#SanMarinoGP: Zum Schluss immer schneller

Je länger das sonntägige 14. Saisonrennen in Misano dauerte, desto stärker wurde Marcel Schrötter und fuhr schliesslich als Zwölfter über die Ziellinie. Somit beendete er den September-Doppelpack zweimal in den Punkterängen.

Der 28-jährige Marcel Schrötter haderte nach der Zieldurchfahrt in Misano dennoch mit seinen Gefühlen. Vier Punkte für den zwölften Platz konnten ihn nicht zufrieden stimmen, da seine Leistung im Verlauf der 25 Runden bei guten Bedingungen zu sehr schwankte. Schrötter verspielte mit Mittelteil des Rennens ein besseres Ergebnis. In dieser Phase hatte er Mühe, eine schnellere Gangart einzulegen. Erst in der Schlussphase konnte der KALEX-Pilot seine Pace deutlich steigern. Da war es aber zu spät, um noch Positionen gutzumachen.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P12 +16.172:

"Mit diesem Rennen kann ich nicht restlos zufrieden sein. Nach einer guten Anfangsphase hat es zu lange gedauert, bis ich auf Speed gekommen bin. Mein Start war erneut sehr brauchbar und in den ersten Runden war ich sehr aggressiv. Daher konnte ich am Anfang gleich eine Handvoll Leute überholen. Darauf darf ich auch ein bisschen stolz sein, da wir auf dem besten Weg sind, diese Schwachstelle mehr und mehr auszumerzen. Es ist tatsächlich ein positiver Punkt, den wir uns in diesem Jahr erarbeitet haben. Die folgenden Runden waren aber viel zu verhalten. Ich konnte an meinen Vorderleuten nicht dranbleiben und wurde auch überholt. Ich hatte grosse Mühe, meine Pace zu finden. Es darf nicht sein, dass es so lange dauert, bis ich besser in Schwung komme."

"Fakt ist, dass ich erst die letzten fünf, sechs Runden anständige Rundenzeiten fahren konnte. Das war sogar erstaunlich, da zu diesem Zeitpunkt die Reifen nicht mehr die beste Performance boten. Zudem haben wir auf den neuen Vorderreifen gesetzt, von dem keiner wusste, wie sich dieser über die Distanz verhält. Zur allgemeinen Überraschung bin ich in der vorletzten Runde meine schnellste Zeit im Rennen gefahren. Das war ein weiterer positiver Aspekt, ich war gegen Rennende einer der Schnellsten auf der Strecke. Trotzdem überwiegt die Enttäuschung, weil wir für mindestens ein Drittel zu langsam waren. Von unserer Startposition hätte eine Top-Ten-Platzierung das Mindeste sein müssen. Aber es war generell ein schwieriger Sonntag für mich."

"Ich habe mich schon im Warm-Up schwergetan, schnell zu sein und dann kam noch ein blöder Sturz hinzu, der sich in weiterer Folge in diesem Sektor ein wenig auf das Vertrauen ausgewirkt hat. Im Rennen hatte ich dann dort sogar auch einen Moment. Aber das soll nicht als Ausrede herhalten, sondern ich muss schneller auf Speed kommen. Wir müssen herausfinden, warum ich zum Schluss mit gebrauchten Reifen schneller als im Qualifying fahren kann bzw. schneller als die anderen bin. Daran muss ich an mir arbeiten und auch mit meiner Crew zusammen die Situation analysieren, damit wir eine Lösung finden, konstant schneller zu werden. Dann können wir auch wieder ein ordentliches Rennen abliefern. Nach zwei anstrengenden Rennwochenenden hintereinander freue ich mich nun auf ein paar freie Tage, bevor wir in einer Woche nach Amerika gehen. Es gibt schöne Erinnerung an Texas, sowie ich Austin überhaupt liebe. Ich kann es kaum mehr erwarten, nach langer Zeit wieder einmal von Europa wegzukommen und ich denke, dass uns allen dieser Trip auch guttun wird."

EN: Towards the end, faster and faster

The longer Sunday's 14th race of the season in Misano lasted, the stronger Marcel Schrötter became, and he finally crossed the finish line in twelfth place. He thus finished the September double-header twice in the points.

28-year-old Marcel Schrötter nevertheless struggled with his emotions after crossing the finish line in Misano. Four points for twelfth place could not make him happy, as his performance fluctuated too much over the course of the 25 laps in good conditions. Schrötter squandered a better result with the middle part of the race. In this phase he struggled to get into a faster rhythm. It was only in the final stage that the KALEX rider was able to significantly increase his pace. But by then it was too late to make up any positions.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P12 +16.172:

"I cannot be completely satisfied with this race. After good opening laps, it took too long for me to get up to speed. My start was again very useful and in the first laps I was very aggressive. That is why I was able to overtake a handful of people right at the start. I can be a bit proud of that, too, because we are on the right way to eliminating this weak point more and more. Actually, it is a positive point that we have earned this year. However, the following laps were far too restrained. I could not keep up with the guys in front of me, and I also got passed by some other riders. I had great difficulties finding my pace. It cannot be that it takes so long for me to get into better swing."

"The fact is that I was only able to set decent lap times for the last five or six laps. That was even wondering for me, because at that point the tyres no longer offered the best performance. In addition, we relied on the new front tyre, which nobody knew how it would behave over the distance. To everyone's surprise, I set my fastest time of the race on the second last lap. That was another positive aspect, I was one of the fastest on track towards the end of the race. Nevertheless, disappointment predominates because we were too slow for at least a third of the race. From our starting position, a top ten finish should have been at least we could have done today. But it was a difficult Sunday for me in general."

"I was already struggling to be fast in the warm-up and then there was a stupid crash, which subsequently affected confidence a bit in that sector. In the race I even had a moment there. But I do not want that to be an excuse, I need to get up to speed faster. We have to find out why I can ride faster with used tyres than in qualifying or why I am faster than the others in the last laps. I need to work on that, and I also have to analyze the situation together with my crew so that we can find a solution to become consistently faster. Then we can deliver a decent race again. After two exhausting race weekends in a row, I am now looking forward to a few days off before we go to America in a week's time. There are nice memories of Texas, as well as I love Austin in general. I cannot wait to leave Europe again after a long time and I think this trip will do us all good too."

#SanMarinoGP - Moto2™ Race Classification (25 Laps):

1 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 40´40.563

2 Remy Gardner / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / +0.402

3 Aron CANET / SPA / Inde Aspar Team / Boscoscuro / +0.569

12 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +16.172

Moto2™ WM Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 271

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 237

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 190

9 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 84