP1. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Resultate den tatsächlichen Speed nicht ganz widerspiegeln. Es war für alle ein Neustart in das Wochenende und dabei hat unsere Erfahrung ein wenig geholfen, dass man solche Sessions wie am heutigen Vormittag gut abschliessen kann. Am Nachmittag waren die Streckenverhältnisse gut, obwohl es vor Q2 ganz leicht zu regnen begonnen hatte. Trotzdem ist der Ausgang enttäuschend, weil mir die vorgenommene Steigerung nicht gelungen ist, was die Rundenzeit angeht. Normal sollte es von Session zu Session möglich sein, drei, vier Zehntelsekunden draufzupacken. Ich weiss nicht, woran es liegt, dass wir uns so oft schwertun, über das Wochenende hinweg schneller zu werden. Wir kommen zügig auf eine gute Pace, die fahren wir aber dann immer."

"Leider sind im Qualifying wieder einmal ein paar Runden gestrichen worden. Jedes Überfahren der Streckenbegrenzung passierte in Kurve elf, weil man dort mit viel Schwung unterwegs und sich weit nach aussen tragen lässt. Dabei rutscht das Hinterrad schnell mal von den Curbs. Ausserdem hatte ich Befürchtungen, dass es dort noch feuchte Flecken geben könnte und wenn man dann nicht voll am Gas bleibt, lenkt das Motorrad nicht. Somit tut man sich schwer, die Kurve ordentlich zu durchfahren. Das war dann leider mehrmals der Fall, was natürlich sehr ärgerlich ist. Zum Schluss ist mir wenigstens noch eine ähnliche Rundenzeit gelungen, aber zufrieden bin ich damit nicht. Wir müssen im Qualifying eine halbe Sekunde schneller fahren und das haben wir erneut nicht geschafft. Daher bin ich sehr enttäuscht."

"Für das Rennen ist aber noch nicht alles verloren. Wir haben in dieser Saison schon so oft gezeigt, dass wir am Sonntag mehr rausholen können. Aber im Nachhinein überwiegt meistens die Enttäuschung, da wir zur Kenntnis nehmen mussten, dass wir mit einer besseren Startposition mehr erreichen hätten können. Auch dieses Mal müssen wir von einem Startplatz losfahren, von wo aus es schnell gefährlich werden kann, weil es im Mittelfeld immer drunter und drüber geht. Auf der anderen Seite gibt es keine Garantie, dass man am Start zwei, drei Positionen gewinnt. Der Start kann auch schnell mal in die Hose. Nichtsdestotrotz werde ich wie immer versuchen, gut wegzukommen, in den ersten Kurven aggressiv reinzuhalten und vor allem, dass so etwas wie am vergangenen Sonntag nicht noch einmal vorkommt. Wenn ich diese Vorhaben einigermassen gut umsetzen kann, dann können wir bestimmt ein solides Rennen abliefern."

EN: Marcel Schrötter: «Nothing is lost yet»

The 28-year-old German Moto2™ rider had to settle for a disappointing qualifying session for his liking on Saturday but is raising hopes for a good performance on race day in Italy.

After a rainy first day of practice at the Misano World Circuit not far from the Italian Adriatic coastline of Rimini, the weather situation improved considerably on Saturday. Only a few isolated drops of rain caused some confusion shortly before the decisive Q2 in the afternoon.

Performing strongly during this morning’s free practice three, Marcel Schrötter made it through the second qualifying heat directly. The KALEX rider from the German LIQUI MOLY Intact GP team finished in fifth place with best effort in 1'37.354 and had legitimate hopes for the chase for the best grid positions. In this 15-minute session on a dry track, however, Schrötter was only able to improve minimally.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), Grid position 13th - 1´37.345 (9/9):

"Our day started with a good FP3 this morning. After the two rainy sessions on Friday, FP3 was actually like FP1. However, I have to say that the results do not fully reflect the actual speed. It was a fresh start to the weekend for everyone, and our experience helped a bit in that you can finish sessions like this reasonably well. In the afternoon the track’s condition were good, although it had started to rain very lightly before Q2. Nevertheless, the outcome is disappointing because I did not manage the improve, I had planned in terms of lap time. Normally it should be possible to lower three or four tenths of a second from session to session. I do not know what the reason is that we so often struggle to get faster over the weekend. We quickly get up to a good pace, but then we always race it."

"Unfortunately, once again a few laps were cancelled in qualifying. Every time we exceeded track limits, it happened in turn eleven, because you are riding with a lot of momentum there and let yourself be carried far to the outside. The rear wheel quickly slips off the curbs. I was also worried that there still might be some damp patches there and if you do not keep opening the throttle fully, the bike will not steer as we want. This makes it difficult to negotiate the bend properly. That was unfortunately the case several times, which is of course very annoying. In the end I managed to set a similar lap time at least, but I am not satisfied with it. We have to go half a second faster in qualifying and once again we did not manage that. So, I am very disappointed."

"All is not lost for the race, though, as we have shown so often this season that we can get more out of Sunday. But in retrospect, disappointment usually prevails because we had to acknowledge that we could have achieved more with a better starting position. This time, too, we will have to start from a grid position from which it can quickly become dangerous, because it is always a toss-up in the midfield. On the other hand, there is no guarantee that you will gain two or three positions at the start because it also can go quickly to shit. Nevertheless, as always, I will try to get away well, hold on aggressively in the first corners and, above all, make sure that something like last Sunday does not happen again. If I can implement these plans reasonably well, then I am sure we can deliver a solid race."

#SanMarinoGP - Moto2™ Qualifying Results:

1 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 1´36.264

2 Sam LOWES / GBR / ELF Marc VDS Racing Team / KALEX / 1´36.615 +0.351

3 Augusto FERNANDEZ / SPA / ELF Marc VDS Racing Team / KALEX / 1´36.788 +0.524

13 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / 1´37.345 +1.081

#SanMarinoGP - Moto2™ Time Schedule for Sunday September 19th (CET):

09:10 - 09:30 Warm-Up

12:20 Race (25 Laps - 105.650 km)