#EUROMOTO2026: Mit Podium neuen Karriereabschnitt begonnen

Marcel Schrötter setzte beim Saisonauftakt der Deutschen Meisterschaft am Sonntag ein echtes Zeichen und zeigte, dass er in seiner ersten nationalen Supebike-Saison ein Top-Anwärter sein will. Im ersten Rennen am Sachsenring belegte er den zweiten Platz.

Am vergangenen Wochenende begann ein neues Kapitel in der Karriere des 33-jährigen Marcel Schrötter. In gewisser Weise kehrt der Oberbayer in die nationale Meisterschaft zurück, da er vor über 20 Jahren seine ersten Motorradrennen in der IDM bestritt. Nach vielen Jahren Rennsport auf höchstem Niveau auf internationaler Ebene hat Schrötter nun den deutschen Meistertitel in der höchsten Prädikatsklasse bei den Superbikes ins Visier genommen.

Der Auftakt zum ersten Rennwochenende der neuen Saison war von wechselhaftem Wetter geprägt. Die freien Trainings am Freitag fanden unter gemischten Bedingungen statt. Als die Strecke am Sachsenring am späten Nachmittag endlich richtig abtrocknete, beendete Schrötter den Tag mit der drittschnellsten Rundenzeit auf seiner BMW M 1000 RR. In der Superpole am Samstag unter guten Bedingungen gelang ihm nicht mehr als der siebte Platz, was einen Start aus der dritten Reihe für die Rennen bedeutete. 

Die Bedingungen am Renntag waren klar und das Wetter schön. EURO MOTO Superbike-Rookie Marcel Schrötter zeigte im ersten Rennen seine Klasse und belegte den zweiten Platz. Diese Leistung konnte er im zweiten Rennen am Nachmittag nicht ganz wiederholen und wurde Vierter. Nach dem ersten Meeting liegt er in der Meisterschaft derzeit auf dem zweiten Gesamtrang.

Nächste Station ist Ende Mai das Automotodrom Brno bei den Nachbarn in der Tschechischen Republik.

#23 Marcel SCHRÖTTER (GERT56 by RS Speedbikes, BMW M 1000 RR)
Startplatz 7 / Rennen 1: P2 / Rennen 2: P4

«Ich freue mich sehr über den zweiten Platz im ersten Rennen. Besonders, da das Podium für mich etwas überraschend kam, nachdem ich aus der dritten Reihe starten musste. Hinzu kam eine gewisse Unsicherheit, wie das Rennen verlaufen würde. Zunächst einmal auf meiner Seite, da ich ein Rookie auf dem Superbike und in dieser Meisterschaft bin. Aber auch wegen der schlechten Wetterbedingungen am Freitag, die uns viele Trainingsrunden gekostet haben. Das war allerdings bei allen anderen auch der Fall. In der Superpole hatten wir jeweils nur zwei oder drei Runden Zeit, um eine Zeit zu setzen, was einem nicht viel Erfahrung darüber gibt, was mit dem Reifen nach fünf, sechs oder sieben Runden passiert. Unter diesen Umständen war mein erstes Rennen fast perfekt. Natürlich ist es nur wirklich perfekt, wenn man als Sieger ganz oben auf dem Podium steht. Aber ich muss auch sagen, dass die Ducati da vorne momentan in einer eigenen Liga fährt. Am Sachsenring konnten wir einfach nichts dagegen ausrichten. Daher war der zweite Platz das maximal Mögliche, aber das sollte nicht der Standard für den Rest der EURO MOTO-Saison sein. Das Ziel ist ganz klar, die rote Maschine zu schlagen. Aber so weit bin ich sehr zufrieden damit, wie ich dieses Rennen fahren konnte.»

«Für das zweite Rennen haben wir aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Lauf einige technische Änderungen vorgenommen. Leider hat die Wahl eines anderen Vorderreifens nicht den erhofften Schub gebracht. Diese Entscheidung hat die Vorteile, die ich im ersten Rennen gegenüber meinen direkten Konkurrenten hatte, zunichte gemacht. Generell hatte ich mehr Schwierigkeiten, meine Linie zu halten und meine Schaltpunkte richtig zu treffen. Es war ein bisschen schade, denn ich hatte die Pace und die Power für einen zweiten Podiumsplatz. Letztendlich ist es, wie es ist, da wir diese Entscheidung als Team getroffen haben und ich als Fahrer das letzte Wort hatte. Der vierte Platz ist immer noch keine Katastrophe; vielmehr haben wir eine gute Schadensbegrenzung betrieben. Noch wichtiger ist, dass die Informationen, die wir sammeln konnten, uns beim nächsten Mal in Brünn definitiv sehr helfen werden. Ich freue mich schon darauf und werde wieder alles geben, um dort um das Podium zu kämpfen. Vorerst bin ich insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes am Sachsenring. Es war sicherlich ein gutes Debüt in einer für mich neuen Meisterschaft.»

EN: Podium finish at 2026 EURO MOTO season opener

On Sunday, Marcel Schrötter made a real statement at the German Championship’s opening round, proving he's a top contender in his first national Superbike season by taking second place in the first race at the Sachsenring.

Last weekend, a new chapter began in the career of 33-year-old Marcel Schrötter. In a way, the Upper Bavarian is returning to the national championship, as he competed his first motorcycle races in IDM more than 20 years ago. After many years of racing at the highest international level, Schrötter has now set his sights on the German championship title in the series’ premier class Superbike.

However, the kick-off to the first race weekend of the new season was marked by changeable weather. Friday's free practice sessions took place under mixed conditions. When the track at the Sachsenring finally dried out properly in the late afternoon, Schrötter finished the day with third-fastest lap time aboard his BMW M 1000 RR run by the GERT56 team. In Saturday's Superpole under good conditions, he couldn't manage more than seventh place, which meant a third row start for the races.

Conditions on race day were clear and the weather was beautiful. EURO MOTO Superbike rookie Marcel Schrötter showed his class in Race 1, taking second place. He couldn't quite repeat that performance in the second race in the afternoon and finished fourth. After the first meeting, he currently sits in second place overall in the championship.

The next stop of the series is the Automotodrom Brno in the neighbouring Czech Republic at this month’s last weekend.

#23 Marcel SCHRÖTTER (GERT56 by RS Speedbikes, BMW M 1000 RR)
Grid position 7 / Race 1: P2 / Race 2: P4

«I am really happy about taking second place in the first race. Especially since the podium was a bit of a surprise for me after having to start from the third row. On top of that, there was some uncertainty about how the race would go on. First of all, on my end, being a rookie on a Superbike and in this championship. But also, because of the bad weather on Friday, which was very costly in terms of practice laps. Though, that was the case for everyone else too. In Superpole, however, we only had two or three laps each to set a time, which does not give much experience regarding what happens to the tire after five, six, or seven laps. Under those circumstances, my first race was almost perfect. Of course, it is only truly perfect when you are at the top step of the podium as the winner. But I also have to say that the Ducati up in front is currently in a league of its own. At the Sachsenring, there was simply nothing we could do against it. Therefore, second place was the absolute maximum possible, but that should not be standard for the rest of the EURO MOTO season. The goal is clearly to beat the red machine. But so far, I am very satisfied with how I was able to ride this race.»

«For the second race, we made some technical changes based on what we have learned in the first heat. Unfortunately, choosing a different front tire did not give us the boost we were hoping for. That decision wiped out the advantages I had over my direct competitors in the first race. Overall, I had a harder time holding my lines and hitting the shifting points correctly. It was a bit of a shame because I had the pace and the power for a second podium finish. In the end, it is what it is, since we made that decision as a team and I had the final say as the rider. Fourth place still is not a disaster; if anything, we did a good job of damage control. More importantly, the information we gathered will definitely help us a lot next time in Brno. So, I am already looking forward to it and will give it my all again to fight for the podium there. For now, I am happy overall with how the weekend went at the Sachsenring. It was certainly a good debut in a championship that's new to me.»

EURO MOTO SBK – Kombinierte Zeitenliste Freie Trainings:
1 Lukas TULOVIC / GER / Triple M Ducati Frankfurt / Ducati Panigale V4R / 1´22.447
2 Hannes SOOMER / EST / Masteroil Alpha Van Zon BMW / BMW M 1000 RR / 1´23.137 +0.690
3 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / GERT56 by RS Speedbikes / BMW M 1000 RR / 1´23.218 +0.771

EURO MOTO SBK – Superpole 2:
1 Lukas TULOVIC / GER / Triple M Ducati Frankfurt / Ducati Panigale V4R / 1´22.447
2 Hannes SOOMER / EST / Masteroil Alpha Van Zon BMW / BMW M 1000 RR / 1´22.356 +0.283
3 Markus REITERBERGER / GER / Masteroil Alpha Van Zon BMW / BMW M 1000 RR / 1´22.518 +0.445

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / GERT56 by RS Speedbikes / BMW M 1000 RR / 1´22.868 +0.795

EURO MOTO SBK – Rennen 1 (18 Runden):
1 Lukas TULOVIC / GER / Triple M Ducati Frankfurt / Ducati Panigale V4R / 25´06.028
2 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / GERT56 by RS Speedbikes / BMW M 1000 RR / +4.803
3 Markus REITERBERGER / GER / Masteroil Alpha Van Zon BMW / BMW M 1000 RR / +5.486

EURO MOTO SBK – Rennen 2 (18 Runden):
1 Lukas TULOVIC / GER / Triple M Ducati Frankfurt / Ducati Panigale V4R / 25´03.104
2 Twan SMITS / NED / Team Apreco - Yamaha / Yamaha YZF -R1 / +5.298
3 Hannes SOOMER / EST / Masteroil Alpha Van Zon BMW / BMW M 1000 RR / +7.325
4 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / GERT56 by RS Speedbikes / BMW M 1000 RR / +9.928

EURO MOTO SBK Stand:
1 Lukas TULOVIC / GER / Ducati / 50
2 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / BMW / 33
3 Twan SMITS / NED / Yamaha / 30